Rat und Stadtbezirksräte
01.06.2023 - 3.6.1 präventive Hausbesuche – aktueller Stand
Grunddaten
- TOP:
- Ö 3.6.1
- Datum:
- Do., 01.06.2023
- Status:
- öffentlich (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- Sitzung
Wortprotokoll
Die Präsentationen werden als Anlage beigefügt.
Frau Ihbe fragt nach, wie die Kosteneinsparungen im Hinblick auf die benötigten Mittel für das Projekt zu sehen seien.
Frau Blotenberg antwortet, dass es richtig sei, dass die KümmerInnen bezahlt werden müssten. Insgesamt ergebe sich durch das Projekt jedoch eine Kosteneinsparung.
Herr Stühmeier fragt nach, wie die Unterschiede innerhalb des Stadtgebietes zu erklären seien. Weiter bittet er darum zu erläutern, wie die Quote von 0 % bis 3 % verbessert werden könne und wie das Angebot in Dänemark angenommen werde.
Frau Ternité vermutet, dass das Seniorenbüro den Beratungsbedarf im Planbereich Innenstadt bereits abdecke. Die Senioren, die besucht wurden, seien anschließend noch einmal angeschrieben worden. Hierdurch sollen mehr Menschen erreicht werden.
Herr Haf ergänzt, dass es sich bei vier der fünf Planungsbereiche um Bereiche mit besonderem sozialen Handlungsbedarf handele. In den Bereichen gebe es überdurchschnittlich viele Menschen in prekären Lebenslagen. Es sei zu vermuten, dass Menschen grundsätzlich gehemmt seien sich Hilfe zu holen oder anzunehmen. Studien würden belegen, dass sich insbesondere Menschen mit geringem sozioökonomischen Status zu wenig Gedanken um Ihre Altersvorsorge machen würden.
Frau Blotenberg sagt, dass sie keine Informationen darüber habe, wie viele präventive Hausbesuche in Dänemark stattfinden würden. Die Effekte dort seien positiv.
Frau Dr. Flake teilt mit, dass sich das Projekt nur gesamtgesellschaftlich und nicht auf kommunaler Ebene lohnen würde, da die Kosten von unterschiedlichen Parteien getragen würden.
Frau Blotenberg teilt mit, dass an das Ministerium herangetreten werden müsse, dass das Projekt von der Stadt Braunschweig gewollt sei. Es käme eine Kombination aus Finanzierungsmöglichkeiten in Betracht. Krankenkassen müssten Gelder in Präventionsprojekte finanzieren.
Frau Dr. Flake fragt, ob es Beispiele gebe, bei denen Kommunen auf die Krankenkassen zugegangen sind.
Frau Blotenberg vermutet, dass die Umsetzung bei der Gemeindeschwester Plus in Rheinland-Pfalz entsprechend stattgefunden habe.
Frau Ternité ergänzt, dass Pflegeheimplätze mit den derzeitigen Renten kaum finanzierbar seien. Die Kommune würde durch das Projekt daher langfristig Geld sparen.
Frau Otto fragt nach, ob bei den präventiven Hausbesuchen auch nach Informationen für die Angehörigen gefragt werde.
Frau Ternité sind solche Nachfragen nicht bekannt. Zu den Hausbesuchen werde aber der Seniorenwegweiser ausgehändigt. Es gebe wenige Angehörige, die Senioren für Hausbesuche anmelden oder bei Gesprächen dabei sind.
Frau Otto bittet um eine Erläuterung, wie sich die 45.000 € Einsparungen errechnen.
Frau Blotenberg antwortet, dass für die Einsparung von drei Personen mit dem Pflegegrad 3 in einer Langzeitpflegeeinrichtung ausgegangen worden sei.
Frau von Knobelsdorff weist darauf hin, dass die finanzielle Abdeckung solcher Projekte im bereits angesprochenen Positionspapier der BAGSO thematisiert werde. Der Seniorenrat fordert eine langfristige Sicherung des Projektes.
Frau Ihbe bittet darum zu erläutern, wie eine Sicherung des Projektes insbesondere bezogen auf die Finanzierung erfolgen könne.
Frau Dr. Rentzsch sagt zu, eine finanzielle Beteiligung der Krankenkassen bis zur nächsten Sitzung des Ausschuss für Soziales und Gesundheit zu prüfen und in der nächsten Sitzung zu berichten.
Frau Blotenberg ergänzt, dass es wichtig sei, dass es ein vom Gesundheitssystem unabhängiges Angebot gebe.
Frau Blotenberg, Frau Ternité und Frau von Knobelsdorff sind ab 16:40 Uhr abwesend.
Anlagen
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(wie Dokument)
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