Rat und Stadtbezirksräte
06.11.2023 - 2.2 Vorstellung des künstlerischen Konzepts für das...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 2.2
- Datum:
- Mo., 06.11.2023
- Status:
- gemischt (Sitzung abgeschlossen)
- Uhrzeit:
- 14:00
- Anlass:
- Sitzung
- Beschluss:
- zur Kenntnis genommen
Wortprotokoll
Herr Dr. Scheytt (Geschäftsführer von KULTUREXPERTEN Dr. Scheytt GmbH) stellt das von der Verwaltung beauftragte und durch die Agentur KULTUREXPERTEN Dr. Scheytt GmbH erarbeitete künstlerische Konzept bzw. Betreiberkonzept für das Konzerthaus im Zentrum für Musik vor. Die Präsentationsfolien sind dem Protokoll angehängt.
Frau Prof. Dr. Hesse erläutert anschließend, dass der Grundsatzbeschluss 23-20743-05 im Rat am 21.03.23 keinen endgültigen Beschluss zum Bau des geplanten Neubaus der Städtischen Musikschule und eines Konzerthauses darstellt, sondern die Verwaltung bisher nur ermächtige, den Architektenwettbewerb anzustoßen und die entsprechenden Konzepte zur Vorbereitung zu beauftragen.
Ausschussvorsitzender Böttcher eröffnet den Nachfragenteil zum Vortrag von Herrn Dr. Scheytt.
Ratsherr Stühmeier bezieht sich auf den im Vortrag genannten Ausblick und bittet um eine Erläuterung zur Kostenschätzung.
Herr Dr. Scheytt betont, dass es für Stadtverwaltung und Politik relevant sei, die verschiedenen Handlungsempfehlungen zusammenzuführen. Er erläutert, zunächst ginge es um den Architektenwettbewerb, später um die Stadtplanung, und erst dann um den Baubeschluss. Zum Zeitpunkt des Baubeschlusses seien in vielen vergleichbaren Projekten die Kosten seit der ersten Planung immens gestiegen; dies liege häufig an einer schlechten Planung. Eine im Detail deklarierte Planung, die alle Eventualitäten beachte, schütze vor potenziell explodierenden Kosten. Die Architektenentwürfe müssten im ersten Schritt auf ihre inhaltliche Tauglichkeit, im zweiten Schritt auf die entstehenden Baukosten geprüft werden.
Herr Dr. Eckhardt (Bürgermitglied) regt auf der Basis des Vortrages an, noch einmal zu überdenken, ob der Konzertsaal statt der geplanten 1.000 Plätze entsprechend der Empfehlungen der Wirtschaftlichkeit durch die KULTUREXPERTEN nicht doch 1.200 Plätze umfassen sollte. Er verweist auf die Möglichkeit, weitere Plätze durch Ränge hinzuzufügen.
Herr Dr. Scheytt bestätigt seine Einschätzung und verweist auf die Möglichkeit, die Architektinnen und Architekten im Wettbewerb Lösungen dazu erarbeiten zu lassen.
Herr Henkel bittet um Klärung, was die empfohlene Personen- bzw. Platzzahl für den großen Konzertsaal betrifft. Zunächst sei von 1.000, nun von 1.200 Personen bzw. Plätzen die Rede gewesen. Er bitte um eine Einschätzung, welcher Bedarf im Jahr 2023 gegeben sei. Er bittet weiter um eine Erläuterung des „Braunschweiger Profils“.
Herr Dr. Scheytt betont die Aussage des Vortrages, bei der Zahl von 1.200 Plätzen könne man von einem „breaking point“ sprechen, ab welchem hochrenommierte Künstlerinnen und Künstler in das Konzerthaus eingeladen werden könnten. Er erklärt, das gesamte Gebäude werde um einen „Dritten Ort“ ergänzt. Dies mache das geplante Braunschweiger Konzerthaus zu einem einzigartigen Projekt.
Ratsherr Winckler bittet um Erläuterung des Intendanzmodells und des Mischmodells. Er möchte wissen, welche Unterschiede bestehen, und ob es, im Rahmen des Mischmodells, nicht problematisch sei, wenn mehr als eine Person zuständig sei.
Herr Dr. Scheytt erklärt, das Intendanzmodell sehe eine Person (eine Intendantin oder einen Intendanten) vor, die das Profil bestimme. Das Mischmodell biete den Vorteil eines bunteren Programmes, also z.B. einer Vielfalt von in den Konzerten abgebildeten Musikrichtungen. In diesem Sinne sei das Mischmodel mit einer Doppelgeschäftsführung für das geplante Braunschweiger Haus der Musik vorzuziehen.
Ratsfrau Kaphammel kommentiert, es wäre wünschenswert gewesen, wenn man die Präsentationsfolien vorher gehabt hätte, um sich darauf vorzubereiten. Sie fragt, ob die Form eines „Schuhkartons“ für den Bau eines Konzertsaales tatsächlich zu empfehlen sei. Des Weiteren fragt sie, wie eine Aufstockung von 1.000 auf 1.200 Plätze umzusetzen sei, und wie es um die Prognose der Wirtschaftlichkeit des „Dritten Ortes“ stehe.
Herr Dr. Scheytt antwortet, das Modell des „Schuhkartons“ sei tatsächlich zu empfehlen. Ein Teil der Plätze könnten hinter dem Orchester platziert werden. Die Lösung für die Aufstockung um 200 Plätze fiele den Architektinnen und Architekten im Wettbewerb zu. Er könne keine Aussage dazu treffen, wie wirtschaftlich der „Dritte Ort“ sei.
Frau Allgeier (StBR 130) fragt, welches Feedback die KULTUREXPERTEN zum künstlerischen Konzept in ihren Gesprächen erhalten hätten.
Herr Dr. Scheytt nennt u.a. sein Gespräch mit Frau Prof. Grün, Rektorin der Hochschule für Musik und Theater in München. Aus den Gesprächen mit Akteurinnen und Akteuren der Musikszene habe er sehr positive Reaktionen zur geplanten Kombination eines Konzerthauses und der Städtischen Musikschule wahrgenommen.
Herr Dr. Eckhardt (Bürgermitglied) bittet um Erläuterung der Organisation und weist darauf hin, dass die Rolle des Leiters der Städtischen Musikschule, Herrn Keding, bisher nicht berücksichtigt wurde.
Herr Dr. Scheytt berichtet, man habe sich natürlich intensiv mit Herrn Keding ausgetauscht.
Anlagen
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1
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(wie Dokument)
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13,6 MB
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