Rat und Stadtbezirksräte
30.01.2019 - 6 Herstellung Barrierefreiheit im Bereich Schlege...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 6
- Datum:
- Mi., 30.01.2019
- Status:
- gemischt (Sitzung abgeschlossen)
- Uhrzeit:
- 19:00
- Anlass:
- Sitzung
Wortprotokoll
Auf Anregung von Herrn Bezirksbürgermeister Jordan wurde ein Tagesordnungspunkt „Herstellung Barrierefreiheit im Bereich Schlegelstraße/Herzogin-Elisabeth-Straße" aufgenommen.
Ausgangspunkt dafür war die Anfrage einer Bürgerin in der Einwohnerfragestunde der letzten Sitzung des Jahres 2018 am 14. November. Der Fachbereich Tiefbau und Verkehr hat der Anwohnerin zwischenzeitlich mitgeteilt, dass die Herstellung einer barrierefreien Verbindung von der Schlegelstraße zur Herzogin-Elisabeth-Straße grundsätzlich möglich ist. Dabei würde der Bau einer 30 m langen Rampe mit beidseitigem Handlauf auf zusätzlich zu errichtenden Stützmauern erforderlich. Die Eingangsbereiche zu dem Grundstück Schlegelstraße 5 und ein Müllcontainerplatz müssten bei Realisierung dieses Projekts verlegt werden. Die Gesamtkosten belaufen sich nach grober Schätzung auf ca. 55.000 Euro, jedoch geht der Fachbereich davon aus, dass sich die jetzige Situation nicht wesentlich verbessern würde. Die Zugänge zum Prinzenpark liegen in Höhe der Ebertallee bzw. Georg-Westermann-Allee. Eine Zugangserleichterung würde demnach nicht stattfinden. Alternativ dazu wäre der Bau einer nicht barrierefreien Treppenrampe möglich, über die man Fahrräder bzw. Kinderwagen schieben könnte. Die geschätzten Kosten dafür würden bei ca. 10.000 Euro liegen und könnten ggf. aus bezirklichen Mitteln finanziert werden.
Herr Jordan stellt zur Diskussion, ob und ggf. welche Lösung der Bezirksrat favorisieren würde. Herr Edelmann kann den nachvollziehbaren Bedarf für die große Lösung nicht erkennen. Frau Hannebohn sieht keinen Mehrwert, unabhängig davon, welche der Lösungen umgesetzt würde, da die Parkeingänge weit entfernt liegen. Einigkeit besteht im Bezirksrat darüber, dass es sinnvoll ist, möglichst viele Schwellen und Hindernisse im Stadtbezirk zu entfernen bzw. zu entschärfen. Realistische Aussichten dafür, über den Haushalt 2020 die „große Lösung" finanziert zu erhalten, werden jedoch nicht eingeräumt, zumal sich die positiven Auswirkungen nicht erschließen.
Der Bezirksrat bittet die Fachverwaltung daher, die „kleine Lösung" zu konkretisieren und auch daraufhin zu überarbeiten, dass es jetzt z. B. Kinderwagen mit drei Rädern (ein Rad vorne, zwei Räder hinten) gibt. Es soll keine aufwendige Kostenschätzung, sondern lediglich eine Skizzierung stattfinden, ob es hierfür bauliche Lösungen gäbe. Der grobe Vorschlag soll dann mit einer ebenso groben Kostenschätzung unterlegt werden.
