Rat und Stadtbezirksräte
17.06.2020 - 3.1 Bezirksbürgermeister/in
Grunddaten
- TOP:
- Ö 3.1
- Datum:
- Mi., 17.06.2020
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 19:00
- Anlass:
- Sitzung
- Beschluss:
- zur Kenntnis genommen
Wortprotokoll
Die Bezirksbürgermeisterin Frau Jaschinski-Gaus thematisiert den Sachstand des Projekts „Mauersegmente“ der IGS Heidberg und lässt dazu Herrn Schrimpf (derzeitiger schulischer Koordinator des Projektes) und Frau Dr. Boldt-Stülzebach (zuständige Abteilungsleiterin des Fachbereichs Kultur und Wissenschaft) zu Wort kommen.
Herr Schrimpf trägt vor, dass sich der Gründungsjahrgang der Schule mit den drei Segmenten im Rahmen eines Projektes beschäftigt und einen Text entworfen habe, der als Informationstafel auf einem Stein montiert die Segmente erläutern soll.
Die Segmente und ihre Geschichte sollen in einem lebendigen Prozess alle Jahrgänge der Schule begleiten zumal sich Anknüpfungspunkte in den Lehrplänen der verschiedenen Jahrgänge ergeben.
Die Schule stellt sich vor, dass die Einweihung der Texttafel mit einem kleinen Fest mit Musik und Catering von der Schule am 03. Oktober 2020 erfolgen soll. Bei diesem Event sollen auch Schüler zu Wort kommen und der besondere persönliche Bezug zwischen Schule und dem Spender der Segmente veranschaulicht werden.
Um den Prozess weiter zu bringen hat Herr Schrimpf sich einen Kostenvoranschlag eines lokalen Steinmetzes eingeholt, der bei 500,00 € liegt und einen Zeitumfang von Beauftragung bis Aufstellung von vier Wochen veranschlagt.
Allerdings benötigt die Schule Unterstützung bei einigen noch offenen Fragen wie z. B. ob für den Stein eine Ausschreibung erfolgen muss, ob der Stadtbezirksrat sich beim Aussuchen des Steins beteiligen will, ob es die Möglichkeit gibt einen QR-Code zu installieren; die digitalen Möglichkeiten wären in der Schule vorhanden.
Frau Jaschinski-Gaus weist darauf hin, dass der vorliegende Text noch eines Feinschliffs bedürfe. Es wird angedacht, dass Mitglieder des Stadtbezirksrates und einige am Projekt beteiligte Schüler sich dazu in der Schule treffen sollten, sobald die Corona-Vorschriften ein solches Treffen zulassen.
Frau Boldt-Stülzebach erläutert gleich zu Beginn, dass es sich bei den fraglichen Segmenten um Teile der Grenzsperranlagen aus dem Harz handele und nicht um Mauersegmente. Der Begriff bezieht sich zwingend auf die Mauer in Berlin.
Folgende Fragen zu den Segmenten sollte der Text ihrer Ansicht nach beantworten:
- Was ist das?
- Wo kommt das her?
- Wer hat das hergebracht?
- Warum ist das bunt?
Alle weiteren Informationen könnten über einen QR-Code abgefragt werden, der durchaus auch auf die städtische Internetseite zur Erinnerungskultur leiten könnte.
Der ausgesuchte Stein muss fundamentiert werden, wofür es Genehmigungen braucht und eine Klärung, wer künftig die Verkehrssicherungspflicht übernimmt. Bei all diesen Fragen wäre der Fachbereich Kultur und Wissenschaft zu Hilfestellungen und auch einer finanziellen Kooperation bereit. Fördergelder können allerdings nicht mehr gewährt werden, weil die Beantragungsfristen verstrichen sind.
Herr Schrimpf wird sich mit Frau Dr. Boldt-Stülzebach und Frau Jaschinski-Gaus für das weitere Vorgehen in Verbindung setzen.
Wegen der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie hat Frau Jaschinski-Gaus keine weiteren Mitteilungen zu machen.
