Rat und Stadtbezirksräte
10.05.2019 - 4 Mitteilungen
Grunddaten
- TOP:
- Ö 4
- Sitzung:
-
Sitzung des Schulausschusses
- Gremium:
- Schulausschuss
- Datum:
- Fr., 10.05.2019
- Status:
- gemischt (Sitzung abgeschlossen)
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- Sitzung
Wortprotokoll
- Die Verwaltung teilt mündlich mit, dass in einer Veranstaltung am 4. Juni 2019 eine Zwischenbilanz zur Schulbildungsberatung in Braunschweig gezogen werden soll, zu der auch die Mitglieder des Schulausschusses eingeladen sind. Ferner weist die Verwaltung auf die Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 6. Juni 2019 hin, in der über das Projekt "Communities that care" (CTC) informiert wird und zu der die Schulausschussmitglieder ebenfalls eingeladen sind.
- Außerdem informiert die Verwaltung über die Schulen, in denen mit Beginn des Schuljahres 2019/2020 im Rahmen des städtischen Ausbauplans Schulsozialarbeit angeboten wird. Es handelt sich um die Nibelungen-Realschule, die Realschule Georg-Eckert-Straße, die Realschule Maschstraße, die Realschule Sidonienstraße und die Wilhelm-Bracke-Gesamtschule.
- Abschließend geht die Verwaltung auf die Nachfrage von Frau Bosse in der letzten Sitzung des Schulausschusses ein, in der sie im Zusammenhang mit der vorschulischen Sprachförderung von Rückmeldungen aus Grundschulen berichtet hat, nach denen in den Kindertagesstätten qualifiziertes Personal für die Durchführung von Sprachfördermaßnahmen fehlt, sodass die Grundschulen in Klasse 1 Probleme im Unterricht bekommen.
Die Verwaltung berichtet, dass nach den Anforderungen des KiTaG die Sprachbildung und -förderung in den Kindertagesstätten konsequent alltagsintegriert umgesetzt wird und es sich sich dabei um Aufgaben aller pädagogischen Fachkräfte einer Kindertagesstätte handelt. Die Verwaltung hat dazu mit allen Trägern von Kindertagesstätten ein "Regionales Konzept zur Sprachbildung und -förderung im Elementarbereich in der Stadt Braunschweig" abgestimmt. Alltagsintegrierte Sprachbildung und -förderung erfordern nicht den Einsatz von darüberhinausgehend qualifiziertem Personal und sind keine Sonderaufgabe einzelner Fachkräfte. Allen Kindertagesstätten stehen zudem Möglichkeiten der Fachberatung und Qualifizierung zur Verfügung. Es ist daher nicht zu erwarten, dass die Grundschulen aufgrund fehlenden qualifizierten Personals für die Sprachfördermaßnahmen in den Kindertagesstätten Probleme im Unterricht in der Klasse 1 bekommen. Auswirkungen des allgemeinen Fachkräftemangels können jedoch nicht gänzlich vermieden werden.
Die Sprachbildung und –förderung im Rahmen der Kindertagesstätten bietet somit die größtmögliche Unterstützung. Mit diesem Vorgehen werden deutlich mehr Kinder erreicht als über individuelle Einzelmaßnahmen. Gleichwohl bleibt die Sprachförderung in Anbetracht steigender Kinderzahlen ohne muttersprachliche Deutschkenntnisse eine Herausforderung. Zudem gelingt es nicht, wirklich alle Kinder aus ausländischen Familien mit den Angeboten der Kindertagesstätten zu erreichen. Das KiTaG sieht aber vor, dass Kinder, die keine Kindertagesstätte besuchen, weiterhin im Rahmen der vorschulischen Sprachförderung an Grundschulen Unterstützung erhalten.
Um die Grundschulen weitergehend über die fachliche Umsetzung der alltagsintegrierten Sprachbildung und –förderung in den Kindertagesstätten in Braunschweig zu informieren, ist u. a. eine Vorstellung des Regionalen Konzeptes im Rahmen der Dienstbesprechung der Grundschulleitungen angestrebt.
