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Rat und Stadtbezirksräte

Vorlage - 3942/15  

Betreff: Wegzug verhindern – neue Baugebiete in der Stadt Braunschweig ausweisen
Status:öffentlichVorlage-Art:Antrag (öffentlich)
Federführend:0100 Referat Steuerungsdienst   
Beratungsfolge:
Planungs- und Umweltausschuss
20.05.2015 
Planungs- und Umweltausschuss abgelehnt  (3942/15)  
Rat der Stadt Braunschweig
02.06.2015 
Rat verwiesen  (3942/15)  
Verwaltungsausschuss
26.05.2015    Verwaltungsausschuss ungeändert beschlossen  (3942/15)  

Sachverhalt

1

 

Antrag

Datum

Nummer

Öffentlich

7. Mai 2015

3942/15

Absender

 

CDU - Fraktion

Platz der Deutschen Einheit 1

38100 Braunschweig

 

Adressat

 

Oberbürgermeister Markurth

Platz der Deutschen Einheit 1

38100 Braunschweig

 

Gremium

Sitzungstermin

 

Rat

02.06.2015

 

Verwaltungsausschuss

Planungs- und Umweltausschuss

26.05.2015

20.05.2015

 

 

Betreff / Beschlussvorschlag

 

Wegzug verhindern – neue Baugebiete in der Stadt Braunschweig ausweisen

 

 

 

 

 

 

 

Der Rat der Stadt Braunschweig möge beschließen:

 

„Neben der wichtigen Schaffung von Geschosswohnungsbau muss die Ausweisung neuer Einfamilienhausgebiete vorangetrieben werden, um den Wegzug junger Familien in das Umland zu verhindern.

Die Verwaltung wird deshalb gebeten flexibel und engagiert die zeitnahe Ausweisung neuer Baugebiete für die Bebauung mit Einzel- und Reihenhäusern sowie Doppelhaushälften zu prüfen und durchzuführen. Dabei werden vorrangig eine Erweiterung des bereits bestehenden Baugebietes „Schunterterrassen“ sowie die Ausweisung auf Flächen südlich der Stöckheimstraße, südöstlich von Dibbesdorf und zwischen der Gartenstadt und Broitzem untersucht.

 

Begründung:

Inzwischen dürfte hinlänglich bekannt sein, dass der Stadt Braunschweig – im Gegensatz zu vielen anderen Kommunen der näheren und weiteren Umgebung – in den nächsten Jahren ein deutlicher Zuzug an Einwohnern prognostiziert wird. Darüber hinaus ist vielfach zu beobachten, dass es zunehmend Single-Haushalte gibt, so dass zahlreiche Wohnungen oder Häuser nur noch von Alleinstehenden bewohnt werden.

Aufgrund dieser Tatsachen und den guten Erfahrungen der vergangenen knapp 15 Jahre ist in der Stadt mit dem Wohnraumversorgungskonzept (vgl. DS-Nr. 17376/15) ein ambitioniertes Wohnbauprogramm gestartet worden, welches bis zum Jahr 2019 über 5.000 neue Wohneinheiten möglich machen soll. In den nächsten Jahren wird das Hauptaugenmerk vor allem auf der Schaffung von Geschosswohnungsbau liegen.

 

Aus zahlreichen Gesprächen und auch der eigenen Erfahrung wissen wir aber, dass vor allem junge Familien und junge Menschen, die eine Familie gründen wollen, derzeit händeringend nach Bauplätzen für Einzel- und Reihenhäuser sowie Doppelhaushälften in der Stadt Braunschweig suchen. Oftmals sind sie hier geboren und aufgewachsen, viele aber auch zur Arbeit oder wegen des Studiums hergezogen und möchten nun in Braunschweig wohnen bleiben.

Auch diesen Menschen muss ein gutes Angebot an Wohnraum gemacht werden, damit sie der Stadt Braunschweig nicht den Rücken kehren. Denn überall um unser Stadtgebiet herum entstehen gerade neue Wohngebiete, in denen Einfamilien- und Reihenhäuser gebaut werden. Braunschweig braucht die Ausweisung von Bauland für Eigenheime für eine heterogene Bürgerschaft und nicht zuletzt eine solide Finanzsituation.

 

Zur Ergänzung der bisherigen Anstrengungen bei der Schaffung von neuem Wohnraum schlagen wir die Ausweisung neuer Einfamilienhausgebiete vor, um den befürchteten Wegzug zu verhindern! Aus unzähligen Gesprächen in den vergangegen Wochen und Monaten haben sich einige Gebiete herauskristallisiert, die uns für eine sofortige Überprüfung auf ihre Eignung hin besonders geeignet erscheinen. Diese Aufzählung erhebt keinesfalls den Anspruch auf Vollständigkeit.

 

Uns ist bewusst, dass in naher Zukunft nicht erneut großflächig Neubaugebiete geschaffen werden können wie bspw. in Lamme. Vielmehr muss der Fokus auf der Schaffung von im Vergleich dazu kleinflächigeren Gebieten gelegt werden.

 

 

 

 

Klaus Wendroth

Fraktionsvorsitzender