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Rat und Stadtbezirksräte

Vorlage - 3856/15  

Betreff: Einrichtung einer Lenkungsgruppe zur Entwicklung der kooperativen OGS
Status:öffentlichVorlage-Art:Antrag (öffentlich)
Federführend:0100 Referat Steuerungsdienst   
Beratungsfolge:
Jugendhilfeausschuss
25.03.2015 
Jugendhilfeausschuss verwiesen  (3856/15)  
Schulausschuss
24.04.2015 
Schulausschuss ungeändert beschlossen  (3856/15)  
Verwaltungsausschuss
28.04.2015    Verwaltungsausschuss ungeändert beschlossen  (3856/15)  

Sachverhalt

1

 

Antrag

Datum

Nummer

Öffentlich

10.03.2015

3856/15

Absender

 

CDU-Fraktion - SPD-Fraktion - Fraktion Bündnis 90/Die Grünen

Platz der Deutschen Einheit 1

38100 Braunschweig

 

Adressat

 

Oberbürgermeister Markurth

Platz der Deutschen Einheit 1

38100 Braunschweig

 

Gremium

Sitzungstermin

 

Verwaltungsausschuss

28.04.2015

 

Schulausschuss

Jugendhilfeausschuss

24.04.2015

25.03.2015

 

 

Betreff / Beschlussvorschlag

 

Einrichtung einer Lenkungsgruppe zur Entwicklung der kooperativen OGS

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Verwaltungsausschuss möge beschließen:

 

Die Verwaltung wird beauftragt, zur Unterstützung und Begleitung der kooperativen offenen Ganztagsgrundschulen nach dem Braunschweiger Modell (kooperativen OGS) ein zentrales Lenkungsgremium einzurichten. Aufgaben des Lenkungsgremium sind die Evaluation der bisherigen Arbeit, die inhaltliche Weiterentwicklung, die Erarbeitung gemeinsamer inhaltlicher Standards an allen kooperativen OGS und die Begleitung des weiteren Auf- und Ausbaus dieser Schulen.

 

Dem Gremium sollen angehören: Vertreter/innen der Verwaltung (FB 51 und 40), 4 Vertreter/ innen der kooperativen OGS (vorgeschlagen durch das Schulleitertreffen der kooperativen OGS), 4 Vertreter/innen der Kooperationspartner der OGS (vorgeschlagen durch ein Trägergremium der Kooperationspartner), 1 Elternvertreter/in (vorgeschlagen durch den Stadtelternrat), 1 Vertreter/in der Landesschulbehörde und politische „Paten“ aus Jugendhilfe- und Schulausschuss. Die Geschäftsführung der Lenkungsgruppe liegt bei der Verwaltung.

 

Die Lenkungsgruppe soll eng mit den bisher schon bestehenden Arbeitsgruppen wie dem AK Schulkindbetreuung, dem Qualitätszirkel OGS und dem Schulleitertreffen zusammenarbeiten. Sie berichtet dem Jugendhilfe- und dem Schulausschuss regelmäßig über die Ergebnisse.

 

 

Begründung

 

Die Kooperation zwischen Schulen und der Jugendhilfe ist in Niedersachsen grundsätzlich in § 25 Abs. 3 NSchG geregelt. Für die Kooperation speziell an Ganztagsgrundschulen regelt der Erlass „Die Arbeit in der Ganztagsschule“ vom 01.08.2014 (SVBl. S. 386): „Im Rahmen ihrer Zuständigkeit arbeiten die Ganztagsgrundschule und die Träger der Kinder- und Jugendhilfe mit dem Ziel zusammen, für Schülerinnen und Schüler an allen Schultagen (Montag bis Freitag) ein qualitätsorientiertes Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsangebot zu gewährleisten. Dabei soll personelle und räumliche Kontinuität angestrebt werden.“

 

In Braunschweig gibt es seit nunmehr acht Jahren die kooperativen OGS nach dem Braunschweiger Modell, die sich insgesamt zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt haben. Mit dem Grundsatzbeschluss des Rates vom 02.05.2007 (DS 11148/07) wurden ein Rahmenkonzept festgelegt und Standards für Nachmittagsgestaltung einer kooperativen OGS beschlossen. An mittlerweile 16 OGS werden die unterschiedlichen Bildungsansätze der Schule, des Hortes und der offenen Kinderarbeit zusammengeführt. Sie können langfristig eng miteinander verzahnt werden, und es kann damit eine neue Qualität entwickelt werden. Gerade die Diskussion der letzten Monate zeigt aber deutlich das Erfordernis einer inhaltlichen Evaluation.

 

Am 10.02.2015 fand auf Einladung des Fachbereichs 51 ein Workshop „OGS in Braunschweig – Gemeinsam den Ganztag gestalten“ statt. In mehreren Arbeitsgruppen wurden Möglichkeiten zur Weiterentwicklung des Braunschweiger Modells besprochen. Dabei kam zum Ausdruck: Die inhaltliche Palette der Angebote und der gelebten OGS-Formen ist von Schule zu Schule sehr unterschiedlich. Die am Anfang sehr weit gefassten Standards (s. o.) müssen überarbeitet und konkretisiert werden: Was hat sich bewährt, wo gibt es für alle Schulen verbindliche Regeln, was kann und sollte unterschiedlich gelebt werden? Ebenso muss für den weiteren Ausbau, die Prioritäten und die Reihenfolge ein Entwicklungsplan erarbeitet werden. Dabei sollen alle Beteiligten gleichermaßen mit eingebunden werden.

 

 

Gez.Gez.Gez.

 

Klaus WendrothManfred PesditschekElke Flake

FraktionsvorsitzenderFraktionsvorsitzenderstv. Fraktionsvorsitzende

CDU-FraktionSPD-FraktionFraktion Bündnis 90/Die Grünen