Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Auszug

26.06.2020 - 10.4 Mündliche Anfragen

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Wortprotokoll

10.4.1. Aktuelle Situation zur Schließung von " Kaufhof Bohlweg" und Auswirkungen

 

rgermeisterin Ihbe stellt für die PD-Fraktion eine mündliche Anfrage bezüglich der Schließung des Kaufhauses Galeria Kaufhof am Bohlweg. Sie erfragt folgende Punkte:

-          aktuelle Situation der Beschäftigten, Perspektiven, Anschlussverträge o.ä.

-          Auswirkungen auf das Einkaufsverhalten nach Wegfall des Kaufhauses (Kaufhaus als Anziehungspunkt in die Einkaufsstadt

-          Leerstand der Immobilie, Nutzungspläne.

 

Wirtschaftsdezernent Leppa beantwortet die Anfrage. Nach seinen Informationen sind ca. 80 Mitarbeiter im Haus Galeria Kaufhof und 28 Mitarbeiter bei Karstadt Sports bedroht. Im Fall Galeria Kaufhof sollen zusätzlich Mitarbeiter in Spezialabteilungen und Selbstständige im Haus und somit insgesamt 105 Arbeitsplätze betroffen sein. Rund 200 Arbeitsplätze in den Karstadt-Filialen Schuhstraße und Gewandhaus gelten als gesichert. Wirtschaftsdezernent Leppa weist darauf hin, dass unklar ist, ob es sich bei den Angaben der Mitarbeiterzahl um Vollzeitäquivalente handelt (dementsprechend könnten noch mehr MA betroffen sein). Der Presse war zu entnehmen, dass Forderungen nach einem Auffangen der MA in einer Transfergesellschaft laut wurden. Der Verwaltung liegen aktuell keine Kenntnisse vor, wie weit hierzu die Gespräche gediehen sind, da es sich im Wesentlichen um betriebsinterne Abläufe handelt. Zudem wird auf die Unterstützungsangebote der Agentur für Arbeit hingewiesen. Zur Frage des Kaufhauses als Anziehungspunkt und der Auswirkungen auf das Verkaufsverhalten führt Wirtschaftsdezernent Leppa aus, dass die Schließung eines Warenhauses nicht zu einer Änderung des Einkaufverhaltens der Kundenhren muss. Eher sei das sich nach und nach ändernde Einkaufsverhalten der Kunden Ursache für Schließungen. Zudem können Produkte auch bei anderen Händlern erworben werden. Ein Augenmerk muss nun jedoch auf die umliegenden Einkaufsstraßen und das Magniviertel gelegt werden ggf. müssen Maßnahmen ergriffen werden, um einen zu starken Frequenzrückgang zu verhindern. Aktuell gibt es noch keine konkreten Pläne für eine Nachnutzung der Immobilie. Gespräche müssen in den nächsten Wochen und Monaten geführt und Maßnahmen zum weiteren Umgang mit der Immobilie entwickelt werden. Denkbar wären nach dem Auszug von Kaufhof auch temporäre Nutzungen/Zwischennutzungen, bis eine Gesamtlösung gefunden werden konnte. Dies kann jedoch erst nach dem Vorliegen belastbarer Informationen auch bei der Vermieterin eingeschätzt werden.

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Erläuterungen und Hinweise