Rat und Stadtbezirksräte
27.10.2020 - 3 Weiteres Verfahren zur Umgestaltung des Hagenma...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 3
- Zusätze:
- Verantwortlich: Leuer
- Datum:
- Di., 27.10.2020
- Status:
- gemischt (Sitzung abgeschlossen)
- Uhrzeit:
- 19:00
- Anlass:
- Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 0610 Stadtbild und Denkmalpflege
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Frau Hartmann nimmt ab 19:20 Uhr an der Sitzung teil.
Herr Walz hat den Sitzungsraum zwischen 19:20 und 19:25 Uhr verlassen.
Anhand einer Powerpoint-Präsentation stellt Herr Hornung die Vorlage und die beigefügten Anlagen summarisch vor. Er geht dabei besonders auf die Ergebnisse der Werkstattarbeit ein. Zudem wird die beabsichtigte Begrünung des Platzes visualisiert. Insgesamt sind 26 Bäume vorgesehen, davon sollen 15 umpflanzt werden. Drei Bäume bleiben erhalten. Herr Hornung geht auch darauf ein, dass der Hagenmarkt nach seiner Umgestaltung eine weitere innerstädtische Fläche für Veranstaltungen sein wird.
Nach dem Vortrag der Verwaltung findet zwischen 19:55 und 20:00 Uhr eine Lüftungspause statt. Die Sitzung wird zu diesem Zweck unterbrochen.
Nach Wiedereintritt in die Tagesordnung beziehen mehrere Mitglieder des Stadtbezirksrates Stellung zu der vorgestellten Planung.
Herr Walz spricht sich in einem längeren Redebeitrag gegen die Umgestaltung des Platzes aus und weist auf die Kosten hin, die mit diesem Projekt verbunden sind. Seiner Auffassung nach sollte der Platz in seiner grundsätzlichen Struktur erhalten bleiben, da er seiner Auffassung nach ein einmaliges Ensemble darstellt. Die Bezirksbürgermeisterin weist Herrn Walz zwei Mal auf die Begrenzung der Redezeit laut Geschäftsordnung hin und stellt anheim, seinen mündlichen Beitrag zum Abschluss zu bringen.
Auf Anfrage von Herrn Brakel führt Herr Hornung aus, dass eine Abschirmung des Brunnens durch Buschwerk lärmtechnisch nicht praktikabel sei, da nur Wände Lärm reflektieren. Eine solche Wand würde, unabhängig vom gewählten Material, eine abschottende Wirkung haben und sei gestalterisch undenkbar.
Herr Beyrich bedankt sich bei allen Beteiligten für die Konzeption. Die von ihm erfragte Lichtplanung sei in diesem Stadium noch nicht beauftragt, aber durchaus wünschenswert. Mit der Entwurfsplanung wird nach dem Beschluss über die jetztige Vorlage begonnen. Ein Strom- und Wasseranschluss ist vorgesehen. Eine Grünanlagenbewässerung ist jedoch nicht geplant.
Anschließend erörtert Herr Pottgießer die Änderungen in der Verkehrsplanung.
Herr Böttcher bezeichnet den Beteiligungsprozess als vorbildhaft und bittet darum, klimaresistente Bäume zu pflanzen. Möglicherweise könnten auch einige Bäume mehr eingeplant werden, insgesamt sollte über größere Baumscheiben nachgedacht werden.
Auf Nachfrage von Herrn Heikebrügge teilt Herr Pottgießer mit, dass keine HOAI-Vergabe (Honorarordnung für Architekten und Ingenieure) vorgesehen ist. Die beabsichtigte Einziehung steht nach Auskunft der Herren Pottgießer und Hornung nicht im Widerspruch zum Fußgänger- bzw. Radverkehr.
Herr Möller vertritt die Auffassung, dass mit der Neuplanung Probleme geschaffen würden, die bislang nicht da sind. Seiner Auffassung nach sollte der Hagenmarkt als Verkehrsknotenpunkt erhalten bleiben, die vorgestellte Konzeption würde ein Nadelöhr erzeugen. Die entfallenden Einstellplätze stellen seiner Ansicht nach ein zusätzliches Problem dar. Auch mikroklimatisch bietet das Konzept keine optimale Lösung. Die absehbare Versiegelung des Platzes stünde im Gegensatz zu den an anderen Stellen mit hohem finanziellen Aufwand verbundenen Pocket-Parks. Außerdem sollte die gesamte Planung zurückgestellt und erst dann wieder neu aufgegriffen werden, wenn die finanzielle Situation der Stadt besser sei. Auf die Erwiderung von Herrn Hornung, dass dieses Statement enttäuschend sei und einen Affront gegen alle am Prozess Beteiligten darstellt, entgegnet Herr Möller, dass das Ergebnis von Beteiligungsprozessen nicht zwangsläufig gut sein müsse.
Herr Stühmeier äußert sich kritisch zur beabsichtigten Spurreduzierung. Dies sei ein falsches Signal für die Positionierung von Braunschweig als Einkaufsstadt. Der Hagenmarkt soll seiner Auffassung nach zudem mit wesentlich mehr Grün versehen werden, das Vorhaben, hier eine wassergebundene Decke zu etablieren, lässt keine Aufenthaltsqualität erwarten. Fraglich bleibt für ihn, welche Veranstaltungen auf dem Hagenmarkt stattfinden sollen.
Eine zweite Lüftungspause wird von den Anwesenden als entbehrlich angesehen.
Im Anschluss beantragt Frau Reinert den Abschluss der Rednerliste, da alle Argumente ausführlich und teilweise mehrfach vorgetragen worden seien. Dieser Antrag wird angenommmen.
Herr Möller beantragt eine getrennte Abstimmung zu den Beschlusspunkten 1 und 2. Diesem Antrag wird einstimmig gefolgt.
Beschluss:
1. Die dargestellte Vorzugslösung (Anlage 2) wird zur planerischen Grundlage für die weitere Entwurfs- und Ausführungsplanung.
2. Das unmittelbare Brunnenumfeld (Anlagen 3 und 4) soll auch zukünftig als unversiegelte Platz- und Aufenthaltsfläche genutzt werden und daher aus der im Bebauungsplan IN 28 festgesetzten Nutzung Verkehrsfläche eingezogen werden.
Anlagen zur Vorlage
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
|---|---|---|---|---|---|
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1
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(wie Dokument)
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5,4 MB
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2
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(wie Dokument)
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7,7 MB
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3
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(wie Dokument)
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263,9 kB
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4
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(wie Dokument)
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265 kB
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