Rat und Stadtbezirksräte
07.03.2023 - 5.1.1 Bedarf an zusätzlichen Hilfsangeboten für Wohnu...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 5.1.1
- Zusätze:
- Verantwortlich: Albinus
- Datum:
- Di., 07.03.2023
- Status:
- öffentlich (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Stellungnahme
- Federführend:
- 50 Fachbereich Soziales und Gesundheit
- Beschluss:
- zur Kenntnis genommen
Wortprotokoll
Herr Winckler fragt nach, wie die Daten zustande kämen, dass die Verwaltung keinen Bedarf für weitere Hilfsangebote sieht. Des Weiteren fragt er nach der Situation bei der Tafel und ob es hier notwendig sei, einen zweiten Standort zu eröffnen.
Herr Klockgether teilt mit, dass es zu der Anzahl an Wohnungslosen keine verlässlichen Daten gebe. Die Verwaltung habe jedoch einen zuverlässigen Blick auf die Situation, da der Bedarf über die Unterkünfte im Winter gut überblickt werden könne. Eine frühere Umfrage der der Diakonie habe ergeben, dass in Braunschweig ca. 400 wohnungslose/obdachlose Personen leben würden. Derzeit befänden sich rund 200 Personen in der Unterbringung. Der Versorgungsbus spräche viele Personen an. Ein Ausbau der bestehenden Angebote für Wohnungslose werde aus Sicht der Verwaltung nicht benötigt. Die Tafel habe einen guten Zulauf. Ein Sicherheitsdienst werde dort derzeit nicht mehr benötigt. In Braunschweig seien gut 3.000 UkrainerInnen registriert worden. Wie viele sich tatsächlich in Braunschweig befinden, sei nicht bekannt. Es gebe weiterhin eine große Nachfrage für das Angebot der Tafel. Ob ein zweiter Standort für die Tafel notwendig ist, müsse bei der Tafel direkt angefragt werden. Die Stadt stehe der Tafel als Ansprechpartner zur Verfügung.
Frau Johannes fragt nach, was bei Akutnotfällen bei Frost passiere und, ob für solche Fälle Räumlichkeiten zur Verfügung stehen würden. Sie bittet außerdem darum mitzuteilen, wie viele StreetworkerInnen in Braunschweig tätig sind.
Herr Klockgether teilt mit, dass es tagsüber das Angebot des Tagestreff IGLU gebe. Dieser sei nicht überfüllt. Die Wohnungslosenunterbringungen seien zu rund 70 % ausgelastet. Obdach gebe es für alle, die sich an die Stadt Braunschweig wenden. Es gebe außerdem einen Notschlüssel für einen Notraum, welcher kurzfristig rund um die Uhr genutzt werden könne. Er gehe von drei bis vier SozialarbeiterInnen aus, die aufsuchende Beratung im Rahmen des Streetworkprojekts durchführen.
Herr Dr. Piest fragt nach, ob die Aussage zu dem ausreichenden Angebot auch vom Tagestreff IGLU unterschrieben werden würde.
Herr Klockgether teilt mit, dass die Antwort der Verwaltung nicht explizit mit dem Tagestreff IGLU abgestimmt sei, man aber regelmäßig in Kontakt stehe.
Frau Ohnesorge bittet darum mitzuteilen, wie hoch die aktuelle Zahl der Probewohnungen ist.
Herr Klockgether teilt mit, dass das Probewohnen ganz normal weiter laufe. Die aktuelle Zahl werde mit dem Protokoll nachgereicht.
Frau Kumpis weist die Politik darauf hin, dass die Malteser das Angebot des Versorgungsbus nicht aufrechterhalten könnten, wenn es nicht refinanziert würde.
Frau Ihbe bittet die Verwaltung mitzuteilen, welche Bedarfe notwendig seien, damit die SPD wenn nötig unterstützen kann.
Protokollnotiz:
Derzeit laufen 27 Probemwohnmaßnahmen.
