Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Auszug

10.03.2022 - 6.2.1 Umsetzungsstand des Integrationskonzeptes

Beschluss:
zur Kenntnis genommen
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Wortprotokoll

Herr Köster kritisiert, dass die Verwaltung den Begriff Erstaufnahme in Wohnstandort geändert habe. Ferner unterstütze die Verwaltung nicht hinreichend den Wechsel in den Wohnungsmarkt. Wenn die Wohnstandorte hinreichend freie Plätze hätten müssten Geflüchtete nicht auf Feldbetten in der Stadthalle schlafen. Ferner verweist er auf Unterbringungsmöglichkeiten in Wohnungen der städtischen Wohnungsgesellschaft.

 

Frau Dr. Arbogast betont demgegenüber, dass Geflüchtete sehr wohl und ständig von den Wohnstandorten in normalen Wohnraum vermittelt würden. Es bestehe laufender Kontakt zu den untergebrachten Menschen zwecks Vermittlung in Wohnungen. Der Wohnungsmarkt sei eng und dies für alle und nicht nur in den Wohnstandorten. Die zentrale Stelle für Wohnraumvermittlung unterstütze bei der Wohnungssuche. Vermieter/innen hätten mitunter konkrete Vorstellungen von ihren Mietern und nicht alle seien aufgeschlossen gegenüber Geflüchteten aus den Wohnstandorten. Das Land sei zuständig für die Erstaufnahme von Geflüchteten, eine Umbenennung in Wohnstandorte habe nicht stattgefunden. Aufgrund der Folgen der Massenzustromrichtlinie gebe es eine Art Erstaufnahme in der Stadthalle, da viele Aufnahmen nicht über die LAB laufen würden. Die dezentrale Struktur der Wohnstandorte sei bundesweit sehr vorzeigbar. Die Wohnsituation Geflüchteter sei auch abhängig vom Asylstatus. Ein fehlender dauerhafter Aufenthaltsstatus erschwere die Wohnungssuche.

 

Es würden weiterhin Wohnstandorte benötigt. 2016 seien erstmals Menschen aufgenommen worden, in 2016 ca. 36 Personen pro Monat. In 2017 und 2018 seien es 18,5 Personen pro Monat gewesen. In den Jahren 2019, 2020 und 2021 seien es ca. 25 Personen pro Monat gewesen. Seit Sommer 2021 seien es ca. 50 - 60 Personen pro Monat. Hier werde in Bezug auf den Ein- und Auszug an den Wohnstandorten eine Grenze erreicht. Es sei wünschenswert, dass die Integration auf dem normalen Wohnungsmarkt schneller geschehe. Es würden weitere Wohnstandorte benötigt, da die Menschen dort länger als ein paar Wochen untergebracht seien.

 

Herr Wendt erfragt, wann die Wohnungen mit Wasserschäden wieder bewohnbar sein könnten.

 

Herr Klockgether erläutert, dass der Fachbereich Hochbau mit vielerlei baulichen Herausforderungen konfrontiert sei. Der Fachbereich Hochbau habe den Pippelweg sehr schnell bezugsfertig hergestellt. Er teilt mit, dass sich die Reparaturen an anderen Standorten zum Teil verzögert hätten, aber diese teilweise durch andere Beteiligte ausgeführt würden. Es bestehe hohes Interesse an einer schnellen Herstellung und Wiedernutzbarkeit.

 

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Erläuterungen und Hinweise