Rat und Stadtbezirksräte
27.01.2022 - 3 Aktueller Sachstand zur Corona-Pandemie
Grunddaten
- TOP:
- Ö 3
- Datum:
- Do., 27.01.2022
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- Sitzung
- Beschluss:
- zur Kenntnis genommen
Wortprotokoll
Frau Dr. Arbogast berichtet, dass Indexfälle ihre Kontaktlisten zum jetzigen Zeitpunkt selbst zusammen stellen und ihre Kontaktpersonen selbst informieren. Die Kontaktlisten würden an das Gesundheitsamt übermittelt, welches dann ein Informationsschreiben an die Kontakte versende. Eine telefonische Kontaktaufnahme erfolge nicht. Die meisten Fälle seien derzeit bei den 5- bis 14-jährigen zu verzeichnen. Zwei Kindertagesstätten seien zur Zeit komplett geschlossen. An den Schulen gebe es weniger Infektionen. Die Lage in den Kliniken sei momentan vergleichsweise entspannt. Ab 15. März 2022 gelte die einrichtungsbezogene Impfpflicht. Diese müsse vom Gesundheitsamt umgesetzt werden. Aus diesem Grund müsse aus anderen Bereichen der Verwaltung Personal zur Unterstützung im Gesundheitsamt abgezogen werden. Die Zahl der Impfungen stocke derzeit. Die Mobilen Impfteams seien weiterhin im Einsatz. Die Stadt Braunschweig biete Beratungsangebote per E-Mail, telefonisch und seit heute auch zweimal die Woche persönlich an.
Frau Mundlos weist darauf hin, dass immer mehr Erwachsene und Kinder unter Long-Covid-Symptomen leiden würden. Angebote und Hilfestellungen hierzu seien in Niedersachsen und Braunschweig gering. Sie bittet darum, dass das Gesundheitsamt hier ein Angebot, z. B. Hilfestellungen an wen man sich wenden kann, anbietet.
Frau Dr. Arbogast antwortet, dass es an der MHH in Hannover eine Long-Covid-Sprechstunde gebe. Das Städtische Klinikum habe ebenfalls ein Angebot geplant. Gegen die Genehmigung durch die Kassenärztliche Vereinigung sei jedoch Einspruch erhoben worden, aus welchem Grund die Einführung des Angebots gestoppt wurde. Das Gesundheitsamt habe derzeit keine Ressourcen ein solches Angebot zu machen. Es müsse hier auf die niedergelassenen Ärzte verwiesen werden.
Herr Bach fragt, wie sehr die Schulen gefährdet seien, dass der Präsenzunterricht ausgesetzt werde.
Frau Dr. Arbogast teilt mit, dass im Gegensatz zu den Kindertagesstätten an Schulen weniger die Gefahr drohe, dass Präsenzunterricht ausfalle. Das Ziel sei es die Schulen so lange wie möglich im Präsenzunterricht zu belassen.
Herr Wendt möchte wissen, ob Ärzte der Polizei oder der Bundeswehr zur Unterstützung des Gesundheitsamtes hinzugezogen werden könnten.
Frau Dr. Arbogast antwortet, dass der Ärztemangel ihrer Kenntnis nach den kompletten öffentlichen Bereich betreffen würde.
Frau Hartz fragt nach, wie die Testungen in den Kindergärten aussehen würden und ob hier überhaupt getestet werde.
Frau Dr. Arbogast teilt mit, dass den Kindertagesstätten Wangenabstrichtests zur Verfügung gestellt worden seien. Das Testen sei bisher aber freiwillig. Das Land plane eine Testpflicht für Kindergartenkinder ab dem 15.02.2022.
