Rat und Stadtbezirksräte
22.11.2019 - 3.2 Präsentation Hafenentwicklungskonzept
Grunddaten
- TOP:
- Ö 3.2
- Sitzung:
-
Sitzung des Wirtschaftsausschusses
- Gremium:
- Wirtschaftsausschuss
- Datum:
- Fr., 22.11.2019
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- Sitzung
- Beschluss:
- zur Kenntnis genommen
Wortprotokoll
Herr Hohls von der Hafenbetriebsgesellschaft mbH (HGB) präsentiert das Hafenentwicklungskonzept. Er stellt die Umsatzzahlen des Unternehmens sowie die Vergleichswerte (Benchmark) gegenüber anderen Binnenhäfen vor und betont die strategische Wichtigkeit des Braunschweiger Hafens als multimodaler Logistikknoten. Bürgermeisterin Ihbe fragt nach der Einschätzung Herrn Hohls, wie eine Vernetzung von Wasser-, Schienen- und Straßentransportwegen gelingen kann. Herr Hohls führt aus, dass der entscheidende Faktor bei der Wahl des Verkehrsweges die Kostenfrage ist. Derzeit würden wettbewerbsfähige Konzepte entwickelt. Ausschussvorsitzender Scherf und Ratsherr Rosenbaum erfragen das Potential des Wasserverkehrs, Weiterentwicklungsmöglichkeiten sowie das Verhältnis von Lkw- und Schiffsverkehr. Herr Hohls führt aus, dass der größte Teil der Zunahme im Transportverkehr auf Lkw entfällt. Die vorhandene Infrastruktur der Wasserwege könne nicht so leicht erweitert werden wie eine Autobahn, daher werde der Lkw-Verkehr voraussichtlich auch weiterhin stärker wachsen. Die Wasserwege böten aber noch große Kapazitätsressourcen. Am Braunschweiger Hafen seien eine Terminalerweiterung sowie mehr Containerplätze geplant. Ausschussvorsitzender Scherf erkundigt sich nach der Vergleichbarkeit des Braunschweiger Hafens zu anderen Binnenhäfen. Herr Hohls erläutert die guten Vergleichswerte des Braunschweiger Hafens und betont, dass die HBG am Hafen sowohl für die Großgeräte als auch für die Logistik und die Infrastruktur verantwortlich sei. Dies sei in anderen Binnenhäfen nicht der Fall. Ein direkter Vergleich zu anderen Häfen sei daher nicht uneingeschränkt möglich. Ratsherr Böttcher fragt, ob die Sandmagerrasenflächen von einer Hafenerweiterung bedroht seien. Herr Hohls bestätigt, dass Teile dieser Rasenflächen möglicherweise verkleinert werden müssen. Man stehe hierzu aber in Abstimmung mit der unteren Naturschutzbehörde. Bürgermeisterin Ihbe erkundigt sich abschließend nach Fördermöglichkeiten durch Bund und EU. Herr Hohls berichtet von finanziellen Fördermöglichkeiten des Bundes für den Ausbau des Containerpersonals sowie von Bund und Land für den Schienenausbau. EU-Förderung sei nur Verkehrskonzepten mit Beteiligung anderer EU-Staaten vorbehalten.
