Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Auszug

17.06.2021 - 3 Aktueller Sachstand zur Corona-Pandemie

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Wortprotokoll

Frau Dr. Arbogast berichtet, dass es derzeit ein sehr niedrige Inzidenz in Braunschweig gebe und dass der Rückgang der Inzidenz schneller als erwartet kam. Sorge bereite die neue Delta-Variante, dich sich derzeit in Großbritannien ausbreite, obwohl die Impfquote dort bereits weiter fortgeschritten als in Deutschland sei. Es werde derzeit geprüft, ob die schnelle Ausbreitung in Großbrittanien mit der Impfkampagne zusammenhänge. Man habe dort zuerst viele Erstimpfungen durchgeführt und dadurch eine Teilimmunität erreicht.

In Braunschweig gebe es bisher drei nachgewiesene Fälle der Ansteckung mit der Deltaviariante des Coronavirus. Diese sei bis zu 60% ansteckender, als die in Braunschweig verbreitete Alpha-Variante. Nach Vorgaben des RKI müssten auch doppelt Geimpfte Kontaktpersonen von Erkrankten mit der Deltavariante derzeit in eine zweiwöchige Quarantäne.

Sie macht auf das Bundesprogramm für Kinder und Jugendliche aufmerksam. Die sei ein Aufholprogramm welches aufgelegt würde, um Fördermörglichkeiten auszubauen. Hierbei sei nicht nur Lernförderung und Hausaufgabenhilfe in den Fokus zu nehmen, sondern es gehe auch um Freizeitmöglichkeiten und Ferienprojekte.

 

Herr Kropf ergänzt das Impfe beruhe auf drei Säulen: dem Impfzentrum, den Hausärzten und den Betriebsärzten. Die Impfstoffe würden derzeit garantiert für Zweitimpfungen geliefert werden und weitere dann für Erstimpfungen. In den letzten zwei Wochen sei nur ausreichend für Zweitimpfungen geliefert worden. In der nächsten Woche würden 2.000 Dosen Astrazeneca für Erstimpfungen geliefert. Damit könnten alle auf der Warteliste der über 60-jährigen Erstgeimpft werden, denn das Angebot angenommen würde.

Bei den Lieferungen für Biontech Impfstoff sei angekündigt worden, dass sie sich von 225.000 Dosen pro Woche auf 190.000 reduzieren könnte. Dies habe auch auf die Verteilung nach Braunshweig Auswirkungen.

 

Frau Mundlos fragt nach warum doppelt Geimpfte als Kontaktperson in Quarantäne müssten und ob diese sich ebenso infizieren, erkranken und das Virus weitergeben könnten.

 

Frau Dr. Arbogast antwortet, dass das RKI die Vorgaben für Quarantänemaßnahmen mache. Es sei aber davon auszugehen, dass dies eine Schutzmaßnahme sei, da über die neue Delta-Varianten einige Daten und Erkenntnisse noch nicht vorlägen.

 

Herr Hanker fragt nach, ob die Verwaltung in den Schulen für eine vierte Welle im Herbst vorbereitet sei und ob die Schulen ab dem 1. September 2021 mit entsprechenden Luftfilteranlagen ausgestattet würden, um Präsenzunterricht gewährleisten zu können.

 

Frau Dr. Arbogast antwortet, dass Luftfilteranlagen in der Wirksamkeit umstritten seien. Das Landesgesundheitsamt habe noch keine Aussage zur Installation von Luftfilteranlagen in Schulen getätigt. Derzeit gebe es ein Projekt zur Testung von Luftfiltergeräten und Luftaustauschgeräten der Universität Gottingen, das durch die Stadt Braunschweig mit begleitet werde. Aerosolforscher würden weiterhin die Lüftung der Räume empfehlen.

 

Herr Schrader fragt nach wie sich die Krankheit mit der neuen Deltavariante bemerkbar mache. Weiterhin fragt er nach dem Sachstand zur Schließung der Impfzentren.

 

Frau Dr. Arbogast antwortet, dass es sich um denselben Grundstamm des Coronavirus handle, die Symptome daher vergleichbar wären. Die Variante sei nach bisherigen Erkenntnissen ansteckender und könne sich schneller im Körper ausbreite, was die Wahrscheinlichkeit eines schweren Krankheitsverlaufs erhöhe.

Die Impfzentren würden im September auslaufen. Aus würde sich aber auf kommunaler und Landesebene dafür eingesetzt, dass die Zentren weiterbetrieben würden.

 

Die Vorsitzende Frau Schütze fragt nach wann die letzten Impfungen nach derzeitiger Planung vorgenommen würden.

 

Herr Krop antwortet, dass mit dem Impfstoff AstraZeneka am 8. Juli die letzte Erstimpfung vorgenommen würde und mit den Impfstoffen Biontech und Moderna am 20. August, um die Abläufe der Zweitimpfungen sicherzustellen.

 

Frau Jaschinski-Gauß fragt nach, ob die Infektionsrückverfolgung bei den drei Fällen der Ansteckung mit der Deltavariante in Braunschweig nachzuvollziehen sei und welche Altersgruppen betroffen seien.

 

Frau Dr. Arbogast antwortet, dass es sich nicht um Reiserückkehrer handle und daher die Infektion nicht dirket nachvollziehbar sei. Es müsse von einer Dunkelziffer der Verbreitung ausgegangen werden.

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