Rat und Stadtbezirksräte
05.02.2020 - 4.7 Sachstandsbericht zum ISEK-Projekt CoLiving Campus
Grunddaten
- TOP:
- Ö 4.7
- Zusätze:
- Verantwortlich: Dr. Hesse
- Gremium:
- Planungs- und Umweltausschuss
- Datum:
- Mi., 05.02.2020
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Mitteilung
- Federführend:
- 41 Fachbereich Kultur und Wissenschaft
- Beschluss:
- zur Kenntnis genommen
Wortprotokoll
Ratsherr Dr. Mühlnickel und Ratsfrau Jalyschko hätten sich gewünscht, dass seit dem studentischen Ideenwettbewerb (Johannes-Göderitz-Preis 2018, Mitteilung 18-09678) und dem Aufstellungsbeschluss (Beschlussvorlage 19-09999 im März 2019) Konkreteres zu berichten wäre.
Die Formulierung "Teile der Flächen und Gebäude des CLC werden dauerhaft temporär genutzt" wirft Fragen nach deren Bedeutung auf.
Stadtbaurat Leuer nimmt an, dass dies die Zielrichtung des Erhalts der Wagenburg unterstreiche.
Ratsherr Dr. Büchs hätte den Aspekt Nachhaltigkeit gern deutlicher ausformuliert gesehen. Er vermisst Bundesforschungsanstalten bei den Unterzeichnenden.
Ratsfrau Schneider fragt nach dem Planungsstand für das Wohnkonzept Tiny Houses.
Stadtbaurat Leuer führt aus, zu Tiny Houses habe er ein Gespräch geführt. Diese Wohnform sei weiterhin als Ergänzung (nicht als Konkurrenz) zur Wagenburg gut vorstellbar.
Seit der Beschlussvorlage 19-09999 gebe es im Planungsrecht keine wesentlichen neuen Erkenntnisse. Die Impulse aus den Gremien werden für weitergehende Planungen mitgenommen.
Protokollnotiz:
Seit dem Aufstellungsbeschluss im März 2019 haben sich die Aktivitäten bezüglich des CoLiving Campus vor allem auf Abstimmungsprozesse zwischen der Technischen Universität und der Stadt Braunschweig fokussiert. Außerdem erfolgte die Besetzung der Koordinierungsstelle zum 1. Quartal 2020.
Derzeit wird die finale Projektgovernance erarbeitet und der Beteiligungsprozess konzipiert. Über relevante Ergebnisse wird der Planungs- und Umweltausschuss informiert.
Die Formulierung „dauerhaft temporär“ bezieht sich auf folgende Aspekte:
1. Zukunftsfähige Bau- und Wohnformen mit flexiblen Grundrissen und Konstruktionen
2. Temporäre Projekte, z. B. von Bürgerinitiativen ausgelöst oder vorangetrieben, mit dem Ziel der Exploration der Notwendigkeit einer permanenten Lösung
3. Temporäre Nutzungen, z. B. Ausstellungen von Künstler*innen
4. Teile des CoLiving Campus sind bewusst als Experiment angelegt, sowohl dauerhaft als auch temporär z. B. zur Erforschung neuartiger Baumaterialien. Hier sind unter Umständen von Beginn an der Rückbau bzw. die Umnutzung mitzudenken.
Die Integration und Einbeziehung der Wagenburg ist ein elementares Ziel. Ein erster informeller Kontakt hat bereits im Sommer 2019 stattgefunden. Die im Rahmen des Termins geführten Gespräche haben gezeigt, dass dem Projekt CoLiving Campus abgesehen von der Sorge um mögliche negative Folgen für die Grünflächen im Grundsatz mit Neugier und Offenheit begegnet wird.
Das Konzept der Nachhaltigkeit bezieht sich vor allem auf gesellschaftliche und ökologische Nachhaltigkeit: in Form von Inklusion verschiedener Bevölkerungsgruppen und im Erhalt ökologisch wertvoller Naturräume.
Die Vision wurde von der TU Braunschweig und der Stadt Braunschweig unterzeichnet - in ihrer Funktion als Kooperationspartner und als Flächeneigner. Eine Einbindung weiterer Akteure ist ausdrücklich vorgesehen. Voraussetzung für die Einbindung der Bundesforschungsanstalten ist ein potentieller wissenschaftlicher Beitrag.
Anlagen zur Vorlage
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(wie Dokument)
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747,4 kB
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