Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Auszug

30.03.2017 - 3 Bericht des Städtischen Klinikums und der Kasse...

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Wortprotokoll

Zu Beginn stellt Herr Dr. Bartkiewicz anhand der in der Anlage beigefügten Präsentation das Leistungsspektrum des städtischen Klinikums vor.

 

Schwerpunktmäßig geht er anschließend  auf die Situation in der Notaufnahme ein. Die Anzahl der Notaufnahmefälle seien im letzten Jahr um 1000 gestiegen. Darüber hinaus würden sich Patienten durch die Schließung des St. Vincenz Krankenhauses auf die übrigen Krankenhäuser verteilen.

 

Durch den Einsatz des Kassenärztlichen Bereitschaftsdienstes im Städt. Klinikum werde die Notaufnahme entlastet. Er erläutert auf Nachfrage das Triage System mit dem ermittelt werde, ob eine Behandlung in der Notaufnahme des Klinikums erfolgen müsse oder eine Behandlung durch den ärztlichen Bereitschaftsdienst ausreichend sei. Dieses System führe auch dazu, dass sich Wartezeiten verkürzen können. Vorerst solle dieses Modell für die Dauer von 3 Jahren erprobt werden.

 

Bis zum Sommer 2017 sei geplant einen neuen Bereich für Pneumologie und Beatmungsmedizin aufzubauen, um die Lücke, die durch die Schließung des St. Vincenz Krankenhauses entstanden sei zu schließen. Als Chefarzt konnte mit Herrn Dr. Fühner ein renommierter Experte gewonnen werden. 32 Ehemalige Mitarbeitder des St. Vincenz Krankenhauses werden übernommen.

 

Im Anschluss daran berichtet Herr Dr. Goepfert mit der als Anlage beigefügten Präsentation über das 2-Standorte-Konzept. Nachdem der Standort Celler Straße weitestgehend fertiggestellt sei, wurden die Arbeiten am Standort Salzdahlumer Straße aufgenommen. Die Kosten werden je zu 50 % durch den Betreiber und das Land getragen. Die endgültige Umsetzung sei bis 2023 vorgesehen.

 

Zum erfolgten Baustopp erläutert er, dass die 10 Jahre alten Planungen in Teilen nicht mehr zeitgemäß gewähren wären und deshalb angepasst werden mussten. Die Betriebskosten bei schlechten Strukturen seinen auf Dauer teurer als die eines Baustopps. Auch für die Zukunft sei nicht auszuschließen, dass weitere Anpassungen erfolgen müssen. Durch ein kontinuierliches Hinterfragen und die Einbindung verschiedener Teilnehmer werde ein stetiges Weiterentwickeln auf dem neuesten Stand sichergestellt.

 

Eine frühere Nutzung bereits fertiggestellter Gebäudeteile sei wegen der engen Verzahnung der medizinischen Bereiche nicht sinnvoll.

 

Auf Nachfragen teilt er weiterhin mit, dass zurzeit noch keine konkreten Planungen für eine Nutzung des Gebäudes der Hebammenschule gäbe, es aber zu gegebener Zeit überprüft werde.

 

Notwendige Renovierungsarbeiten in der Holwedestraße konnten durch die Einstellung eigenen Personals sichergestellt werden.

 

Im weiteren Verlauf berichtet Herr Dr. Kleinschmidt über die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsens (s. beigefügte Präsentation).

 

Jährlich habe es in Braunschweig eine Million Patientenkontakte gegeben. Auf 1.665 Einwohner komme ein Hausarzt. Der Versorgungsgrad liege aktuell bei 108,9 %, d. h. dass sich noch 2 Ärzte ansiedeln könnten. Ab einem Versorgungsgrad von 110 % können sich keine neuen Ärzte mehr niederlassen. Bei Betrachtung des Durchschnittsalters der niedergelassenen Ärzte bestehe in Zukunft jedoch die Gefahr einer Unterversorgung.

 

Auch bei den Fachärzten liege die Versorgung in fast allen Fachrichtungen über 110 %. Er weist darauf hin, dass es sich um eine rein rechnerische Versorgung handele, die Morbidität dabei jedoch unberücksichtigt bleibe. Deshalb sei eine Verringerung bei Überversorgung aufgrund der teils langen Wartezeiten nicht geplant. Es zeichne sich ein Trend zu Großpraxen und angestellten Ärzten ab.

 

Auf Nachfragen teilt er mit, dass Hausbesuche durchzuführen seien, wenn sie erforderlich seien. Als Unterstützung sollen hausärztliche Versorgungsassistenten (Vera) diese Versorgungslücke schließen. Bisher nutzen noch nicht alle Praxen diese Möglichkeit.

 

Ratsfrau Mundlos bittet die Zahlen der angestellten Ärzte und wenn möglich die Zahlen der eingesetzten "Vera" zum Protokoll nachzureichen.

 

 

 

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