Rat und Stadtbezirksräte
10.03.2022 - 5.2 Unterstützung für Long-COVID-Patienten
Grunddaten
- TOP:
- Ö 5.2
- Zusätze:
- Verantwortlich: CDU-Fraktion im Rat der Stadt
- Datum:
- Do., 10.03.2022
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 17:00
- Anlass:
- Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Antrag (öffentlich)
- Federführend:
- 0100 Steuerungsdienst
- Beschluss:
- abgelehnt
Wortprotokoll
Frau Jaschinski-Gaus merkt an, dass Long-COVID eine ernstzunehmende Krankheit sei, begleitet von ständig neue Erkenntnissen, jedoch gehe der Antrag aus ihrer Sicht in die falsche Richtung, da es fraglich sei, ob die Verwaltung Aufgaben des Gesundheitssystems wahrnehmen könne, sie sehe den falscher Adressaten, da das Land Niedersachsen bereits 2 Millionen Euro in vier Studien zur Untersuchung von Long-COVID investieren würde und somit auch eine passgenaue Versorgungsinfrastruktur zu erzielen.
Herr Piest merkt zu Frau Hillners Änderungsantrag an, dass die dort genannten Zahlen erstaunlich seien. Er fragt wie Frau Hillner auf diese Zahlen käme, sie berufe sich auf eine Studie der BKK, welche bereits in den Medien diskutiert werde, er erläutert warum die Zahlen der BKK ungenau seien und ein falsches Bild vermitteln würden. Das Ganze sei eine Fehlinterpretation ohne glaubhafte Begründung.
Frau Köhler äußert sich dahingehend, dass sie es ähnlich sähe wie Frau Jaschinski-Gaus, das die Bereitstellung von Informationen nicht als kommunale Aufgabe der Stadtverwaltung angesehen werden könne, sondern als Landesaufgabe. Ihr sei das Thema Long-COVID auch sehr wichtig, trotzdem befürworte sie den Antrag nicht.
Frau Kaphammel bringt ein, dass das Argument von Frau Jaschinski-Gaus an dem Antrag vorbeigehe, da das Land lediglich das Geld für die Studien gäbe, aber es in dem Antrag darum gehe, die Betroffenen direkt auf der Seite der Stadt zu informieren.
Herr Winkler äußert, dass er den Ort als nicht zielführend ansähe. Er sei der Meinung, die Seiten der Krankenkassen würde sich am besten eignen. Aber selbst dort habe er wenig Informationen gefunden, da das Angebot eingeschränkt sei. Außerdem sei die Lösung nicht die Seite der Stadt, da diese immer wieder Aktualisierung werden müsse.
Frau Kapphammel wirft ein, dass dieser Prozess kein Grund sei dagegen zu sein.
Frau Jaschinski-Gaus Schließt sich Herrn Winkler an, dies sei keine kommunale Aufgabe, auch weil die Aktualisierung mit großem Arbeitsaufwand verbunden sei.
Die Verwaltung wird gebeten, als Unterstützungsleistung für Betroffene von Long COVID sowie Eltern betroffener Kinder Informationen zu nächstgelegenen Beratungsmöglichkeiten (bspw. Long-COVID-Ambulanzen, Reha-Kliniken, Vereine und Selbsthilfegruppen) zu sammeln und diese auf der städtischen Internetseite sowie im Gesundheitsamt in gedruckter Fassung zur Verfügung zu stellen.
Darüber hinaus wird die Verwaltung gebeten, bei der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen eine interdisziplinäre Vernetzung der mit der Behandlung von Long-COVID-Patienten befassten Einrichtungen (bspw. Kinder- und Hausarztpraxen, Universitätskliniken, Physio- und Ergotherapeuten, Betroffenen- bzw. Selbsthilfegruppen) mit dem Ziel einer Beratung in Braunschweig anzuregen.
