Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Auszug

19.10.2016 - 21.2 Lärmmessungen am FlughafenAntrag der Fraktion B...

Beschluss:
ungeändert beschlossen
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Wortprotokoll

Ratsherr Herlitschke und Ratsherr Dr. Plinke erläutern den Antrag.

 

Ratsfrau Palm verweist auf bereits bestehende Messungen der Lärmschutzkommission.

 

Herr Gekeler erläutert, dass es keinen Summenemissionsgrenzwert gäbe. Jede Lärmart müsse einzeln betrachtet werden. Die beantragten Messungen wären daher mit erheblichen Aufwand verbunden. Problematisch sei außerdem, dass es keine Betretungsrechte für den Flughafen gäbe. Die Messungen müssten daher bei den Betreibern vor Ort und durch die zuständigen Überwachungsbehörden erfolgen.

 

Ratsherr Dr. Büchs erklärt, dass der Lärm durch stehende Flugzeuge mit laufenden Turbinen, durch startende Flugzeuge und durch Sportflugzeuge, die von der Route abwichen, entstehen würde.

 

Stadtbaurat Leuer erklärt, dass erhöhte Lärmemissionswerte ggf. auch durch die Versorgung stehender Flugzeuge mit Stromaggregaten ausgelöst würden. Er regt eine Kontaktaufnahme mit der Flughafengesellschaft an mit der Zielrichtung, die genannten Störungen durch geeignete Maßnahmen zu minimieren.

 

Ratsherr Herlitschke erklärt, dass dieser Versuch bereits unternommen worden sei.

 

Stadtbaurat Leuer erklärt, das dieses Thema auch in den Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft eingebracht werden könnte.

 

Nach weiterer Diskussion erklärt Ratsherr Herlitschke, dass der Antrag im Verwaltungsausschuss enden solle.

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Beschluss:

 

"Die Verwaltung wird beauftragt, im Umfeld des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg an den Grenzen zu Wohngebieten zeitlich aufgelöste Messungen der Schallimmissionen (A-bewertete Summenpegel und für die empfundene Belästigung relevante Kenngrößen (z.B. Terzspektren, Taktmaximalpegel)) durchzuführen.

Die Messungen sollen dazu dienen, die tatsächliche Lärmbelastung der Anwohnerinnen und Anwohner des Flughafens in den umgebenden Stadtteilen festzustellen. Konkret sind an den jeweils dem Flughafengelände am nächsten liegenden Gebäuden der Stadtteile Waggum, Wenden, Bienrode und Hondelage kontinuierliche Messungen über einen repräsentativen Zeitraum von mindestens einem Monat durchzuführen.

Aus den gemessenen Werten ist anschließend über Ausbreitungsberechnungen die Belastung der Braunschweiger Bürgerinnen und Bürger zu ermitteln. Die gemessenen und die berechneten Werte sollen vollständig dokumentiert und veröffentlicht werden.

Für den Fall, dass die Immissionswerte in den Stadtteilen die nach der jeweiligen Gebietskategorie zulässigen Grenzwerte überschreiten, wird die Verwaltung gebeten, geeignete Vorschläge zu machen, wie die Einhaltung der Grenzwerte zukünftig erreicht werden kann.“

 

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Abstimmungsergebnis:

 

dafür: 4 dagegen: 0Enthaltungen: 3

 

Erläuterungen und Hinweise