Rat und Stadtbezirksräte
12.10.2021 - 3.4 Lärm durch die Nutzung von Spiel-, Bolz- und Ju...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 3.4
- Sitzung:
-
Sitzung des Grünflächenausschusses
- Zusätze:
- Verantwortlich: Gekeler
- Gremium:
- Grünflächenausschuss
- Datum:
- Di., 12.10.2021
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Mitteilung
- Federführend:
- 67 Fachbereich Stadtgrün und Sport
- Beschluss:
- zur Kenntnis genommen
Wortprotokoll
Der Ausschussvorsitzende Dr. Mühlnickel führt kurz in die Thematik ein.
Herr Loose erläutert die Mitteilung nochmal; hierbei verweist er auch auf die in der Vergangenheit ergangene Pressemitteilung. Er stellt klar, dass bei der aufgeführten Lärmproblematik Streetball-, Bolz- bzw. Jugendplätze betroffen seien und keine Kinderspielplätze. Er betont, dass keine Gefährdung der städtischen Kinderspielplätze vorliege.
Herr Loose gibt an, dass seit dem Jahr 2015 insgesamt 41 Beschwerden bezüglich Lärmbelästigungen eingegangen seien. Er avisiert ein Treffen in dieser Woche mit mehreren Experten aus verschiedenen Organisationseinheiten, die sich mit diesem Thema eingehend befassen werden. Sobald hier eine gewisse Klarheit vorliege, werde eine Information der politischen Gremien erfolgen.
Er betont, dass es sich bei den Demontagen der Basketballkörbe teilweise um temporäre und keine abschließenden Maßnahmen handele und weist darauf hin, dass dauerhafte Maßnahmen erst nach den entsprechenden politischen Beschlüssen getroffen werden.
Ratsfrau Johannes bittet um Mitteilung, wann Basketballkörbe auf der Jugendfläche am Madamenweg installiert wurden und ob bei der Errichtung gegebenenfalls Mittel aus der „sozialen Stadt“ aufgewandt wurden. Zudem bittet sie darum, dass trotz des Abbaus Pflegegänge (insbesondere ein Mähvorgang) durchgeführt werden. Frau Lewandowski teilt mit, dass die Basketballkörbe in Wenden vor 1984 und die Basketballkörbe am Madamenweg im Jahr 1996 errichtet wurden. Sie vermutet, dass hier auch Mittel aus der „sozialen Stadt“ genutzt wurden.
Ratsherr Wendt fragt nach, ob sich die Lärmbeschwerden auf die reinen Nutzungsgeräusche beziehen oder primär Beschwerden aufgrund der Verhaltens der Nutzerinnen und Nutzer (Gegröle etc.) erfolgten. Des Weiteren bittet er um Mitteilung, ob es neben leiseren Bodenbelägen auch Korbmodelle gibt, die weniger Lärm verursachen.
Frau Lewandowski gibt an, dass sie bei der Auswertung der Beschwerden Spielgeräusche nach Eintritt der nächtlichen Ruhezeit und die dadurch entstehende Sensibilisierung der anliegenden Bewohnerinnen und Bewohner als Hauptproblem sehe.
Herr Loose ergänzt, dass in der Vergangenheit bautechnische Anpassungsversuche zu einer geringfügigen Geräuschminimierung geführt haben, dieses aber zu Lasten der Vandalismussicherheit ging. Generell rechtfertige die geringe Geräuschreduzierung den Aufwand hier nicht, da die Belästigung durch die Geräusche dem Grunde nach bestehen bleibe.
Ratsfrau Mundlos bittet um Übermittlung der Grenzwerte für Lärmschutz bei Anlagen für Kinder von 0 bis 6 Jahren, 6 bis 12 Jahren und 12 bis 18 Jahren nach jeweiliger DIN-Norm.
Ratsfrau Buchholz fragt bezüglich des von Herrn Loose aufgeführten Treffens nach. Er präzisiert seine Aussage dergestalt, dass, sofern bei den Gesprächen sich herauskristallisieren sollte, dass aus juristischer Sicht zu empfehlen wäre, die Anlagen dauerhaft stillzulegen, die weiteren Handlungsoptionen mit den jeweils zuständigen Stadtbezirksrat besprochen werden.
Der Ausschussvorsitzende Dr. Mühlnickel bittet darum, den Ausschuss über die abschließende juristische Bewertung zu informieren.
