Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Auszug

15.03.2024 - 3.3 Bezirkssportanlage Melverode-Heidberg - Beginn ...

Beschluss:
zur Kenntnis genommen
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Wortprotokoll

Stadtrat Herlitschke erläutert zwei maßgeblichen Überlegungen. Die erste sei, das Gebäude selbst zu erhalten und durch eine Ringdrainage dauerhaft vor Feuchtigkeitsschäden zu schützen, um die Bausubstanz zu erhalten und interne Sanierungsoptionen zu ermöglichen. Die andere Überlegung sei, den KK-Schießstand in die Maßnahme miteinzubeziehen, somit müsste die gesamte Bausubstanz, einschließlich des weitreichenden unterirdischen Schießstandes, abgegraben werden. Dies sei mit erheblichen Kosten verbunden, ohne dass der Erfolg der Maßnahme garantiert werden könne.

 

In Anbetracht dieser Überlegungen kann es daher sinnvoll, richtig und auch aufgrund der hohen Kosten vertretbar sein, die Ringdrainage vor dem Schießstand zu schließen, den Schießstand abzutrennen und das Hauptgebäude dauerhaft zu sichern.

 

Herr Rudolf fügt hinzu, dass der Bezirksbürgermeister sowie die betroffenen Schießsportvereine über die Maßnahmen informiert sind und ein weiteres Gespräch vereinbart wurde.

 

Ausschussvorsitzender RH Graffstedt macht deutlich, dass er die Mitteilung kritisch sieht. Der Beschluss des VA aus dem Jahr 2017 ist aufgrund späterer Verwaltungsvorlagen (Beschluss vom 13. September 2022, Ds. 22-19240, und Mitteilung vom 1. März 2023 über den geplanten Bauablauf zu Erhaltung der Bauvorhaben, Ds. 23-20747-01) aus seiner Sicht nicht mehr einschlägig. Zudem verweist er auf ein Gutachten eines Schießsportsachverständigen vom 21. September 2021, welches beinhaltet, dass die Anlage weiter betrieben werden könne

Ausschussvorsitzender RH Graffstedt bittet die Verwaltung, dass in der nächsten Sportausschusssitzung eine Mitteilung über die finanziellen Aufwendungen für die geschätzten Mehrkosten des Erhalts des KK-Schießstandes vorgelegt werden soll.

 

RH Bratschke erläutert die hohe und zuversichtliche Erwartungshaltung eines Vereins und stellt klar, dass der Verein nicht damit gerechnet habe, dass der KK-Stand wegfallen würde.

 

Stadtrat Herlitschke erklärt, dass sich die Einschätzungen zur Sanierbarkeit des Gebäudes in Laufe des Baufortschritts geändert haben. Das von Trockenperioden geprägte ursprüngliche Schadensbild hat sich nach den Starkregenereignissen und dem Hochwasser sowie den daraus resultierenden massiven Wassereinbrüchen verändert. Darüber hinaus handele es sich um eine sehr alte Anlage, bei der kurzfristig auch technische Defekte auftreten können, insbesondere im Zusammenhang mit Wassereintritten. Die Bewertung ergab eine erhebliche Sanierungsbedürftigkeit. Die weitere Einbeziehung des unterirdischen KK-Schießstandes in die Sanierungsmaßnahmen würde zu erheblichen Mehrkosten und dadurch zu einer Unwirtschaftlichkeit führen.

 

Stadtrat Herlitschke sichert eine finanzielle Bewertung der Maßnahme zu.

 

Erläuterungen und Hinweise