Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Auszug

14.10.2020 - 7.1 Mündliche Anfragen

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Wortprotokoll

Stadtrat Herlitschke beantwortet verschiedene Fragen von Ratsherr Kühn zur Lüftung von Klassenräumen. Ratsherr Köster bittet, die Antwort der Verwaltung zum Protokoll zu nehmen.

Protokollnotiz:

1. In welchen Braunschweiger Schulen (Trägerschaft Stadt Braunschweig) können die Fester nicht geöffnet werden, um der Lüftungsempfehlung des Kultusministers zu entsprechen?

Der Verwaltung sind nachstehende Schulen bekannt, in denen es in der Vergangenheit Probleme mit dem Öffnen der Fenster gegeben hat:

 

a. Realschule Maschstraße

b. Gaußschule (Gymnasium)

c. Martino Katharineum (MK), (Gymnasium)

d. MK-Aussenstelle, (Gymnasium)

e. Wilhelm-Gymnasium und die

f. Grundschule Gliesmarode.

 

Die Verwaltung reagiert grundsätzlich auf Meldungen der Schulen.

 

2. Welche Alternativen werden eingesetzt, wenn die Lüftungsempfehlung nicht umgesetzt werden kann?

In den oben genannten Schulen haben wir die Fenster ausgetauscht oder soweit ertüchtigt, dass eine Stoßftung möglich ist und somit die Empfehlung umgesetzt werden kann.

Auch im Fall der Realschule Maschstraße, bei der ein Fenster im Büro des Schulsozialarbeiters nicht geöffnet werden konnte, haben wir entgegen anfänglich anderslautender Meldungen nun eine pragmatische Lösung gefunden. Diese befindet sich zurzeit in der Umsetzung.

 

3. Werden bei Neubauten und Sanierungen von Schulen allgemein die Anforderungen des Umweltbundesamtes an die Luftqualität bei den Lüftungskonzepten berücksichtigt?

Bei Neubauten und Sanierungen werden die einschlägigen Vorgaben aus DIN-Normen und Richtlinien (z. B. VDI-Richtlinie 6022) eingearbeitet und bereits in der Planungsphase berücksichtigt.

Darüber hinaus orientieren wir uns an dem „Leitfaden für Innenraumhygiene in Schulgebäuden", herausgegeben vom UBM bereits im Jahre 2008. Dieser Leitfaden hat in seinen Empfehlungen trotz seines Alters noch immer Relevanz.

Natürlich fließen aktuelle Empfehlungen des UBM, wie zuletzt im August 2020 (Stellungnahme der Kommission Innenraumlufthygiene am Umweltbundesamt, 12 August 2020), in unsere laufenden Planungen mit ein. Besprechungsrunden zwischen den Abteilungen Neubau und Bestandsbetreuung sichern hier den Austausch und die Aktualität.

Abgerundet wird unser Wissen durch den Fachaustausch mit Experten, wie zuletzt am 29.09.2020 mit Frau Prof. Brinkmann (Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung) und Herr Prof. Salthammer (Fraunhofer Gesellschaft), beide im Bereich der Virologie angesehen.

 

Protokollnotiz: Ratsherr Sommerfeld nimmt ab 15:07 Uhr an der Sitzung teil.

 

Ratsfrau Keller bittet um Auskunft, in welcher Anzahl die CO2 Messgeräte in den Klassenräumen aufgestellt werden und wann mit der Aufstellung begonnen wird. Stadtrat Herlitschke sagt eine Beantwortung als Protokollnotiz zu.

Protokollnotiz: Es wurden 165 Geräte bestellt. Ein Gerät je Klassenraum ist grds. ausreichend. Die Bestellung erfolgte in unterschiedlichen Losen, da einzelne Hersteller die Stückzahl nicht bedienen konnten. Zudem soll so auch das Risiko der Abhängigkeit von einem Hersteller vermieden werden. Alle Liefertermine sind r den 30. November oder früher vorgesehen.

 

Auf Nachfrage von Ratsherr Rosenbaum bestätigt Stadtrat Herlitschke die Festsetzung einzelner Fenster aus Sicherheitsgründen. Er hat jedoch keine Kenntnis darüber erlangt, dass in Klassenräumen keine Fenster geöffnet werden konnten, sodass keine Lüftungsmöglichkeit besteht. Der bestehende Sanierungsstau in Schulen wird sukzessive abgearbeitet. Dazu wurde der Ansatz des FB 65 von ehemals 15 Mio. Euro auf kontinuierlich 60 Mio. Euro gesteigert.

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