Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Auszug

22.05.2024 - 3 Berichte aus den Arbeitsgemeinschaften, Begegnu...

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Wortprotokoll

Frau Jow bedankt sich im Namen des Vereins frauenBUNT e.V. bei der Stadtverwaltung, da seit März zwei Teilzeit-Stellen geschaffen werden konnten, was zu einer großen Entlastung der Ehrenamtlichen führe.

Weiter berichtet Frau Jow von der Kooperation des frauenBUNT e.V. mit der AWO im Rahmen des bundesweiten sozialkritischen Kunstprojekts "100 Boote - 100 Millionen Menschen". Das Projekt diene der Integration von Geflüchteten und solle ein Zeichen der Solidarität mit Geflüchteten setzen. Gemeinsam gestalteten die Beteiligten - unter ihnen auch Geflüchtete Frauen - ein Papierboot, welches zurzeit in Berlin mit zahlreichen weiteren Booten aus dem gesamten Bundesgebiet ausgestellt ist.

Im vergangenen Jahr 2023 fand in Kooperation mit Anti e.V. eine Veranstaltungsreihe zur politischen Bildung statt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hätten die Möglichkeit erhalten, mehr über das demokratische System in Deutschland zu erfahren sowie einen Einblick in verschiedene Rechtsbereiche zu bekommen und Teilhabe zu erleben.

Frau Jow hebt das Thema Spracherwerb hervor, welches vor allem für Frauen mit Kindern aufgrund der fehlenden Kinderbetreuung problematisch sei. Der Verein versuche die Frauen dabei zu unterstützen. Zudem weist Frau Jow daraufhin, dass die Förderung des Projektes "Elterntalk" auslaufen werde. Elterntalk ist ein Projekt der Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen und wurde bisher von dieser gefördert. Elterntalk sind Gesprächsrunden in denen Müttern und Vätern eine muttersprachliche Begleitung und ein Austausch zu Bildungs- und Erziehungsthemen geboten wird.

Hier bestehe weiterhin großer Bedarf, insbesondere nachdem diese institutionelle Hilfe nun wegfalle.

 

Frau Jow berichtet weiterhin über den Niedersächsischen Integrationsrat (NIR). Hier konnten für die Geschäftsstelle zwei neue Mitarbeitende eingestellt werden. Im Jahr 2024 seien drei Plenarsitzungen geplant, von denen bereits eine in Salzgitter stattgefunden habe. Hier diskutierte der NIR mit Vertreterinnen und Vertretern der politischen Parteien über Wege zur Förderung von Migration und Integration in den Arbeitsmarkt. Die nächste Plenarsitzung zum Thema Rechtsextremismus findet am 01.06. und am 02.06.24 in Braunschweig statt. Frau Jow lädt alle Anwesenden herzlich ein. Eine schriftliche Einladung folge. Im November findet die dritte Plenarsitzung, unter dem Thema Kolonialismus im Bildungssystem, in Lüneburg statt.

 

Darüber hinaus seien weitere Fachtagungen organisiert worden. Im März fand eine Fachtagung zum Thema Anti-schwarzen Rassismus statt, u.a. mit einem Gastbeitrag von Herrn Dr. Narku Laing, Mitglied des Expert*innenrats Antirassismus der Bundesregierung.

 

Anfang Mai 2024 fand eine Fachtagung zum Thema Bezahlkarte statt, in der der NIR mit 21 Kommunen des Landes Niedersachsen zu dem Thema in den Austausch gegangen sei. Dabei sei deutlich geworden, dass sich viele Delegierte über die Umsetzung der Bezahlkarte sorgten. Daher sei auch der NIR dem Aufruf des Flüchtlingsrates Niedersachsen gefolgt, und habe den Aufruf „Nein zur diskriminierenden Bezahlkarte für Geflüchtete“ unterzeichnet. Hierzu plane der NIR die Erstellung eines Positionspapiers. Der NIR wolle die niedersächsischen Kommunen dazu auffordern, die Best-Practice Beispiele aus Hannover zu berücksichtigen, sollte es zu einer Umsetzung der Bezahlkarte kommen.

 

Herr Paruszewski berichtet über den Verein für sexuelle Emanzipation e.V. Erstmalig in ganz Niedersachsen gebe es nun Qualitätsstandards für die psychosoziale Transberatung, die vom Landesverband Queeres Netzwerk Niedersachsen e.V. in Zusammenarbeit mit verschiedenen Transberatungsstellen erarbeitet worden seien. Die definierten Standards stellen eine Selbstverpflichtung der Trans*Beratungsangebote in Niedersachsen dar. Der Verein für sexuelle Emanzipation e.V. habe sich mit seinen Fachberatungsstellen selbst verpflichtet diese Standards einzuhalten. Bei Interesse stellt Herr Paruszewski die Qualitätsstandards gerne zur Verfügung.

Weiter berichtet Herr Paruszweski, dass der Verein für sexuelle Emanzipation e.V. erstmals Gastorganisation der Elisabeth-Selbert Initiative sei. Die Elisabeth-Selbert Initiative ist eine Initiative aus Berlin, die vom Auswärtigem Amt finanziert wird. Diese Initiative ermöglicht es Menschenrechtaktivistinnen und Menschrechtsaktivisten bzw. Menschrechtsverteidigerinnen und Menschenrechtsverteidigern auf der ganzen Welt im Rahmen eines Stipendiums für sechs Monate nach Deutschland zu kommen, um sich u.a. weiterzubilden und sich zur vernetzen. Am 25.05.2024 werde der Verein für sexuelle Emanzipation e.V. eine Menschenrechtsaktivistin aus Honduras empfangen, die sich gegen Gewalt an Frauen und queeren Menschen einsetze. Interessierte seien herzlich zu Gesprächen mit der Menschenrechtsaktivistin oder auch gemeinsam mit dem Verein eingeladen. Im Rahmenprogramm des Sommerlochfestivals vom 26.07. bis 10.08.2024 sei auch eine Veranstaltung mit ihr geplant. Es habe einige queere Menschen aus vielen verschiedenen Ländern gegeben, die gerne nach Braunschweig gekommen wären. Der Verein habe sich in diesem Jahr für die Menschenrechtsaktivistin aus Honduras entschieden, da zurzeit viele kolumbianische queere Menschen über das Queer Refugee Projekt unterstützt werden würden. Da passe eine Zusammenarbeit ganz gut und es gebe auch keine Sprachbarriere.

 

Herr Volkmann ist ab 15:25 Uhr anwesend.

 

 

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