Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Auszug

19.09.2019 - 9 Präsentation zur neuen Erzeugungsstrategie von ...

Beschluss:
zur Kenntnis genommen
Reduzieren

Wortprotokoll

Herr Anfang von BS|Energy gibt anhand einer Präsentation einen kurzen Überblick zur neuen Erzeugungsstrategie des Konzerns.

Es sei eine Besonderheit in Deutschland, dass die Braunschweiger Innenstadt einen Fernwärmeanteil von 45 % erreiche. Zentrale Stelle sei das Heizkraftwerk Mitte mit u.a. dem derzeitigen Kohlekraftwerk.

 

Aktuell gebe es 4 Herausforderungen: den Kohleausstieg, die grüne Wärme, das Anlagenalter der Bestandsanlagen sowie die Förderung durch das KWKG.

Dafür seien zahlreiche Technologien und Primärenergieträger untersucht worden. Schließlich sei man zu der Entscheidung gekommen, sich auf die Nutzung von Gas und Holz zu konzentrieren.

So werde es neu ein Biomasseheizkraftwerk, ein Biomasselager und ein Gasturbinenheizkraftwerk geben. Teilweise werde auch auf Strom gesetzt.

 

Herr Anfang gibt anschließend einen Überblick zur Altholzverwertung und ihre Einstufungen und betont, es solle überwiegend Altholz der Klasse A II (kaum belastet) mit einer Jahresmenge von 180.000 t verwertet werden. Die Anlieferung des Altholzes komme aus einem Umkreis von maximal 200 km.

 

Mit der neuen Strategie werde der CO²- Wert der gesamten Stadt um 10% reduziert.

 

Zusätzlich sei der Bau eines Elektrodenkessels vorgesehen. Er werde genutzt, sofern sehr günstiger Strom auf dem Markt verfügbar sei.

 

Hinsichtlich Logistik und Verkehr werde zukünftig 72% des CO²-Verbrauchs vermieden, da die bisherige Kohle über 6.000 km entfernt aus Russland angeliefert werde.

 

Auch über die Fassadengestaltung habe man sich Gedanken gemacht, um keine negativen Auswirkungen auf das Stadtbild zu erzeugen.

 

Zusammenfassend gibt Herr Anfang einen bildlichen Überblick zu den kommenden Baumaßnahmen und betont, wegen der Fördermöglichkeit alle Baumaßnahmen bis 2022 umsetzen zu wollen und die neuen Anlagen in Betrieb nehmen zu wollen.

 

Auch ein enger Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern sei vorgesehen.

 

Anschließend beantwortet Herr Anfang Fragen aus den Reihen des Stadtbezirksrates.

 

Herr Manlik äußert den Wunsch, den hässlichen Zaun am Ringgleis zu beseitigen.

 

Herr Anfang antwortet, der Zaun sei auf Wunsch der Stadtverwaltung errichtet worden. Aufgrund der notwendigen Abgrenzung und dem gewünschten Sichtschutz könne er keine Hoffnung machen.

 

Herr Dr. Büchs kritisiert, Verbrennung von Holz der Gruppen III und IV sei kein grüner Strom. Hier würden Dioxine entstehen. Er fordert daher eine Umweltverträglichkeitsprüfung für das Vorhaben.

Außerdem hätte er gern gewusst, wieviel CO² in Deutschland durch die Anlieferung eingespart werde.

 

Die vorhandenen Schwerölanlagen würden laut Herrn Anfang abgeschafft werden.

 

Nachdem alle Fragen beantwortet wurden, bedankt sich Frau Bezirksbürgermeisterin Marten bei Herrn Anfang und seinen Kolleginnen für die Vorstellung des Projektes.

Reduzieren

 

Reduzieren

zur Kenntnis genommen

Erläuterungen und Hinweise