Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Auszug

13.05.2022 - 8.1 Erhalt der Förderschule Lernen

Beschluss:
abgelehnt
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Wortprotokoll

Frau Maul bringt den Antrag für die CDU-Fraktion ein und erläutert, dass weiterhin ein differenziertes Bildungsangebot in Form von Förderschulen erforderlich ist, da nicht alle Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Inklusion an den Regelschulen optimal gefördert werde können.

 

Herr Kamphenkel unterstützt diese Aussage. Eine Aufhebung der Förderschule sollte erst dann erfolgen, wenn eine realistische Umsetzung der Inklusionsvorgaben an den Regelschulen erfolgen kann.

 

Herr Swalve erinnert daran, dass das Auslaufen der Förderschulen eine landesrechtliche Entscheidung ist. Im Rahmen der Inklusion an Regelschulen würden trotz Lehrkräftemangel gute Ergebnisse erzielt. Als Schulträger hätte die Stadt die Aufgabe durch räumliche und sachliche Ausstattung die Inklusion an den Regelschulen umzusetzen.

 

Frau Ohnesorge unterstützt den Inklusionsgrundsatz. In der Realität wären jedoch nicht alle Schülerinnen und Schüler an Regelschulen gut untergebracht. Mit dem Erhalt der Förderschule könnte man mithin dem Elternwillen Raum geben.  

 

Von Herrn Schnepel wird der Antrag für die Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN abgelehnt.

Die Diskussion über den Fortbestand von Förderungsschulen müsste auf Landesebene diskutiert werden. Studien würden zeigen, dass inklusive Bildungssysteme zu besseren Bildungserfolgen führen würden.

 

Herr Wirtz steht dem vorliegenden Antrag positiv gegenüber. Auch aus seiner Sicht sollte der Elternwille, Kinder an einer Förderschule unterrichten zu lassen, berücksichtigt werden.

 

Von Frau Kaphammel wird nochmals unterstrichten, dass Ziel der Inklusion sein muss die Kinder optimal zu fördern, damit sie in der Regelschule bestehennnen. Dazu würden derzeit aber zu wenig Stunden, zu wenig Fachlehrkräfte und zu wenig Geld zur Verfügung stehen. Zurzeit sollte daher der Elternwille nach einer gleichberechtigten Unterrichtsmöglichkeit an einer Förderschule bestehen bleiben.

 

Aus Sicht von Herrn Mehmeti findet an den Schulen, an denen entsprechendes Personal vorhanden, ist Teamteaching statt. Grundsätzlich wärenr die Inklusion kleinere Klassen vorteilhaft.

 

r die FDP unterstütz Frau Merten den Antrag. Auch sie stellt den Elternwille in den Vordergrund.

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Die Verwaltung wird gebeten, sich beim Land Niedersachsen für den Erhalt der Astrid-Lindgren-Schule als Förderschule Schwerpunkt Lernen über das Schuljahr 2027/2028 hinaus einzusetzen.

Somit sollen auch nach dem Ende des Schuljahres 2022/23 Schülerinnen und Schüler aufgenommen werden können.

 

Den Eltern soll so eine Wahlfreiheit beim Förderbedarf Lernen weiterhin ermöglicht werden, da die Astrid-Lindgren-Schule in diesem Zweig schon heute in Braunschweig die einzige Alternative zu den Regelschulen darstellt.   

 

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Abstimmungsergebnis:

dafür 7, dagegen 8, Enthaltungen 3

 

Der Antrag ist damit abgelehnt.

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