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Rat und Stadtbezirksräte

Vorlage - 2824/13  

Betreff: Randstreifen auf städtischen landwirtschaftlichen Flächen
Status:öffentlichVorlage-Art:Antrag (öffentlich)
Federführend:0100 Referat Steuerungsdienst   
Beratungsfolge:
Rat der Stadt Braunschweig
27.08.2013 
Rat ungeändert beschlossen  (2824/13)  
Verwaltungsausschuss
20.08.2013    Verwaltungsausschuss geändert beschlossen  (2824/13)  
Planungs- und Umweltausschuss
14.08.2013 
Planungs- und Umweltausschuss geändert beschlossen  (2824/13)  

Sachverhalt

1

 

 

Antrag

Datum

Nummer

Öffentlich

31.07.2013

2824/13

Absender

 

Fraktion BIBS

Platz der Deutschen Einheit 1

38100 Braunschweig

 

Adressat

 

Oberbürgermeister Dr. Hoffmann

Platz der Deutschen Einheit 1

38100 Braunschweig

 

Gremium

Sitzungstermin

 

Planungs- und Umweltausschuss

14.08.2013

 

Rat

27.08.2013

 

 

Betreff / Beschlussvorschlag

 

Randstreifen auf städtischen landwirtschaftlichen Flächen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Stadtgebiet Braunschweig zeichnet sich durch eine besonders hohe Artenvielfalt aus. Mit mehr als 700 Tier- und 1300 Pflanzenarten hat Braunschweig die höchste Artenvielfalt in Niedersachsen. Für zahlreiche Arten ist die Gesamtsituation ihrer Population jedoch so kritisch, dass ein strenger Schutz der Individuen erforderlich ist, um den Bestand dieser Arten sicherzustellen. Die intensive Flächennutzung in der Landwirtschaft als wesentliche Ursache für die Gefährdung von Arten ist hinreichend untersucht. Wissenschaftliche Untersuchungen haben auch gezeigt, dass wesentliche Teile der typischen Vielfalt durch eine extensive Bewirtschaftung und Strukturanreicherung lokal regeneriert werden können. Insbesondere das in Braunschweig sehr selten gewordene Rebhuhn als Leitart für diese offenen und halboffenen Kulturlandschaften könnte wie auch andere höchst prioritäre Arten (Rotmilan, Knoblauchkröte und Fledermausarten) von diesen Maßnahmen profitieren. Durch die Anlage von 5m breiten Randstreifen, die als Ackerrand- oder als Sukzessionsstreifen auf Grünland ohne Biozideinsatz und Düngung zu bewirtschaften sind, ließe sich ein großer Nutzen für den Natur- und Artenschutz erreichen. Dies vorausgeschickt und damit einer Anregung des Stadtbezirksrats 113 gem. § 94 Abs. 3 NkomVG folgend, beantragt die BIBS-Fraktion, dass der Rat beschließen möge:

 

„Bei der Neuverpachtung städtischer landwirtschaftlicher Flächen in der Stadt ist jeweils ein 5m breiter Randstreifen nur extensiv zu bewirtschaften. Dies kann als Auflage in Pachtverträgen bei jeder Neuverpachtung oder Verlängerung vereinbart werden, so dass es finanziell kaum zu Einbußen kommt.“

 

 

 

 

 

Dr. Dr. Wolfgang Büchs,

(BIBS-Fraktion)