Rat und Stadtbezirksräte
17.10.2017 - 4 Bericht zum Thema Langzeitarbeitslose
Grunddaten
- TOP:
- Ö 4
- Datum:
- Di., 17.10.2017
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- Sitzung
Wortprotokoll
Herr Hornburg und Frau Bütow stellen Ihren Bericht anhand der folgenden Mitteilung 17-05626 zur Durchführung des Landesprogramms zur Reduzierung der Langzeitarbeitslosigkeit vor.
Anhand eines zusätzlichen Beispiels erläutert Herr Hornburg den Unterschied zwischen Langzeitarbeitslosigkeit und Langzeitleistungsbezug genauer. Bei der Langzeitarbeitslosigkeit gehe es um die reine Dauer der Arbeitslosigkeit, beim Langzeitleistungsbezug um die Dauer des Bezuges von Leistungen nach dem SGB II. Wenn jemand also zum Beispiel in eine Maßnahme aufgenommen würde, wäre er nicht mehr arbeitslos, stünde jedoch über die Maßnahme weiterhin im Bezug von Leistungen nach dem SGB II. Auch aus seiner Sicht sei ein geförderter zweiter Arbeitsmarkt nötig, dies sei zur Zeit jedoch nicht zu finanzieren.
Auf die Frage des Ratsherrn Schrader, wie man dem Jobcenter bei seiner Arbeit helfen könne, sagt Herr Hornburg, dass eine Umwandlung passiver Leistungen auch durch die Kommune in aktive Arbeitsmarktförderung wichtig wäre.
Ratsfrau Ohnesorge erläutert, dass ihrer Ansicht nach bessere Strukturen bei den Maßnahmen erforderlich seien, dass ein geförderter zweiter Arbeitsmarkt dringend nötig sei, und dass es bei über 2.700 Langzeitarbeitslosen das Mindeste sei, die möglichen 37 Arbeitsverhältnisse auch zu realisieren.
Dies werde von Seiten des Jobcenters geprüft werden.
Ratsherr Merfort erkundigt sich nach der prozentualen Entwicklung der Zahl der Langzeitarbeitslosen.
Herr Hornburg gibt an, dass der Anteil der Langzeitarbeitslosen an den Arbeitslosen in den letzten Jahren gestiegen sei, in Braunschweig sei er im Vergleich mit anderen Kommunen mit am höchsten. Auf Nachfrage von Herrn Paruszewksi, wie viele Langzeitbezieher es derzeit gebe, nennt Herr Hornburg als Stand August 2017 eine Zahl von ca. 8.700.
