Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Auszug

07.05.2019 - 3.8 Entwicklung geschützter Tierarten im Stadtgebie...

Beschluss:
zur Kenntnis genommen
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Wortprotokoll

Ratsherr Dobberphul verweist auf die Weltkommission von Anfang Mai 2019, wonach es um die Arten dramatisch bestellt ist, in fast 80 % der Fälle ein Artenrückgang zu verzeichnen ist und ein Achtel der Arten vom Aussterben bedroht ist. Daher begrüßt und lobt er die umfangreiche Mitteilung 19-10690 ausdrücklich. Er freut sich über die positiven Tendenzen, die darin zum Ausdruck kommen. Hier dürfe man nicht nachlassen. Es müsse genug Personal vorgehalten werden. Das Thema komme in der Presseberichterstattung viel zu kurz, die Öffentlichkeit solle mehr sensibilisiert werden.

 

Für Ratsherr Dr. Büchs gestaltet sich der Bericht nicht umfangreich genug. Er fordert, dass ein neuer Landschaftsrahmenplan aufgestellt wird. Das Artenschutzkonzept von 2008 und das Amphibienschutzkonzept von 1992 seien veraltet. Es gebe bis auf wenige Ausnahmen kaum Erkenntnisse zu Insekten, auch im Rahmen von Bebauungsplanverfahren. Wie stellt sich die Stadt die Realisierung vor, möchte er wissen.

 

Stadtbaurat Leuer weist darauf hin, dass der im Jahr 2000 aufgestellte Landschaftsrahmenplan in allen notwendigen Bereichen im Jahr 2014 aktualisiert wurde. Das Feldhamsterschutzkonzept steht zur Überarbeitung an. Das Amphibienschutzkonzept wird aktuell aktualisiert.

Herr Gekeler führt aus, die Mitteilung verfolge das Ziel, einen groben Überblick zu vermitteln. Er verweist auf die immense und detaillierte Expertise der zwei Biologen der Abteilung 61.4. Er bietet an, dass diese auf gezielte Nachfragen hin gern im Ausschuss vortragen.

Ausschussvorsitzende Palm kündigt an, bei Gelegenheit gern hierauf zurückzukommen.

 

Frau Dr. Goclik begrüßt, dass auf die Nachfrage des Ratsherrn Dobberphul zur Entwicklung geschützter Tierarten mit diesem Bericht reagiert wurde. Seltene Pflanzenarten spielen nach ihrem Eindruck bisher eine untergeordnete Rolle, obwohl die Entwicklung noch dramatischer sei. Sie würde sich daher ergänzend über einen Bericht zur Entwicklung bedrohter Pflanzen (z. B. Gelbe Wiesenraute, Schuppenwurz, Wiesenschaumkraut) freuen.

 

Ratsherr Dobberphul regt an, dabei zu unterstützen, private Gartenbenutzer zu mehr Artenschutz zu motivieren, z. B. indem diese Nisthilfen schaffen oder Blühpflanzen setzen.

Herr Gekeler verweist auf bereits stattgefundene Kampagnen und laufende Maßnahmen, z. B. durch den Klimaschutzmanager Herrn Hots ausgegebene Wildblumensamen, die mehr<weniger-Kampagne und durch die Rangerin Frau Kätzel regelmäßig angebotene Veranstaltungen am Naturerlebniszentrum Haus Entenfang in Riddagshausen, die auch Kinder einbinden (z. B. Bau von Wildbienenhotels). Die Kolleginnen und Kollegen entwickeln weiterhin dahingehende kreative Ideen.

 

Protokollnotiz: Die Mitteilung wurde auf Wunsch des Ratsherrn Dobberphul am 10. Mai 2019 über die Bezirksgeschäftsstellen allen Stadtbezirksräten zur Kenntnis gegeben.

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Der Ausschuss nimmt die Mitteilung zur Kenntnis.

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Anlagen zur Vorlage

Erläuterungen und Hinweise