Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Auszug

26.01.2022 - 16.7 Mündliche Anfragen

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Wortprotokoll

Ratsherr Jonas stellt (anknüpfend an die Beschlussvorlage 22-17625 / TOP 11 zum 3. Bauabschnitt "Jütenring") folgende Fragen, die von Stadtbaurat Leuer beantwortet werden:

 

Frage 1: Inwieweit wurde das ursprüngliche städtebauliche Konzept "Nördliches Ringgebiet" des Siegerentwurfes Ackers und Partner in der Geschosszahl und Dichte in den bisherigen Bauabschnitten verändert und mit welchen Auswirkungen auf das Gesamtkonzept, u. a. auf die verkehrliche Situation -tatsächlicher Parkraumschlüssel-, Bevölkerungsdichte, Erhalt von Grünflächen und Freiraumflächen?

Das städtebauliche Grundkonzept des Wettbewerbsentwurf wurde beibehalten, die Geschossigkeit und Dichte in einigen Bereichen jedoch (auch aus Gründen der Finanzierbarkeit) leicht erhöht. Der weit überwiegende Teil der Stellplätze wurde und wird in Tiefgaragen untergebracht werden. Die innere Erschließung des Wohnquartiers erfolgt - wie auch bei dem Wettbewerbsentwurf - über reine Anlieger- und Wohnstraßen, die als verkehrsberuhigte Mischverkehrsflächen umgesetzt werden.

Nach verkehrsgutachterlicher Erarbeitung und sichergestellten Umsetzung eines Mobilitätskonzept kann der Stellplatzschlüssel für das Gebiet auf bis zu 0,6 (statt 1,0) private Stellplätze je Wohneinheit reduziert werden. Die jeweiligen Mobilitätsangebote (z. B. Car-Sharing, Bike-Sharing inkl. Lastenfahrräder) werden dabei aufeinander abgestimmt, nutzerfreundlich verfügbar gemacht sowie zentral organisiert und betrieben. Die moderate und städtebaulich verträgliche Erhöhung der Bebauungsdichte führt zu einer gleichartigen Erhöhung der Bewohnerdichte. Die privaten Grün- und Freiräume des Gesamtkonzepts entsprechen im Wesentlichen denen des Wettbewerbsentwurfs. Erhaltenswerte Altbaumbestände wurden in das Konzept integriert, erhalten und werten so die Grünbereiche innerhalb des Quartiers deutlich auf. Die öffentlichen Grünflächen des Nordparks und des Nordangers wurden nahezu identisch in den Bebauungsplan integriert und festgesetzt.

 

Frage 2: Wurden die im städtebaulichen Konzept durch das Planungsbüro Ackers angedachten Parkierungssysteme mit der „Parkallee“ am Westrand realisiert und die Wohnstraßen entsprechend autofrei gehalten? In welchem Umfang wird sich diese Thematik (Wohnstraßen) im zukünftig dritten Bauabschnitt an den städtebaulichen Entwurf vom Planungsbüro Ackers halten?

Entlang der Lichtwerkallee sind in Anlehnung an den Wettbewerbsentwurf öffentliche und private Stellplatzanlagen (u. a. auch für Car-Sharing) vorgesehen und teilweise auch bereits umgesetzt. In den Anliegerstraßen der inneren Erschließung ist auch die Unterbringung einiger öffentlicher Stellplätze vorgesehen, um auch wohnungsnahe Besucherplätze anbieten zu können. Über die verkehrsberuhigten Anliegerstraßen der inneren Ring-Erschließungen werden auch die Tiefgaragen der einzelnen Baugrundstücke angefahren bzw. erschlossen. Im dritten Bauabschnitt wird das vermutlich in gleicher oder ähnlicher Art wie in den ersten beiden Bauabschnitten geplant und umgesetzt werden.

 

Frage 3: In welchem Umfang ist die vorgesehene Mischung unterschiedlicher Bau- und Wohnformen mit Geschosswohnungsbau, gereihten Stadthäusern und Stadtvillen wie im städtebaulichen Konzept, durch das Planungsbüro Ackers vorgeschlagen, realisiert worden und in welchem Umfang ist der städtebauliche Entwurf für den dritten Bauabschnitt hier bindend bzw. umzusetzen?

Auch in der Weiterentwicklung des Wettbewerbsentwurfs gibt es eine Mischung der unterschiedlichen Bebauungstypen. So sind neben großvolumigen Gebäuden des Geschosswohnungsbaus auch Stadthäuser und Stadtvillen insbesondere an den untergeordneten Anliegerstraßen im Quartiersinneren in die Konzeption integriert. An dem Grundprinzip der verschiedenen Bautypen soll auch im dritten Bauabschnitt festgehalten werden.

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