Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Auszug

01.10.2019 - 3.2 Arbeit der Beauftragten für Naturschutz und Lan...

Beschluss:
zur Kenntnis genommen
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Wortprotokoll

Herr Dr. Hoppe-Dominik berichtet zu seinem Lebenslauf. Er war 20 Jahre lang (bis 2010) im Umweltamt der Stadt Braunschweig im Einsatz. Sein Aufgabengebiet umfasste die Aufstellung von Konzepten und Entwicklung von Leitlinien zum Artenschutz, die Erarbeitung von Pflege- und Entwicklungskonzepten im Rahmen des angewandten Biotopschutzes, die Koordination und Umsetzung spezieller Artenschutzprogramme und Maßnahmen sowie Öffentlichkeitsarbeit zum Arten- und Biotopschutz. Er hat das Projekt „Natur erleben in Riddagshausen" ins Leben gerufen und bis zur Eröffnung begleitet. Herr Dr. Hoppe-Dominik führt weiter aus zu diversen ehrenamtlichen Engagements im Bereich des Umweltschutzes, z. B. Mitwirkung an der Sanierung Haus Entenfang, Förderkreis Umwelt- und Naturschutz Hondelage (FUN), Leitung der Umwelt-AG in der Grundschule Hondelage, Etablierung Geopunkt Hondelage, Mitwirkung an Öffentlichkeitsarbeit, Fachvorträgen und Projektentwicklung. Er ist Verbandsvorsteher im Wasserband Mittlere Oker.

Im Weiteren führt er zu seinen Aufgaben als Naturschutzbeauftragter aus. Er fungiert als Berater für die Untere Naturschutzbehörde und ist Ansprechpartner für Politik und Öffentlichkeit, wirkt im Arbeitskreis Biodiversität mit und pflegt vielfältige Kontakte, u. a. Zoologisches Institut, Institut für Bioökologie, UNESCO-Geopark, Naturhistorisches Museum, Landesforsten.

Herr Dr. Hoppe-Dominik hebt lobend die Kompetenz des Umweltbereiches bei der Stadt Braunschweig hervor. Braunschweig hat in Naturschutzbelangen viel zu bieten: Flora-Fauna-Habitate und EU-Vogelschutzgebiete, Naturschutzgebiet Riddagshausen, Kalksteinbruch Mascherode, Netzwerk von Kompensationsflächen. Dies gilt auch für den Artenschutz, z. B. bei Amphibien, Fledermäusen und Hamstern.

Er wünscht sich von der Politik, über folgende Ideen nachzudenken: 1. weniger Artensterben auf landwirtschaftlichen Flächen z. B. durch Verzicht auf mineralische Dünger und Pflanzenschutzmittelauf städtischen Flächen, 2. städtische Pflegeabteilung erweitern, um die Pflege wertvoller Biotope und Kompensationsmaßnahmen/-flächen von den Verbänden zu unterstützen, 3. Haushaltsmittel für Vertragsnaturschutz im Wald bereitstellen, 4. Haushaltsmittel für die Unterstützung extensiver ganzjähriger Beweidungsprojekte bereitstellen, 5. Braunschweiger Modell (Förderung von Hecken und Baumreihen in der Landschaft) neu beleben, 6. Ausweisung neuer Naturschutzgebiete unterstützen, 7. Vereine über Ökotopf finanziell mehr unterstützen. Er regt zudem an, einen Runden Tisch einzurichten, bestehend aus Naturschutzverbänden, Verwaltung und eventuell Politik.

Abschließend dankt er für die hervorragende Unterstützung des FUN, die in den letzten 30 Jahren vielfältige Maßnahmen ermöglicht hat. Ins Naturerlebniszentrum lädt er herzlich ein.

 

Herr Hermann berichtet zu seinem Werdegang. Er ist Sachbearbeiter von Naturschutz- und Landschaftspflegebelangen in der Flurbereinigung und Dorferneuerung im Amt für regionale Landesentwicklung Braunschweig. Er engagiert sich in der Arbeitsgruppe Natur und Landschaft in der Braunschweigischen Landschaft e. V. sowie in der Fachgruppe Natur- und Umweltschutz des Niedersächsischen Heimatbundes. Weiterhin ist er Vereinsmitglied im Bundesverband Naturschutz (Bonn), Bund für Umwelt und Naturschutz, Förderverein Naturschutzgebiet Riddagshausen, Förderkreis Umwelt- und Naturschutz Hondelage (FUN), Peiner Biologische Arbeitsgemeinschaft, Braunschweigischer Landesverein Geschichte - Heimat - Natur (Vorstandsmitglied).

Seinen Schwerpunkt als Naturschutzbeauftragter sieht er in der Förderung von Naturschutzmaßnahmen und bürgerschaftlichem Engagement im Südwesten Braunschweigs: Betreuung von Obstwiesen in Stiddien, Projekte zu Nisthilfen, Insektenhotel, Schleiereulenkästen, Ansiedlung von Laubfröschen u. a. am Fuhsekanal, strukturverbessernde Maßnahmen zugunsten von Lebensräumen wie z. B. Totholzablagerungen in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung, Fachvorträge.

Herr Hermann dankt der Verwaltung für die gute Zusammenarbeit. Die Stadt Braunschweig sieht er im Naturschutz auf einem guten Weg, was man z. B. an Renaturierungen sieht.

Zu Ideen bringt er in Ergänzung seines Vorredners vor: Pflegekonzept für Grünland, Biolandwirtschaft fördern, Randstreifen zur Förderung der biologischen Vielfalt auf verpachteten städtischen Flächen weiterverfolgen, besserer Baumschutz, mehr Dachbegrünungen.

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