Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Auszug

16.09.2021 - 7 Bauvorhaben Technikumhalle des Wilhelm-Klauditz...

Beschluss:
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Wortprotokoll

Zu der Vorstellung des Bauvorhabens eines neuen Technikums am Fraunhofer Campus begrüßt die stellv. Bezirksbürgermeisterin Frau Bartsch Herrn Thiele vom WKI (Leiter des technischen Dienstes und für den Bau zuständig), Herrn Staudt vom beauftragten Architektenbüro aus Berlin, Herrn Heidrich aus der zuständigen Bauabteilung des Fraunhofer Instituts aus München sowie Herrn Kühl, Fachbereichsleiter Bauordnung und Zentrale Vergabestelle der Stadt Braunschweig.

 

Herr Staudt berichtet, auf dem eigentlichen Campus des Fraunhofer Instituts  sei kein Platz mehr vorhanden für einen Neubau des Technikums. Man habe sich daher für den Bau der Halle aus Holz an der Zufahrt zum Campus (Fliednerstraße) entschieden.

Der Campus sei für solch eine Ansammlung an Forschungseinrichtungen ungewöhnlich klein. Bei dem Standort habe man berücksichtigt, möglichst wenige Bäume für die LKW-Zufahrt fällen zu müssen. Die meisten Bestandsbäume stünden auf dem zukünftigen Parkplatz (für 98 PKW-Stellplätze vorgesehen).

Zur benachbarten Wohnbebauung würden lichtdichte Hecken angelegt, um mit möglichst wenig Abgasen und Lichteinfall der ein- und ausparkenden Fahrzeuge die benachbarte Wohnbebauung zu stören.

Zur Entwässerung des Geländes sei eine neue Zisterne vorgesehen.

 

In der eigentlichen Halle seien im Kopfteil Forschungsräume geplant. Den größeren Teil der Halle mit einer lichten Höhe von 10 Metern nehme eine Kranbahn zum Transport des rohen Holzes und hochwertige Maschinen ein. Ziel der Forschung sei die Entwicklung neuer Oberflächen als Ersatz von z.B. Kunststoffen. Dazu werde das rohe Holz zerkleinert und in feinste Fasern zerlegt.

 

Die Technische Anleitung Lärm werde beachtet; ein Schallgutachten werde für das Baugenehmigungsverfahren vorgelegt.

 

Eine Repräsentanz sei notwendig, da auch Gäste kämen, für die besondere Forschungen in deren Auftrag vorgenommen werden sollen.

 

Nach dem Vortrag von Herr Staudt wird die Sitzung unterbrochen, um auch den betroffenen Anwohnern des Campus Gelegenheit für Fragen zu geben.

 

Das Technikum wird mit 12 Metern Höhe und etwa 103 Metern Länge geplant.

 

Vibrationen durch die Maschinen könne man ausschließen, da dies die sehr feine Arbeit zur Erforschung neuer Oberflächen behindern würde.

 

Herr Dr. Büchs kritisiert, seit 2017 würden sich die Planungen im Jahresrhythmus ändern.

Es sei zudem unverständlich, dass so viele Parkplätze vor Ort in dem ausgewiesenen Wald angelegt werden sollen.

 

Herr Staudt begründet die Zahl der Parkplätze und verweist darauf, dass als Ausgleichsfläche ein neuer Wald zu pflanzen sei.

 

Herr Dr. Büchs möchte die Parkplätze lieber auf dem Gewerbegebiet westlich des Bienroder Wegs gebaut haben. Die Mitarbeiter:innen könnten das Stück problemlos zu Fuß gehen.

 

Herr Thiele erwidert, die gewerblichen Flächen seien bei den Eigentümern angefragt worden. Sie stünden leider nicht dafür zur Verfügung.

 

Herr Dr. Büchs kritisiert zudem, ein Schreiben der Anwohner:innen vom 17. mai 2021 an die Stadt Braunschweig sei bis heute nicht beantwortet worden.

 

Frau Bartsch bittet um Mitteilung an den Stadtbezirksrat, wo die Ausgleichsfläche ausgewiesen werde.

Derzeit sei diese Fläche nach Aussage von Herrn Heidrich noch nicht bekannt.

 

Auch Belastungen/Immissionen durch Lacke oder Beschichtungen seien laut Herrn Thiele nicht zu erwarten.

 

Frau Bartsch bedankt sich bei den Vertretern des Fraunhofer Instituts für die Vorstellung des Projekts und die umfangreichen Antworten auf die Fragen aus dem Stadtbezirksrat und der Bürgerschaft.

 

Anschließend wird die Sitzung von 21:20 Uhr bis 21:30 Uhr unterbrochen.

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