Rat und Stadtbezirksräte
06.12.2022 - 3.2 Information zum Sachstand Verkehrsmodell Brauns...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 3.2
- Datum:
- Di., 06.12.2022
- Status:
- gemischt (Sitzung abgeschlossen)
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- Sitzung
Wortprotokoll
Herr Strahl betont die Komplexität eines Verkehrsmodells und stellt dieses anhand einer Präsentation vor.
Protokollnotiz: Die Verwaltung hat die Präsentation dem TOP im Nachgang der Sitzung protokollarisch angefügt.
Protokollnotiz: Ratsherr Dr. Plinke verlässt um 17:09 Uhr die Sitzung.
Das Verkehrsmodell ist ein vereinfachtes Abbild eines realen Verkehrssystems. Herr Strahl betont, dass ein Modell nur Zustände rekonstruieren und quantifizieren kann, wofür empirische und statistische Daten vorlegen. Das Verkehrsmodell für Braunschweig ist ein sogenanntes makroskopisches Modell. Aufgrund der starken und sich überschneidenden Verkehrsverflechtungen im regionalen Raum besteht seitens der Verwaltung eine Kooperationsvereinbarung mit dem Regionalverband (RVB) und der Stadt Wolfsburg. Das Verkehrsmodell des RVB ist den beiden städtischen Modellen übergeordnet. Herr Strahl gibt eine Übersicht über die Datengrundlagen und erläutert anhand eines Schaubildes die Funktionen und Möglichkeiten eines Verkehrsmodells.
Protokollnotiz: Ratsherr Dr. Plinke nimmt ab 17:11 Uhr wieder an der Sitzung teil.
Auf Nachfrage von Ratsfrau Jalyschko erläutert Stadtbaurat Leuer die Entscheidung für ein makroskopisches Verkehrsmodell. Wenn ein Verkehrsmodell für eine Stadt mit 250.000 Einwohnern insgesamt erstellt wird, würde es die Verwaltung auch datentechnisch überfordern, um dies mikroskopisch abzubilden. Die Verwaltung wird aber auf die makroskopische Betrachtung unter Umständen im Anschluss auch an den Mobilitätsentwicklungsplan (MEP) in Teilbereichen mikroskopische Betrachtungen legen, um bei Problemlagen weitere Details abbilden zu können.
Auf Nachfrage von Bürgermitglied Schroth teilt Stadtbaurat Leuer zu den Personalressourcen mit, dass das Verkehrsmodell von Herrn Strahl bearbeitet und verwaltet wird. Bei ergänzenden Untersuchungen oder erforderlichen Berechnungen werden ggf. externe Ingenieurbüros hinzugezogen.
Ratsherr Wirtz hinterfragt die fehlenden Fahrradabstellanlagen und wie der Radverkehr gemessen bzw. modelliert wird, wenn große Abstellanlagen nicht betrachtet werden.
Herr Strahl erläutert die Schwierigkeit bei der Unterscheidung des objektiven und des subjektiven Verhaltens. Mittlerweile gibt es auch methodische Ansätze für den Verkehrsmodell Radverkehr. Zugrunde gelegt wird in erster Linie der Aufwand, der betrieben werden muss, um von A nach B zu gelangen. Es geht weniger um die Frage, ob am Zielort eine Fahrradabstellanlage vorhanden ist. Die Modellierung von Fahrradabstellanlagen ist methodisch extrem kompliziert. Es gibt derzeit deutschlandweit kein Modell, das das Fahrradparken abbildet.
Auf Nachfrage von Ratsherr Wirtz bestätigt Herr Strahl, dass die Parkproblematik nicht nur für den Radverkehr, sondern auch für den Kfz-Verkehr gilt.
Auf Nachfrage von Ratsherr Kühn teilt Herr Strahl mit, dass das Verkehrsmodell sich derzeit in der Feinkalibrierung befindet. Eine Vorabversion, mit der bereits gearbeitet wird, liegt vor. Im Laufe des nächsten Jahres wird das Verkehrsmodell endgültig fertiggestellt.
Auf ergänzende Nachfrage von Ratsfrau Jalyschko erläutert Stadtbaurat Leuer, dass sich die Datengrundlagen bei der mikroskopischen bzw. makroskopischen Simulation deutlich unterscheiden und macht dies am Beispiel der erfolgten mikroskopischen Simulation beim Hagenmarkt deutlich.
Über die makroskopische Simulation besteht ein Überblick über das Gesamtnetz. Sollte sich bei besonders schwierigen und sensiblen Einzelbereichen beispielsweise im Kontext MEP herausstellen, dass die makroskopische Betrachtung nicht ausreicht, wird eine mikroskopische Betrachtung erfolgen, um genauere Informationen zu erhalten.
Ausschussvorsitzende Ratsfrau Kluth regt an, die Vorlagen 22-19984 (TOP 4) und 21-16752-03 (TOP 7) bereits vorgezogen im Anschluss an diese Mitteilung zu beraten, da einzelne Ausschussmitglieder die Sitzung frühzeitig verlassen müssen. Es besteht Einvernehmen, so zu verfahren.
Anlagen
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1
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(wie Dokument)
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1,3 MB
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