Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Auszug

21.01.2021 - 3 Aktueller Sachstand zur Corona-Pandemie

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Wortprotokoll

Frau Dr. Arbogast berichtet deutschlandweit würden die zahlen nach unten gehen, aber für Braunschweig sei dieser Trend nicht absehbar. Gestern habe es eine Inzidenz von 80 gegeben. Die Todeszahlen seien weiter hoch und die Infektionen würden weiterhin in Alten- und Pflegeeinrichtungen stattfinden, trotz akribischer Hygienemaßnahmen in den Einrichtungen. Anders als im Frühjahr seien die Heime ausreichend mit Schutzmaterial, mit Masken, Kitteln und Handschuhen ausgerüstet. Schnelltests kämen flächendeckend zum Einsatz, sowie verschärfte  Besuchsregeln. Dass es trotzdem zu Infektionen komme, zeigt, dass das Virus in der Fläche derart verbreitet sie, dass es nicht möglich sei, nur die Heime zu schützen. Aufgrund der Erfahrung, könne bei Ausbruchsgeschehen schneller reagiert werden. Die Belastung in den Einrichtungen sei hoch, aber es müsse durchgehalten werden bis die Impfungen durchgeführt worden sind. Auch wenn viele der Pandemie müde seien, sei es wichtig, nun Anstrengungen weiterzuführen.

Zu Beginn der Pandemie im Frühkahr wurde mitgeteilt, dass es einanderhalb Jahre bis zur Impfung dauern würde. Dieser Impfstoff sei jetzt bereits da und nun brauche es noch etwas Zeit die Impfungen umzusetzen.

Zusätzlich kämen Virusmutationen hinzu, die ansteckender seien. Weiterhin gelten die Schutzmaßnahmen und daher sei der Appell weiterhin durchzuhalten und die Schutzmaßnahmen einzuhalten.

 

Die Vorsitzende Frau Schütze teilt mit, dass in Niedersachsen acht Kinder intensivmedizinisch behandelt werden würden und zwei beatmet werden müssten. Sie stellt damit fest, dass Corona jeden treffen könne und jeder auch schwere Krankheitsverläufe haben könne.

Es gebe mitllerweile Kommunen, in denen beriets alle Bewohner von Alten- und Pflegeheimen geimpft worden seien, aber hier in Braunschweig sei dies noch nicht der Fall. Dies liege an der Anzahl der Bewohner in Alten- und Pflegeheimen. In Braunschweig würde es mehr Bewohner geben als in anderen Kommunen. Da die Impfstoffe zu wenig vorhanden seien würde auf die Kommunen nach Anzahl der Einwohner*innen verteilt werden. Diese Verteilung werde im Landtag diskutiert. Bei der Diskussion über die Impfstrategie müsse bedacht werden, dass man froh sein könne, bereits jetzt einen Impfstoff zu haben.

 

Ratsfrau Mundlos fragt nach, ob Einzelne, die über 80 Jahre alt sind und nicht im Alten- oder Pflegeheim wohnen und nicht so mobil sind, dass sie zum Impfzentrum kommen können, auch durch mobile Teams für die Impfung aufgesucht werden. Weiterhin fragt Sie nach, da Sie von einem Fall gehört habe, wo sich jemand bei dem Bettnachbarn im Krankenhaus angesteckt habe, wie die Hygienemaßnahmen im Krankenhaus umgesetzt würden.

 

Ratsherr Schrader fragt nach, wie die Freiwilligen des Impfzentrums derzeit motiviert würden dabei zu bleiben, solange das Impfzentrum noch nicht vollständig betrieben werden könne aufgrund fehlenden Impfstoffs. Er fragt nach wie die über 80-jährigen über einen Impftermin benachrichtigt werden würden. Weiterhin gibt Ratsherr Schrader zu bedenken, ob ein Impfzentrum bei der Bewohneranzahl der Stadt Braunschweig ausreichend sei.

 

Frau Dr. Arbogas antwortet, dass auch die Personen über 80, die nicht in Alten- und Pflegeheimen untergebracht seien, geipmft würden. Die vorgenommene Priorisierung sei sehr sinnvoll, da die Gefahr einer Infektion im Alten- und Pflegeheim ungleich größer sei, als bei über 80-jährigen, die in ihrer eigenen Wohnung leben würden. In Braunschweig gebe es ca. zwischen fünf bis siebentausend über 80-jährige, die zu Hause und nicht mobil seien. Diejenigen, die nicht kommen können, könnten einen Transportschein erhalten. Für die Impfung der über 80-jährigen zu Hause sei es wichtig einen Impfstoff zu haben, der nicht so schwierig in der Handhabung sei wie der von Biontech und Pfizer. Dieser müsse sehr kühl gelagert werden und vor Ort angemischt, wobei danach ein weiterer Transport nicht mehr möglich sei. Mit einem anderen Impfstoff könne auch über die hausäztliche Versorgung zu Hause geimpft werden.

Ein Impfzentrum sei auch deshalb ausreichend, weil, sobald der Punkt erreicht würde, dass mehr Impfstoff zur Verfügung stünde, auch in der Fläche durch die stationären Ärzte geimpft werden könne. Für die Terminvergabe würde derzeit nur angeschrieben werden für einen Termin, wenn genügend Impfstoff da sei.

Freiwillige würden derzeit auch dafür eingesetzt in Alten- und Pflegeheimen Schnelltests durchzuführen. Aber Freiwillige müssten auch koordiniert und qualifiziert werden. Durch die Initiative "Du für Braunschweig" seien erfreulicherweise mehr Helfer als Aufgaben da.

Bezüglich der Ansteckung im Krankenhaus teilt Frau Dr. Arbogast mit, dass es strenge Hygienekonzepte gebe und die Standards auf Stationen mit Corona-Patienten noch höher seien. Aber immer da wo viele Menschen seien, entstünden Nachlässigkeiten und solchen Einrichtungen sei das Infektionsrisiko größer. Von den positiv Getesteten seien viele aus dem medizinischen Bereich.

 

Die Vorsitzende Frau Schütze ergänzt, dass man wo ein höheres Risiko bestünde jeden Tag Test durchgeführt werden müssten. Dies sei nicht möglich. In der Impfprorisierung habe die ständige Impfkommission diese bundesweit festgelegt. Die Diskussion über Priorisierung würde die Impfungen ausbremsen, daher solle den Empfehlungen der impfkommission gefolgt werden.

Um sich im Impfzentrum zu melden, müsse man nicht angeschrieben werden. Es gebe Wege über das Internet und telefonisch einen Termin zu erhalten, wenn ausreichend Impfstoff vorhanden sei. Die Impfungen in Niedersachsen würden deswegen länger dauern als in anderen Bundesländern, weil der Impfstoff für die zweite Impfung zurückgehalten werde. Dadurch könne jeder, der bereits das erste Mal geimpft wurde sicher sein, auch die zweite Impfung zu erhalten und auch den vollen Impfschutz zu entfalten.

 

Herr Gedrowitz ergänzt, dass die über 80-jährigen per Brief informiert würden, man könne sich aber auch per Internet oder telefonisch erkundigen. Es gebe weiterhin die Möglichkeit sich von Ärzten eine Transportbescheinigung für das Impfzentrum auszustellen, die Kosten könnten dann ganz oder teilweise übernommen werden.

 

 

 

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