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Rat und Stadtbezirksräte

Vorlage - 2765/14  

Betreff: Chancen von sozial Benachteiligten auf bezahlbaren Wohnraum
Status:öffentlichVorlage-Art:Anfrage (öffentlich)
Federführend:0100 Referat Steuerungsdienst   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Soziales und Gesundheit
06.03.2014 
Ausschuss für Soziales und Gesundheit ungeändert beschlossen  (2765/14)  

Sachverhalt
Anlage/n
Anlagen:
Stellungnahme 10032/14 - Chancen von sozial Benachteiligten auf bezahlbaren Wohnraum

1

 

Anfrage

Datum

Nummer

Öffentlich

20.02.2014

2765/14

Absender

 

DIE LINKE.

Rathaus

38100 Braunschweig

 

Adressat

 

Oberbürgermeister Dr. Hoffmann

Platz der Deutschen Einheit 1

38100 Braunschweig

 

Gremium

Sitzungstermin

 

Ausschuss für Soziales und Gesundheit

06.03.2014

 

 

 

 

 

Betreff / Beschlussvorschlag

 

Chancen von sozial Benachteiligten auf bezahlbaren Wohnraum

 

 

 

 

 

 

 

Die Diakonische Gesellschaft Wohnen und Beraten, Cura und das Institut für Persönliche Hilfen haben mit Schreiben vom 05.02.2014 den Notruf Wohnungsmarkt veröffentlicht. Dort wird dargestellt, dass Leistungsempfänger es immer schwerer haben, bezahlbaren Wohnraum in Braunschweig zu finden. Für Menschen mit einem „Schufa-Eintrag“ oder anderen Problemen – wie Haftentlassung oder Zwangsräumung – ist es fast unmöglich, eine Wohnung zu finden. Dies hat zur Folge, dass wohnungslose Menschen länger in stationären Einrichtungen verbleiben und problematische Wohnsituationen entstehen. Als Lösungsansatz wird u.a. der Ausbau kommunaler Belegrechte / Probewohnen genannt.

Zu diesem Themenkomplex wurde von der Verwaltung mit DS 12452/12 und 12444/12 mitgeteilt, dass es bei den dezentralen Wohnungslosenunterkünften 10 Wohnungen mit 35 Plätzen für Mehrpersonenhaushalte gäbe, die ggf. durch Zwangsräumungen wohnungslos wurden. Für 1-2 Personenhaushalte stünden 8 Wohnungen mit 15 Plätzen zur Verfügung. Zum Stichtag 30.06.2012 waren diese Unterkünfte jeweils zu 40 bzw. 80% belegt. Eine Person, die aufgrund einer Zwangsräumung wohnungslos wurde, hat sich vor kurzem hilfesuchend an unsere Fraktion gewandt. Dieser Person wurde erklärt, dass die genannten 15 Plätze vollständig belegt seien, auch keine andere dezentrale Unterbringung zur Verfügung stünde und selbst die Gemeinschaftsunterkunft „An der Horst“ fast vollständig belegt sei.

Vor diesem Hintergrund wird die Verwaltung gefragt:

  1. Wie viele Plätze beim sogenannten Probewohnen hält die Verwaltung für den Bereich der Mehrpersonenhaushalte und 1-2 Personenhaushalte derzeit vor und wie ist die derzeitige Belegungssituation?
  2. Hält die Verwaltung die Zahl der Plätze beim sogenannten Probewohnen für angemessen, um den dauerhaften Verbleib der Menschen mit besonderen Problemen in der Wohnungslosigkeit zu verhindern oder gibt es noch andere Instrumente zur Problemlösung?
  3. Welche Aufgaben hat die auf Antrag der Linksfraktion zum Haushalt 2012 beschlossene, zusätzliche Sozialarbeiterstelle in der Gemeinschaftsunterkunft „An der Horst“ wahrgenommen?

 

 

 

Udo Sommerfeld,

Fraktionsvorsitzender 


Anlage/n:

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Stellungnahme 10032/14 - Chancen von sozial Benachteiligten auf bezahlbaren Wohnraum (81 KB)