Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Auszug

28.08.2024 - 5.1.2 Sachstandsbericht zum Thema weibliche Genitalve...

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Wortprotokoll

Frau Adam und Frau Abdalla stellen den Sachstandsbericht zum Thema weibliche Genitalverstümmelung (FGM/C) in Braunschweig vor.

 

Die Präsentation wird dem Protokoll als Anlage beigefügt.

 

Herr Volkmann ist ab 14:52 Uhr anwesend.

Herr Dr. Mahdy ist ab 14:52 Uhr anwesend.

 

Frau Dr. Flake fragt nach der Anzahl der Betroffenen von weiblicher Genitalverstümmelung in Braunschweig und bittet darum zu erläutern, wer zurzeit die Aufgaben der fehlenden Koordinierungsstelle übernehme und wo die Koordinierungsstelle angesiedelt werden solle.

 

Frau Adam erklärt, dass es schwierig sei, eine genaue Zahl aufgrund der Dunkelziffer zu erfassen. Es gebe eine Dunkelzifferstudie die von ca. 104.000 Fällen in Deutschland ausgehe. Es sei nicht einfach eine genaue Zahl der Betroffenen in Braunschweig zu ermitteln. Betrachte man aber die Anzahl der Fälle in Deutschland sowie die Anzahl der Zuzüge von Frauen nach Braunschweig, beispielsweise aus dem Sudan, Somalia und anderen Ländern, wo die Beschneidungsrate hoch sei, könne man eine Fallzahl für Braunschweig grob herleiten. Da FGM/C nicht nur in afrikanischen Ländern praktiziert werde, sondern es auch Fälle in Syrien, China und anderen pazifischen Ländern gebe, sei es schwierig eine Fallzahl für Braunschwieg zu benennen. FGM/C sei immer noch ein Tabuthema. Im Netzwerk FGM/C gebe es aber viele Menschen, die bereits in Kontakt mit betroffenen Frauen stünden und sich mehr Fachwissen aneignen möchten. Die Zielgruppe der Koordinierungsstelle beschränke sich daher nicht nur auf die betroffenen Frauen und die gefährdeten Kinder, sondern auch auf Institutionen und Vereine, die einen Handlungsbedarf haben. Es gebe kaum fachliches Wissen über die Erkennung und den Umgang mit Gefahrensituation für Kinder. In jeder betroffenen Familie müsse damit gerechnet werden, dass auch die Kinder durch weibliche Genitalverstümmelung gefährdet seien.

Frau Adam erläutert weiterhin, dass eine kleine Projektgruppe ein Konzept für die Koordinierungsstelle erarbeitet habe. Wo die Koordinierungsstelle angesiedelt werden könne und welche Ressourcen benötigt werden würden, wurde bereits in Gesprächen mit verschiedenen Trägern diskutiert. Bisher müsse aber noch weitergedacht werden, um eine realistische Lösung zu finden. Es solle auch geprüft werden, welche Potenziale in der Trägerlandschaft und in der Verwaltung bereits vorhanden seien. Frau Adam sei sich sicher, dass bei dem nächsten Sachstandsbericht im Ausschuss für Vielfalt und Integration eine realistische Lösung für die Koordinierungsstelle vorgestellt werden könne.

Frau Adam fügt hinzu, dass zurzeit eine kleine Gruppe von engagierten Personen die Aufgaben der Koordinierungsstelle übernehmen würde. Zudem leiste das Gleichstellungsreferat der Stadt Braunschweig sowie die Hebammenzentrale einen Beitrag. Viele engagieren sich im Netzwerk zusätzlich zu ihren eigenen Aufgaben, weshalb einige von ihnen immer wieder ausfallen würden.

 

 

 

 

 

 

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Anlagen

Erläuterungen und Hinweise