Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Auszug

24.09.2021 - 3 Aktueller Sachstand zur Corona-Pandemie

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Wortprotokoll

Frau Dr. Arbogast berichtet, dass die Inzidenz derzeit 38,2 betrage und die Wochen zuvor bei einem Wert von 50-60 gelegen habe. Somit gäbe es keinen Anstieg mehr, der zuvor auf die Reiserückkehrer nach den Schulferien zurückzuführen gewesen sei. Diese machten rund die Hälfte aller Fälle aus. Die weitere Entwicklung sei dennoch schwer zu beurteilen. Impfungen würden beim Rückgang der Pandemie helfen. Es sei jedoch wieder mit einem Anstieg der Infektionszahlen zu rechnen, ähnlich dem Effekt des letzten Jahres, da das Corona Virus im Herbst und Winter aktiver sei.

Weiter erklärte sie, dass die Impfzentren schließen würden. Die Arbeit gehe in vier mobilen Impfteams auf. Die Struktur werde beim Gesundheitsamt geschaffen, sei jedoch anders, als die bisherige, was zu einem längeren Vorlauf bei der Bestellung von Impfstoffen führe. Das Impfen über die niedergelassenen Ärzte könne effektiver sein, während die Impfteams punktuell unterstützen. Dabei gehe es darum den Menschen möglichst viele Angebote zu machen, besonders denen ohne hausärztliche Anbindung. Derzeit liege die Impfquote bei

72 % der Erstimpfungen und somit etwas besser als im bundesweiten Vergleich. Für die Herdenimmunität sei jedoch eine Quote von 85 % von Nöten.

 

Frau Dr. Arbogast führt aus, dass das System von der Inzidenz auf Warnstufen umgestellt werde. Die Inzidenz bleibe jedoch ein Faktor zur Lagebeurteilung. Die Hospitalisierungsrate sei aber vorrangig zu betrachten. Im Braunschweiger Klinikum seien Corona-Patienten aufgenommen, die über keine Schutzimpfung verfügten und teilweise schwere Krankheitsverläufe hätten.

Die aktuelle Warnstufe 1 habe keine Auswirkungen auf die Schließung von Schulen und Kitas. Die Bildung und Betreuung sei somit sichergestellt. Ziel sei es die Quarantänemaßnahmen so gering wie möglich zu halten. Dazu werde der Kreis von Kontaktpersonen zu Erkrankten eingegrenzt. Nach 5 Tagen solle es mittels Vorlage eines negativen Schnelltests möglich sein, Kinder aus der Quarantäne zu entlassen.

 

Herr Hanker fragt nach, wie garantiert werden könne, dass Impfwillige auch den gewünschten Impfstoff erhalten.

 

Herr Klockgether antwortet, dass die Impfenzentren sich in der Endphase der Abwicklung befinden würden und das Land Niedersachsen daher anstrebe wenig Impfstoffreste zurückzubehalten. Anfang September werde es nicht mehr alle Impfstoffe zur Erstimpfung geben, da Zweitimpfungen nicht vom Impfzentrum sichergestellt werden könnten. Die Bestellungen würden passgenau vorgenommen.

 

Herr Hanker fragt nach ob die Kommunikation mit dem Bürger bei Impfstoffknappheit, wenn dieser einen bestimmten Impfstoff haben will verbessert werden könne.

 

Frau Dr. Arbogast antwortet, dass kein Anspruch auf einen bestimmten Impfstoff bestehe. Bei gesundheitlichen Bedenken solle diesbezüglich mit dem Hausarzt gesprochen werden, da dort ausreichend Impfstoff zur Verfügung stehe.

 

Frau Mundlos fragt nach, ob es eine Drittimpfung durch das Gesundheitsamt geben werde.

 

Frau Dr. Arbogast verweist auf die Empfehlung der Stiko, demnach die Drittimpfung keine Pauschalempfehlung sei und sich an bestimmte Personenkreise richte, die ihre Zweitimpfung vor etwa einem halben Jahr erhalten haben und ein schwaches Immunsystem oder Vorerkrankungen aufwiesen. Es werde versucht ein Angebot in Pflegeheimen zu machen. Derzeit würden Auffrischungsimpfungen durch Hausärzte in den Pflegeheimen durchgeführt. Es fehle jedoch ein genauer Überblick, da Drittimpfungen anders als Erst- und Zweitimpfungen statistisch erfasst würden. Derzeit laufe eine Abfrage mit den Trägern von Pflegeheimen. Interesse sei grundsätzlich vorhanden.

 

Erläuterungen und Hinweise