Rat und Stadtbezirksräte
11.11.2022 - 4.2 Nachbarschaftszentren in Braunschweig - Planung...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 4.2
- Zusätze:
- Verantwortlich: Dr. Arbogast
- Datum:
- Fr., 11.11.2022
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Mitteilung
- Federführend:
- 0500 Sozialreferat
- Beschluss:
- zur Kenntnis genommen
Wortprotokoll
Frau Ihbe bittet zu erläutern, wie das Verfahren für die Nachbarschaftszentren ab 2025 ablaufe. Des Weiteren bittet sie darum, die Reihenfolge für die Nachbarschaftszentren ab 2025 näher zu begründen und mitzuteilen, wieso das Begegnungszentrum Gliesmarode Am Solanger nicht berücksichtigt wurde.
Herr Haf berichtet, dass geplant sei, jährlich zwei neue Nachbarschaftszentren auf den Weg zu bringen. Die Gesamtzahl der Nachbarschaftszentren orientiere sich daran, dass ein Nachbarschaftszentrum ein Einzugsgebiet von ca. 20.000 Einwohner abdecke. Es seien langfristig auch mehr Nachbarschaftszentren denkbar, um dieses Verhältnis zu verbessern. Vor dem jeweiligen Haushalt werde jeweils eine Beschlussvorlage über die Bereitstellung der finanziellen Mittel für das nächste Haushaltsjahr vorgelegt. Die Prioritätenliste sei nach den Vorgaben des Beschlusses erstellt worden. In der Prioritätenliste seien auch erfolgreiche drittmittelgeförderte Projekte berücksichtigt worden, um auch nach Auslaufen der Drittmittelförderung die Finanzierung zu sichern. An Seniorenbegegnungsstätten seien zunächst diejenigen berücksichtigt worden, bei denen die Vorgaben am besten erfüllt werden. Im Zusammenhang mit der Bahnstadtentwicklung, den Neubauten am Hauptgüterbahnhof und dem Bahnhofsumfeld werde ebenfalls die Einrichtung von Nachbarschaftszentren geplant.
Das Begegnungszentrum Gliesmarode Am Solanger laufe gut, dies sei aber bei anderen Einrichtungen ebenfalls so. Er betont, dass auch berücksichtigt werde, ob es im räumlichen Umfeld schon Einrichtungen gibt.
Frau Köhler bittet mitzuteilen, ob die Mittel für die bereits beschlossenen vier Nachbarschaftszentren bereits im Haushalt enthalten sind.
Herr Haf bestätigt, dass die Mittelanmeldung im Haushalt erfolgt und die Haushaltmittel im Haushaltsansatz enthalten seien.
Frau Ihbe spricht sich dafür aus, dass am Beschluss für die ersten vier Nachbarschaftszentren festgehalten werden solle.
Frau Antonelli-Ngameni bittet darum, mitzuteilen, wo man die Leitlinien zu den Nachbarschaftszentren findet und die inhaltliche Ausrichtung der Nachbarschaftszentren zu erläutern.
Herr Haf teilt mit, dass die Leitlinien noch nicht an die politischen Gremien weitergegeben worden seien. Diese seien in einer interdisziplinären Arbeitsgruppe entstanden und würden die Grundlage für die anstehenden Ausschreibungen für die ersten Nachbarschaftszentren bilden. Ein Nachbarschaftszentrum sei eine offene Anlaufstelle, die niedrigschwellige Begegnungsmöglichkeiten zur Verfügung stellen soll, welche sich an die gesamte Bevölkerung richten. In den Nachbarschaftszentren solle es die Möglichkeit geben, Kursangebote, Veranstaltungen, aber auch private Zusammenkünfte durchzuführen. In den Nachbarschaftszentren seien individuelle Beratungsmöglichkeiten geplant und es solle eine Vernetzung mit Akteuren jeglicher Art stattfinden. Für die Nachbarschaftszentren sei hauptamtliches Personal eingeplant.
Frau Ihbe bittet darum, die Leitlinien nachzuliefern.
Herr Dr. Piest fragt nach, ob eine Zuwendung in Höhe von 105.000 € pro Jahr oder pro Nachbarschaftszentrum eingeplant sind.
Herr Haf teilt mit, dass 105.000 € pro Jahr für zwei Zentren eingeplant seien.
Herr Dr. Piest fragt, warum für das Siegfriedzentrum 100.000 € eingeplant sind.
Herr Haf teilt mit, dass für das Siegfriedzentrum, wie für die anderen Nachbarschaftszentren, 52.500 € eingeplant seien.
Herr Schubert ergänzt, dass zu unterscheiden sei zwischen dem Antrag des Siegfriedzentrums über 100.000 € und den pro Nachbarschaftszentrum eingeplanten Mitteln in Höhe von 52.500 €.
Frau Mundlos fragt nach, ob bei der Betrachtung der bereits vorhandenen Einrichtungen auch das Potential und die personelle Struktur der Einrichtung betrachtet wird.
Herr Haf teilt mit, dass diese Punkte ebenfalls berücksichtigt würden.
Frau Köhler fragt nach, wie die Reihenfolge in der Priorisierung im Hinblick auf die Zentren, welche sich bereits in der institutionellen Förderung befinden, umgesetzt wird. Sie fragt, ob diese dann übersprungen werden. Des Weiteren fragt sie nach, ob die Reihenfolge fix ist, oder ob Veränderungen, die sich ergeben haben, auch noch berücksichtigt werden können.
Herr Haf und Herr Schubert weisen darauf hin, dass sich die Priorisierungsliste im Laufe der Zeit verändern könne und eine Anpassung zu einem späteren Zeitpunkt möglich sei.
Einige Ausschussmitglieder bitten darum, das Bewertungssystem für die Auswahl und Priorisierung der Nachbarschaftszentren möglichst noch vor den Haushaltsberatungen transparenter zu gestalten.
Herr Haf teilt mit, dass sich die Kriterien an dem Ursprungsbeschluss orientieren und die Kriterien gleichberechtigt sind. Es werde versucht bis zur nächste Sitzung eine bessere Transparenz zu schaffen.
Herr Schubert ergänzt, dass es immer eine gewisse Unschärfe bei der Priorisierung geben werde.
Herr Winckler schlägt vor, unter den Nachbarschaftszentren und den Institutionen eine Vernetzung zu schaffen.
Herr Haf teilt mit, dass dies beabsichtigt sei. Zum Teil gebe es diese Vernetzung bereits.
Frau Ihbe fragt nach, wie mit der Finanzierung von Nachbarschaftszentren umgegangen wird, die einen Antrag gestellt haben, aber bei der Finanzierung der Nachbarschaftszentren in den nächsten 2 Jahren nicht berücksichtigt werden.
Herr Haf teilt mit, dass dem politischen Beschluss in der dort beschlossenen Höhe gefolgt werde.
Frau Jaschinski-Gaus bittet, bis zur nächsten Sitzung eine konkrete Definition eines Nachbarschaftszentrums zu liefern.
Herr Haf teilt mit, dass das Grundsatzkonzept zu den Nachbarschaftszentren noch vorgestellt werde.
Die Mitteilung wird zur Kenntnis genommen.
Anlagen zur Vorlage
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
|---|---|---|---|---|---|
|
1
|
(wie Dokument)
|
371,1 kB
|
