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Rat und Stadtbezirksräte

Vorlage - 3928/15  

Betreff: Änderungsantrag zu DS-Nummer 3906/15
Wildtiere im Zirkus
Status:öffentlichVorlage-Art:Antrag (öffentlich)
Federführend:0100 Referat Steuerungsdienst   
Beratungsfolge:
Rat der Stadt Braunschweig
05.05.2015 
Rat abgelehnt  (3928/15)  

Sachverhalt

Änderungsantrag

Datum

Nummer

Öffentlich

28. April 2015

3928/15

Absender

 

CDU - Fraktion

Platz der Deutschen Einheit 1

38100 Braunschweig

 

Adressat

 

Oberbürgermeister Markurth

Platz der Deutschen Einheit 1

38100 Braunschweig

 

Gremium

Sitzungstermin

 

Rat

05.05.2015

 

 

 

Betreff

 

Änderungsantrag zu DS-Nummer 3906/15

Wildtiere im Zirkus

 

 

 

 

 

 

Der Rat der Stadt Braunschweig wird gebeten zu beschließen:

 

„Der Rat der Stadt Braunschweig spricht sich gegen ein generelles Wildtierverbot im Zirkus aus.

Darüber hinaus wird die Verwaltung gebeten, bei jeder Anmeldung eines Gastspieles in der Stadt Braunschweig kontinuierlich die Gesundheit und die Haltung der Tiere in einem Zirkus zu überprüfen und ggf. ein Auftrittsverbot zu verhängen. Sollte es wiederholt zu Verstößen kommen, so wird der betreffende Zirkus in Zukunft von der Anmietung städtischer Flächen ausgeschlossen.

 

 

Begründung:

Grundsätzlich besteht das Problem, dass Wildtiere in einer Zirkusumgebung nicht den Auslauf haben, wie in ihrer freien Natur. Es gibt aber keinen Anlass davon auszugehen, dass die in Braunschweig zuständige Abteilung 32.5 (Veterinärwesen und Verbraucherschutz) die Gesundheit und Haltung der Tiere nicht überprüft. Akute Gefährdungen der Tiere dürften somit bereits ausgeschlossen sein und ein Pauschalurteil verbietet sich deshalb. Es sollte aber in jedem Einzelfall kontinuierlich festgestellt werden, wie die Tiere gehalten und gepflegt werden. Mit einer guten Pflege dürften die Tiere älter werden als in der freien Wildbahn.

 

Die Tatsache, dass Zuschauer die Tiere erleben können, steigert darüber hinaus das Verständnis für den Tierschutz. Während viele Kinder und Heranwachsende zahlreiche Tiere nur noch aus dem Fernsehen oder durch das Internet kennen, können sie hier in direktem Erleben einen Eindruck von diesen Geschöpfen bekommen. Der Mensch schützt die Natur vor allem dort, wo er sie auch selber erleben kann. Insofern stellt die Tierhaltung, wie sie im Zirkus praktiziert wird, zwar eine Beschränkung der Tiere dar, dient aber auch der Arterhaltung und dem Naturschutz.

 

Vor diesem Hintergrund und angesichts der Tatsache, dass Zirkusveranstaltungen unter Einbeziehung von Wildtieren eine jahrhundertelange Tradition in unserem Kulturkreis haben, erscheint ein generelles Wildtierverbot im Zirkus fragwürdig.

 

Würde man den Grundgedanken des Ursprungsantrages konsequent zu Ende denken, so müsste auch über die Tierhaltung in Zoos diskutiert werden.

 

 

 

 

 

Klaus Wendroth

Fraktionsvorsitzender