Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Auszug

24.01.2024 - 4.1 Einrichtung eines Tagesordnungspunktes "Bericht...

Beschluss:
zur Kenntnis genommen
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Wortprotokoll

Auf Rückfrage von Ratsfrau von Gronefeld erläutert Ausschussvorsitzender Ratsherr Jonas, dass es sich hier um einen Tagesordnungspunkt handelt, dessen Behandlung keiner Abstimmung bedarf.

 

Die Beauftragten für Naturschutz und Landschaftspflege (BfNL) Herr Hermann und Herr Hoppe-Dominik stellen jeweils ihren Werdegang, Schwerpunkte ihres Naturschutzengagements sowie ihrer Arbeit als BfNL im Jahr 2023 vor. Neben der aktiven Naturschutzarbeit (bspw. im Amphibien- und Insektenschutz) beraten die BfNL u.a. Verwaltung, Fachbehörden, Bürgerinnen und Bürger sowie die Politik. Des Weiteren helfen die BfNL bei der Vernetzung mit weiteren Akteuren wie Naturschutzverbänden, Stiftungen, wissenschaftlichen Instituten und Ehrenamtlichen. Die BfNL werden zukünftig jährlich im Umwelt- und Grünflächenausschuss über grundlegende Projekte und Arbeitsergebnisse berichten.

 

Im Anschluss an den Bericht werden die vielfältigen Nachfragen der Ausschussmitglieder zu der Arbeit und den Projekten der BfNL ausführlich beantwortet sowie ihre Expertise zu verschiedenen Naturschutzfragestellungen eingeholt.

 

Auf Nachfrage des Ausschussvorsitzenden Ratsherren Jonas wurde die Expertise der BfNL hinzugezogen, um Potentiale für den Naturschutz in Braunschweig zu identifizieren. Als Beispiele wurden die ökologische Bewirtschaftung städtischer Flächen, der Erhalt von Altbäumen, die Fließgewässerrenaturierung sowie die Extensivierung und insektenfreundliche Bewirtschaftung städtischer Grünflächen genannt. Darüber hinaus wird die Nutzung von Grünschnitt zur Erzeugung von Biogas vorgeschlagen. Grundsätzlich wird seitens der BfNL ein Bedarf an weiteren Stellen für die Umweltbildung und Landschaftspflege sowie an Geräten, die für die naturnahe Landschaftspflege benötigt werden, gesehen.

 

Die BfNL empfehlen insbesondere, dass die im Besitz der Stadt Braunschweig befindlichen, bzw. verpachteten Acker- und Grünlandflächen so zu bewirtschaften sind, dass die Artenvielfalt erhöht wird und dem Aussterben von Rebhuhn, Feldlerche, Feldhamster sowie dem Schwund an Insekten entgegenzuwirken ist. Es wurde wissenschaftlich nachgewiesen, dass der Artenrückgang in der Kulturagrarlandschaft unter anderem auf den Einsatz von chemisch-synthetischen Pflanzenschutz- und Düngemitteln zurückzuführen ist, daher wird von den BfNL empfohlen, dass auf den Einsatz dieser Mittel auf landwirtschaftlichen Flächen verzichtet wird.

 

Den Vorschlag von Herrn Hoppe-Dominik und dem Ausschussvorsitzenden Ratsherren Jonas - dass die Stadt als Flächeneigentümerin an den Treffen der Feldmarkinteressengemeinschaften teilnimmt - wird die Verwaltung aufgreifen und intern prüfen.

 

Protokollnotiz: Ratsfrau Lerche ist zwischen 16:05 und 16:07 abwesend. Ratsfrau Jaschinski-Gaus ist zwischen 16:13 und 16:16 Uhr abwesend.

 

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Ergebnis:

 

Der beantragte Tagesordnungspunkt "Bericht der Beauftragten für Naturschutz und Landschaftspflege" wurde als TOP 4.1 behandelt.

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