Rat und Stadtbezirksräte
15.09.2021 - 6.2 Ausbau Rundweg als Inlinerstrecke um den Südsee...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 6.2
- Sitzung:
-
Sitzung des Grünflächenausschusses
- Zusätze:
- Verantwortlich: Herlitschke
- Gremium:
- Grünflächenausschuss
- Datum:
- Mi., 15.09.2021
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 67 Fachbereich Stadtgrün und Sport
- Beschluss:
- geändert beschlossen
Wortprotokoll
Der Ausschussvorsitzende Dr. Mühlnickel erläutert nochmals den Antrag und verweist auf die Beschlussvorschläge des zuständigen Stadtbezirksrates und des Sportausschusses, die Inlinerstrecke ohne den Pumptrack am Südsee zu bauen (Beschlussvorschlag 2). Zudem gibt er an, dass der Pumptrack gemäß Beschlussvorschlag des zuständigen Stadtbezirksrates nunmehr in Melverode errichtet werden soll. Er lobt die angebotene Möglichkeit, sich die Gegebenheiten im Rahmen von zwei Ortsterminen ansehen zu können.
Herr Loose teilt mit, dass der Stadtbezirksrat Heidberg-Melverode mit 7:5 Stimmen für den Beschlussvorschlag 2 gestimmt hat.
Protokollnotiz: Frau Bezirksbürgermeisterin Jaschinski-Gaus nimmt an der Ausschusssitzung teil.
Er gibt an, dass der Vorschlag, den Pumptrack auf der Bezirkssportanlage Melverode zu bauen, in der folgenden Woche im Sportausschuss behandelt wird, sofern sich der Grünflächenausschuss in dieser Sitzung für den Beschlussvorschlag 2 aussprechen würde.
Er erläutert, dass eine Onlinepetition gegen den Inlinerausbau eingereicht wurde und diesbezüglich ein kurzer Austausch bei dem Orttermin stattgefunden habe; zudem sei die Initiatorin mit weiteren Kritikerinnen zu einem Gespräch in den Fachbereich eingeladen worden. Hier wurden die geltend gemachten Bedenken ausgeräumt, so dass – auch unter Berücksichtigung der Tatsache, dass keine Kritik der Anwohnerschaft in der Stadtbezirksratssitzung geäußert wurden – davon ausgegangen werden kann, dass der Beschlussvorschlag auch von der Anwohnerschaft angenommen wird.
Frau Bezirksbürgermeisterin Jaschinski-Gaus gibt an, dass die Verwaltung den Beschlussvorschlag den Wünschen des Stadtbezirksrates und den Bürgern entsprechend angeglichen habe. Sie teilt mit, dass die SPD-Fraktion jedoch trotzdem im Stadtbezirksrat den Ausbau des äußeren Rundwegs als Inlinerstrecke um den Rundweg abgelehnt habe, da die Fraktion Nutzerkonflikte bei diesem Ausbau sehe.
Ratsfrau Mundlos spricht sich für den Beschlussvorschlag 2 aus, weist jedoch darauf hin, dass Nutzerkonflikte beachtet werden müssen. Als Beispiel führt sie die bestehenden Nutzerkonflikte in Riddagshausen und auf dem Ringgleis an. Sie bittet darum, diese im Auge zu behalten und zu einem späteren Zeitpunkt zu überprüfen, ob diese Konflikte bestehen und gegebenenfalls entzerrt werden können.
Ratsherr Professor Dr. Dr. Büchs unterstützt die Aussagen von Ratsfrau Mundlos und betont, dass auch er eine Überprüfung der Nutzerkonflikte für sehr wichtig halte. Als Überprüfungszeitraum schlägt er eine Saison nach Inbetriebnahme vor. Danach solle ein Erfahrungsbericht unter Zugrundelegung einer Prüfung der Stellen, wo es Nachbesserungsbedarf gibt, im Ausschuss und in dem Stadtbezirksrat vorgestellt werden. Er weist darauf hin, dass es einige Stellen gibt, die sowohl von Fußgängern als auch von Radfahrern genutzt werden und bittet, hier eine optische Trennung herbeizuführen. Er appelliert daran, dass der „beräderte Verkehr“ Rücksicht auf Fußgänger nehmen soll.
Ratsherr Hanker lobt die Arbeit der Verwaltung und die in diesem Zusammenhang erfolgte Bürgerbeteiligung. Er führt an, dass gegenseitige Rücksichtnahme durch die Vielzahl der Nutzer unumgänglich ist und schlägt vor, gegebenenfalls mit unterschiedlichen Farben zu arbeiten.
Stadtrat Herlitschke betont, dass es sich bei dem Rundweg um den Südsee nicht um eine Sportstrecke, sondern um Freizeitwege handele, die im Falle einer Beschlussfassung für den Inlinesport geöffnet werde. Er führt an, dass die Problematik der Nutzungskonflikte auch an anderen Stellen innerhalb des Stadtgebietes vorhanden sei. Er gibt an, dass durch Schilder, Piktogramme und eine Medienkampagne auf diese Nutzungskonflikte reagiert wurde. Er halte entsprechende Begrenzungen für unumgänglich, da diese Freizeitwege für alle vorhanden seien.
Der Ausschussvorsitzende Dr. Mühlnickel gibt an, dass seine Fraktion den Beschlussvorschlag 2 ebenfalls unterstützt. Er halte es für sehr sinnvoll, mit Markierungen zu arbeiten und schlägt die Aufstellung von Infotafeln, auf denen das gesamte Areal mit der jeweiligen Nutzungsmöglichkeit aufgeführt ist, und entsprechende Wegweisungen vor.
Ratsfrau Johannes teilt mit, dass sie mit der durchgeführten Beteiligung den Beschlussvorschlag 2 unterstütze, sich aber ebenfalls für entsprechende Kennzeichnungen ausspreche.
Bürgermitglied Frau Räder bittet um Mitteilung, wo der Pumptrack genau gebaut werden solle.
Herr Loose erläutert ihr den beabsichtigten Standort und die Planung, einen Zugang zum Pumptrack zu schaffen, so dass dieser, obwohl er sich auf dem Areal der Bezirkssportanlage befinde, jederzeit öffentlich zugänglich sei.
Ratsfrau Schneider lobt den Beschlussvorschlag 2 und betont, dass bei dieser Variante nicht allzu viel neue Flächenversiegelung stattfinde. Sie gibt an, dass die Wege bereits vorhanden seien, so dass auch zum jetzigen Zeitpunkt bereits Nutzungskonflikte bestehen. Die Verlagerung des Pumptracks werde von ihr sehr positiv gesehen, zumal sich der neue Standort in einem Gebiet befinde, in dem Menschen leben und nicht in einem Erholungsgebiet.
Herr Loose führt aus, dass es einen Nachtrag zur Sitzung des Stadtbezirksrates Heidberg-Melverode gebe, wonach eine Fraktion sich gegen die Beschilderung und die Durchfahrsperre ausgesprochen habe. Er spreche sich jedoch für eine Beschilderung etc. aus und stellt fest, dass der Grünflächenausschuss sich diesbezüglich in der Diskussion positiv geäußert habe.
