Rat und Stadtbezirksräte
04.03.2020 - 2 Kreuz-Süd; Information der Niedersächsischen La...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 2
- Datum:
- Mi., 04.03.2020
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 19:00
- Anlass:
- Sitzung
- Beschluss:
- zur Kenntnis genommen
Wortprotokoll
Herr Lange von der NLStBV trägt die Planungen zu den Bauarbeiten am Autobahnkreuz Süd anhand der als Anlage beigefügten Power-Point-Präsentation vor. Er erläutert, dass im Vorfeld der eigentlichen Bauarbeiten die SE|BS bereits ab der 11. Kalenderwoche 2020 für die Brückenverlegungen erforderliche Kanalbauarbeiten durchführen wird. Im Zuge dieser Arbeiten wird bereits im März 2020 die Strecke von Wolfsburg kommend in Richtung Wolfenbüttel gesperrt werden.
Im September 2020 werden diese Arbeiten abgeschlossen sein und sich die eigentlichen Bauarbeiten an den Bauwerken BS1 und BS2 im Autobahnkreuz Braunschweig-Süd direkt anschließen. Diese sollen bis April 2024 andauern.
Herr Lange hebt hervor, dass der Führung des Verkehrs während der Bauzeit eine
besondere Rolle zukomme. Das Ziel sei:
• möglichst geringe Einschränkungen auf der A39
• möglichst geringe Einschränkungen auf der B4/A36
• weitestgehend Aufrechterhaltung von Verbindungen
• Aufrechterhaltung des Stadtbahnverkehrs
• Berücksichtigung zu erwartender Unfallgefahren
• Betrachtung der Leistungsfähigkeit
• Berücksichtigung der Befindlichkeiten verschiedener Beteiligter (Anwohner, Kfz- und Stadtbahnverkehr, Interessen der Stadt und z.B. von Rettungsdiensten)
Aus diesem Grunde habe man sich entschlossen, den Verkehr über Behelfsbrücken zu führen. Dennoch wird es dauerhafte Sperrungen von drei Rampen geben:
- Nordwest-Ohr (WOB – WF)
- Südwest-Ohr (BS-Innenstadt – WOB)
- Südost-Ohr (SZ – BS-Innenstadt)
Das Nordost-Ohr (WF – SZ) sowie alle vier Tangentialrampen bleiben offen, der Stadtbahnverkehr wird eingleisig geführt.
In den Osterferien 2021 sollen die Arbeiten zur Errichtung der Behelfsbrücken im 24h-Betrieb erfolgen, es wird jedoch voraussichtlich zu kurzzeitigen Vollsperrungen auf der B4/A36 kommen. Ab April/Mai 2021 wird der Abriss der Bestandsbrücken und der Brückenneubau beginnen. In dem Zuge werden Vollsperrungen der A39 an zwei Wochenenden und einigen Nächten notwendig sein. Im Oktober 2023 sollen die Brückenneubauten fertiggestellt sein und der Verkehr von den Behelfsbrücken auf sie umgelegt werden. Danach beginnt der Rückbau der Behelfsbrücken. Das Bauende ist für April 2024 geplant.
Zum Baufortschritt und möglichen Verkehrsbehinderungen wird auf folgenden Internetseiten regelmäßig informiert werden:
- www.strassenbau.niedersachsen.de
- www.kreuz-bs-sued.de
Herr Lange räumt ein, dass es zu Verkehrsbehinderungen im Stadtbezirk kommen wird. Die Karten dazu, die die mit einem Computerprogramm simulierten Ausweichverkehre darstellen, sind im Anhang einzusehen. Allerdings sei auch klar, dass der Verkehr sich seine Wege selbst suche und auch manchmal ganz anders, als die Modellrechnungen voraussagen. Wie sich die Situation tatsächlich entwickelt, werde man erst im Vollzug sehen.
Im Anschluss an den Vortrag stellen die Stadtbezirksratsmitglieder Fragen.
Frau Bezirksbürgermeisterin Jaschinski-Gaus spricht die Umleitung der Ausweichverkehre über den Sachsendamm an. Es war dort eine Lichtsignalanlage geplant, die jedoch noch immer nicht gebaut sei. Herr Saggel vom Fachbereich Tiefbau und Verkehr teilt dazu mit, dass der Bau dieser Anlage gerade in der Ausschreibung sei und sie noch in diesem Jahr erstellt werden soll. Das Verfahren habe sich verzögert, da nach einer komplexen dauerhaften Signalisierung gesucht worden sei, die jetzt realisiert wird. Auf Nachfrage von Herrn Fricke stellt Herr Saggel klar, dass diese Lichtsignalanlage dauerhaft auch über die Umbauphase hinaus errichtet wird.
Herr Ruczkowski fragt in diesem Zusammenhang nach einer Vorrangschaltung für die Feuerwache Süd. Laut Herrn Saggel sei die berücksichtigt.
Herr Nordheim bittet um Überprüfung, ob eine Sperrung der Verbindung Wolfsburg nach Wolfenbüttel bereits für den Leitungsbau der SE|BS unumgänglich sei, da das die Belastung des Sachsendamms mit Ausweichverkehren verlängern würde. Ferner spricht er die Wasserfläche in dem einen Ohr der Autobahn an. Dazu erwidert Herr Lange, dass es sich um ein normales Regenrückhaltebecken handle, das nur jetzt nach den normalen Unterhaltungsarbeiten wieder sichtbar geworden sei. Herr Nordheim fragt dann weiter nach der Sperrung der Leipziger Straße. Nach Auskunft von Herrn Lange würde hier sofort im September 2020 zum Beginn der Baumaßnahmen des Bundes gesperrt.
Frau Bezirksbürgermeisterin Jaschinski-Gaus spricht die Zugänglichkeit der Gewerbetreibenden an. Laut Herrn Lange sei die während der Bauarbeiten immer gewährleistet.
Frau von Kalm fragt nach, ob auch an das erhöhte Verkehrsaufkommen in Rüningen gedacht worden sei, insbesondere wegen des Bahnüberganges. Herr Lange erwidert, dass diese Beeinträchtigungen in die Modellrechnungen mit aufgenommen worden seien.
Frau Naber erkundigt sich nach dem ÖPNV. Da die Stadtbahn während der Bauphase einspurig geführt werden soll, könne der 15–Minuten-Takt ja wahrscheinlich nicht aufrechterhalten bleiben. Herr Peuke erwidert, dass das durchaus das Ziel sei, nähere Informationen dazu aber von der BSVG zu erfragen seien.
Herr Schrader erkundigt sich, in wieweit Land und Kommune im Gespräch seien wegen des Baus des Kreisels im Mascheroder Weg, Höhe Kaufland. Herr Peuke erwidert, dass er davon ausgehe, dass der Kreisel in diesem Jahr gebaut werde. Der Fachbereichsleiter des Fachbereichs Tiefbau und Verkehr sehe hier keine Konflikte mit der Baumaßnahme am Kreuz Süd. Ferner spricht Herr Schrader an, dass sich die dringende Sanierung der Salzdahlumer Straße wieder sehr verzögern würde, da sie nun mit Ausweichverkehren extrem frequentiert würde. Er gibt auch zu bedenken, dass bereits jetzt auf dem Rüninger Weg sehr viel Verkehr herrsche.
Auf Frau Plinkes Frage nach dem Radverkehr, teilt Herr Lange mit, dass er hier keine Beeinträchtigungen erwartet.
Herr Bürgermeister Dr. Blöcker fragt an, ob die Lärmschutzanlagen an der A 36 Richtung Innenstadt erhalten bleiben und ggf. sogar erweitert würden, da sie Lücken aufweisen. Herr Peuke erwidert, dass die Lärmschutzanlagen so gebaut worden seien, wie sie geplant wurden, und dass daran keine Änderungen vorgesehen seien. Die Bäume auf den Böschungen würden gefällt, waren jedoch auch bei der Planung nicht vorgesehen, sondern hatten sich selbst ausgesamt. Es wird im Anschluss jedoch eine für eine Autobahn angemessene Begrünung geben. Die auch noch von Herrn Dr. Blöcker angesprochene Schulwegsicherheit wird durch die neue Lichtsignalanlage gewährleistet werden.
Frau Jacobs bittet um eine Lärmprüfung. Herr Peuke erläutert das Verfahren nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz und erklärt, dass es keine Lärmmessungen gebe, sondern nur Berechnungen. Auf Nachfrage von Frau Bezirksbürgermeisterin Jaschinski-Gaus erklärt Herr Peuke, dass auch während der Bauarbeiten selbst keine Lärmmessungen erfolgen werden.
Herr Schrader erkundigt sich noch nach den Arbeitszeiten. Die Arbeiten sollen in der Regel von montags bis samstags in der Zeit zwischen 6.00 Uhr und 22.00 Uhr stattfinden. In Ausnahmefällen wird es Nachtarbeit geben.
Herr Bezirksbürgermeister Flake beendet die Sondersitzung des Stadtbezirksrats 132 Viewegsgarten-Bebelhof verlässt mit diesem die Sitzung um 20.10 Uhr.
Frau Bezirksbürgermeisterin Jaschinski-Gaus begrüßt nochmals die Anwesenden und stellt die Rechtmäßigkeit der Ladung und die Beschlussfähigkeit fest.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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(wie Dokument)
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9,4 MB
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