Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Auszug

05.02.2020 - 4.1 Sockel Katzenstele

Beschluss:
zur Kenntnis genommen
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Wortprotokoll

Ausschussmitglieder Jalyschko, Schneider, Bley, Dr. Schröter und Dr. Goclik bezweifeln die Dringlichkeit für ein solches Podest. In einem urbanen Raum sei es nicht das erste, was störe, wenn irgendwo Fahrräder stehen. Es zeige vielmehr, dass dort der Bedarf an Fahrradständern das Angebot übersteige. Könne die Verwaltung in der Nähe zusätzliche Fahrradständer aufstellen, um diesen Mangel zu beseitigen. Ratsherr Dr. Büchs fragt, ob nicht zu befürchten sei, dass weiterhin die Poller an der Katzenstele zum Anschließen der Fahrräder genutzt werden.

Ausschussmitglieder Schneider, Dr. Schröter und Kühn verweisen auf die Verkehrssicherungspflicht der Verwaltung und geben zu bedenken, dass ein vier mal vier Meter großer und ein mit zwei Stufen je 17 Zentimeter umgebender Sockel in einer 1a-Lage der Fußgängerzone zu stark frequentierten Zeiten ein Hindernis für Fußgänger*innen und Lieferverkehr oder sogar eine Gefährdung darstellen könne.

Ratsherr Hinrichs schlägt eine runde Bank um die Stele vor, die der Aufenthaltsqualität zugutekomme. Diese Idee unterstützen mehrere Ausschussmitglieder. Ratsfrau Mundlos präzisiert, es solle eine hohe, seniorengerechte Bank sein.

Ratsfrau Jalyschko fragt, inwieweit der Sockel als Ort zum Verweilen konzipiert sei. Stehe zu befürchten, dass hier ein zum Lagern geeigneter Ort entsteht.

Frau Dr. Goclik regt eine Begrünung des Bereiches an, z. B. könne ein eingefasstes Beet zur Belebung beitragen. Für Ratsherrn Manlik wäre der Sockel in Ordnung.

 

Herr Hornung sieht Handlungsbedarf, weil herumstehende Fahrräder und Mülltonnen keine adäquate Umgebung für das Kunstwerk seien. Er verweist auch auf zuvor eingegangene kritische Hinweise des Arbeitsausschusses Innenstadt (AAI). Verschiedene Lösungen seien skizziert worden. Auch der Künstler Herr Prof. Neuenhausen habe die Notwendigkeit zu reagieren bestätigt und trage die vorgeschlagene Sockellösung mit. Er nehme wahr, dass es im Bereich Kattreppeln freie Fahrradständer gebe. Man erwarte, dass der Sockel eine Wertigkeit generiere, die vom Abstellen von Fahrrädern und Mülltonnen abhalte. Die Poller sollen zunächst bleiben, um den Sockel zu schützen. Es sei möglich, die Poller probeweise wegzunehmen, wenn sich der Sockel im Erschließungsverkehr etabliert habe.

Es handele sich bei dem Sockel um eine Barriere, die man durchaus wahrnehmen könne und die auch keine Ungewöhnlichkeit in Fußgängerbereichen sei. Die Verwaltung nehme an, dass der farbliche Kontrast aus dunkelgrauem Basaltpflaster und weißem Sockel ausreichend sei, um auch für Sehbehinderte eine ausreichende Verkehrssicherung zu generieren.

Herr Benscheidt sagt zu, unabhängig vom geplanten Sockel zusätzliche Fahrradständer im Umfeld aufzustellen. Die Kosten für den Sockel würden bei unter 5.000 Euro liegen.

Eine runde Holzbank passe hinsichtlich Form und Material gestalterisch nicht zur Stele, führt Herr Hornung weiter aus. Dass sich Bürger*innen am Sockel niederlassen, sei - wie z. B. auch bei diversen Brunnen im Stadtgebiet - möglich.

Stadtbaurat Leuer argumentiert weiter für die vorgeschlagene günstige und dezente Lösung, die das Kunstwerk in den Mittelpunkt stelle. Er kündigt an, das Aufstellen einer Bank sowie Fahrradständer im Umfeld unabhängig hiervon weiterzuverfolgen. Er bietet an, die Sockellösung zurückzustellen.

 

Ausschussvorsitzende Palm fasst zusammen, dass eine Mehrheit dafür plädiert, den geplanten Sockel zu überdenken. Dass über die Kanten gestolpert werden könne, sehe sie auch. Sie bittet die Verwaltung, weitere Varianten zu prüfen und in einer der nächsten Sitzungen des Planungs- und Umweltausschusses zu berichten, was umgesetzt werden soll.

Hierauf wird sich verständigt.

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Der Ausschuss nimmt die Mitteilung zur Kenntnis.

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Anlagen zur Vorlage

Erläuterungen und Hinweise