Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Auszug

23.01.2020 - 3.4 Förderung der biologischen Vielfalt in der Stad...

Beschluss:
zur Kenntnis genommen
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Wortprotokoll

Ausschussvorsitzender Ratsherr Dr. Mühlnickel begrüßt Herrn Greil und Frau Dr. Dietzsch vom Julius-Kühn-Institut (JKI) und führt kurz in die Thematik ein.

 

Herr Knobloch geht zunächst auf die Mitteilung ein und stellt deren Inhalte anhand von Plänen vor.

 

Im weiteren Verlauf präsentiert Herr Greil die Untersuchungen des JKI. Dabei geht er insbesondere auf die Flächenauswahl, deren Eignung und die verschiedenen Versiegelungsgrade ein. Die über das Stadtgebiet verteilten Flächen bilden die Grundlage für die Analysen. Zum Abschluss der Präsentation gibt er einen Ausblick über das geplante weitere Vorgehen.

 

Erster Stadtrat Herr Geiger berichtet im Anschluss, dass das Projekt bundesweit für Aufmerksamkeit sorgt und die städtische Kooperation mit dem JKI für die Stadt Braunschweig einen sehr positiven Effekt hat.

 

Eine Nachfrage bzgl. eines Ortstermins im JKI beantwortet Herr Greil mit dem Vorschlag die ausgewählten Flächen im Stadtgebiet zu besichtigen und damit das Projekt zu veranschaulichen. Herr Loose regt für den Tag der letzten Grünflächenausschusssitzung vor der Sommerpause eine Exkursion an, um die mehrjährigen Pflanzenarten, deren Vielfalt und den Aufwuchs auf den Flächen zu besichtigen. Ratsfrau Mundlos bittet darum, ggf. die Exkursion mit dem Fahrrad oder einem Kleinbus zu ermöglichen.

 

Herr Knobloch und Herr Greil weisen darauf hin, dass die Samenmischung zielgerichtet um weitere Arten in enger Abstimmung mit Herrn Prof. Dr. Brandes von der TU Braunschweig ergänzt und für Wildbienen in der Region optimiert wurde. Ratsherr Wirtz bittet darum, den Ausschussmitgliedern das Kartenmaterial digital zur Verfügung zu stellen, welches die Verwaltung zusagt. Weitere Fragen zur Samenmischung und deren Anpassung an die Bedürfnisse gefährdeter Arten sowie zu Vorkommen von Hummeln auf versiegelten Flächen werden beantwortet. Herr Greil und Frau Dr. Dietzsch führen u.a. aus, dass von der optimierten Samenmischung ca. 230 Bienenarten profitieren und Staudenmischpflanzungen für spezielle Bienenarten optimiert werden. Der Nachweis von Vorkommen von Hummeln an unterschiedlichen Orten hängt auch von der Größe der Hummelvölker ab. Weiterhin sind Bruststätten artspezifisch sehr unterschiedlich, da viele Arten im Erdboden leben, wobei Blühstreifen als Nahrungsgrundlage dienen. Zusätzlich gibt es am JKI weitere Projekte, auch bzgl. Nisthilfen, und es werden gezielte Beratungen z. B. für örtliche Gruppen durchgeführt.

Frau Räder begrüßt das Projekt sehr und fragt, ob eine Fläche am Südende der Wohnbebauung Schuntersiedlung, Simonstraße, mit einbezogen werden kann. Die Verwaltung sagt eine Prüfung zu.

 

Protokollnotiz: Ratsfrau Palm erscheint zur Ausschusssitzung

 

Ratsherr Dr. Büchs erkundigt sich inwieweit andere Artenvorkommen (Beifang) erfasst werden. Herr Greil berichtet, dass diese Daten, sofern vorhanden, an die entsprechenden Stellen weitergegeben werden. Ratsfrau Mundlos bittet um eine rege Öffentlichkeitsarbeit und äußert den Wunsch, die Wildblumenmischung zum Kauf anzubieten. Herr Greil berichtet von der intensiven Öffentlichkeitsarbeit und dem Versuch Sponsoren zu gewinnen. Aus Sicht von Herrn Greil werden auch Nistmöglichkeiten ausreichend geschützt, so dass es keiner Flächeneinzäunung bedarf. Herr Loose berichtet über die Planung statt einer Einzäunung Projektinfotafeln aufzustellen. Herr Greil und Frau Dr. Dietzsch berichten abschließend, dass auch Insektenarten in hoher Anzahl von den Blühstreifen profitieren und die Biodiversität insgesamt gefördert wird. Ausschussvorsitzender Ratsherr Dr. Mühlnickel bittet darum, auch die Präsentation im Nachgang zur Verfügung zu stellen.

 

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Die Mitteilung wird vom Ausschuss zur Kenntnis genommen.

 

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