Rat und Stadtbezirksräte
17.10.2023 - 5 Förderung des Welcome Centers für die Jahre 202...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 5
- Sitzung:
-
Sitzung des Wirtschaftsausschusses
- Zusätze:
- Verantwortlich: Leppa
- Gremium:
- Wirtschaftsausschuss
- Datum:
- Di., 17.10.2023
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 0800 Stabsstelle Wirtschaftsdezernat
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Wirtschaftsdezernent Leppa informiert zur Vorlage und skizziert die Tätigkeit des Projektes Welcome Center der Region und empfiehlt aufgrund der wertvollen Unterstützungsleistungen des Projektes die Zustimmung zur weiteren Förderung für drei Jahre. Herr Ahlswede-Brech von der Allianz für die Region ist für Rückfragen der Ausschussmitglieder anwesend. Ratsherr Tegethoff bittet unter Verweis auf die der Vorlage angefügten Zahlenpräsentation um Auskunft, wieso die Zahl der erreichten Unternehmen in den letzten Jahren rückläufig war. Herr Ahlswede-Brech bestätigt den Rückgang und begründet diesen mit einer Priorisierung bei der Auswahl der zu erreichenden Unternehmen, betont aber, dass das Angebot bei den Intensivberatungen konstant geblieben ist. Ratsherr Glogowski verweist auf den hohen Handlungs- und Schnittstellenbedarf hinsichtlich Integration in den Arbeitsmarkt und bittet vor diesem Hintergrund um Auskunft zur grundlegenden Funktion des Welcome Centers. Herr Ahlswede-Brech beantwortet die Nachfrage. Das Welcome Center ist ein Projekt, um Ratsuchende in der Region bei der Arbeitsaufnahme zu unterstützen. Damit unterstützt das Projekt einerseits die Ausländerbehörden der Region und andererseits die Ratsuchenden bei der beruflichen und auch sozialen Integration. Ziel ist es, in Kooperation mit den Ratsuchenden, den Unternehmensverbänden und den Behörden eine Willkommenskultur zu etablieren.
Der stellvertretende Ausschussvorsitzende Bratmann weist auf die beiden Gruppen von Zuwanderern (einerseits Kriegsflüchtlinge und Asylbewerber, andererseits Fachkräftemigration) und erfragt, welche Gruppe beim Welcome Center - auch in Abgrenzung zu anderen Initiativen wie z. B. „Start Guides“ - im Vordergrund steht und wie Herr Ahlswede-Brech die Initiative im Sozialausschuss des Niedersächsischen Landtages zur Vereinheitlichung des Konzepts der insgesamt acht Welcome Center in Niedersachsen bezüglich Qualitätsstandards, Beratungsaufgaben, Struktur und Personalschlüssel bewertet. Herr Ahlswede-Brech sieht „Start Guides“ als gute Ergänzung. Mit dem Projekt, das in Braunschweig von der AWO betrieben wird, steht das Welcome Center in Austausch und enger Kooperation. Das Welcome Center war das erste Projekt des Fachkräftebündnisses in Südostniedersachsen, das 2016 gestartet ist, und somit die Blaupause für alle weiteren Welcome Center in Niedersachsen. Der genannte Antrag der Landesregierung auf Stärkung der Welcome Center in Niedersachsen durch strukturelle Vereinheitlichung wird aufgrund der wachsenden Herausforderungen in diesem Bereich von der Allianz für die Region ausdrücklich begrüßt.
Ratsherr Dr. Plinke bittet um Auskunft, ob auch Personen, die noch nicht in Braunschweig leben, beraten werden. Herr Ahlswede-Brech führt aus, dass das Welcome Center auch Anfragen von Ratsuchenden aus dem Ausland oder anderen Regionen verzeichnet. Ratsherr Glogowski fragt, ob Herr Ahlswede-Brech Möglichkeiten der schnelleren Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt sieht. Herr Ahlswede-Brech identifiziert als Hauptgrund für die Verzögerungen bei der beruflichen Integration die Verfahrensdauer bei den Ausländerbehörden, welche in Niedersachsen im Schnitt acht Monate beträgt. Das Welcome Center möchte hier zu einer Verbesserung beitragen.
Weitere Nachfragen ergeben sich nicht. Ausschussvorsitzender Schatta bittet um Abstimmung.
Anlagen zur Vorlage
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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(wie Dokument)
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385,2 kB
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