Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Auszug

14.01.2025 - 3.1 Mündliche Mitteilungen

Beschluss:
zur Kenntnis genommen
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Wortprotokoll

3.1.1. Feedback zum Weihnachtsmarkt-Gutscheinticket 2024

 

Wirtschaftsdezernent Leppa informiert über das Gutscheinticket, das von der Braunschweig Stadtmarketing GmbH wie schon im Vorjahr im Rahmen des Braunschweiger Weihnachtsmarktes 2024 in Kooperation mit dem Verkehrsverbund Braunschweig und mit Unterstützung des Arbeitsausschuss Innenstadt Braunschweig sowie dem Referat Statistik, Stadtentwicklung und Vorhabenplanung der Stadt Braunschweig umgesetzt wurde. Es verbindet einen Fahrschein für den ÖPNV sowie einen 10 €-Wertgutschein r den Weihnachtsmarkt zum Verkaufspreis von 13 €. Das Angebot wurde in diesem Jahr erstmals vollständig digital angeboten, der Fahrscheinanteil konnte über die App FAIRTIQ, der Wertgutscheinanteil über die bestehende Stadtgutschein-Infrastruktur eingelöst werden. Der VRB hatte die Nutzung der Fahrschein-App gefordert, da es im Vorjahr zu Missbrauchsfällen mit dem Papierticket kam. So wurde das Ticket nach seiner Aussage an mehreren Tagen oder für Fahrten genutzt, die nicht zum Braunschweiger Weihnachtsmarkt führten. Mit der App FAIRTIQ konnte dieser Missbrauch ausgeschlossen werden.

 

Auch wenn für den Großteil der Kundinnen und Kunden die Umstellung auf die digitale Variante kein Problem darstellte, gab es deutliche Kritik. Insbesondere ältere Menschen, oder Menschen ohne Smartphone konnten das Angebot nicht nutzen und haben sich entsprechend beschwert. Die Braunschweig Stadtmarketing GmbH (BSM) hat für diese Zielgruppe beim VRB zwar ein Kontingent an Papierfahrscheinen ausgehandelt, dieses war aber aufgrund der hohen Nachfrage sehr schnell vergriffen. Eine kurzfristige Erhöhung hat der VRB abgelehnt, somit war das Angebot nur noch digital nutzbar. Insgesamt spiegelt sich die Kritik auch in den Verkaufszahlen wider, die 77 % unter denen aus 2023 liegen.

 

Die BSM wird das Kundenfeedback und die gesammelten Erfahrungen gemeinsam mit dem VRB reflektieren. Ob und in welcher Form eine erneute Umsetzung des Gutscheintickets in 2025 erfolgt, ist noch offen. Die Verwaltung wird hierzu weiter berichten.

 

Ratsherr Dr. Plinke regt an, die Auswirkungen von Missbrauchsfällen nicht ins Zentrum bei der Bewertung eines solchen Angebots zu stellen. Die Notwendigkeit einer gesonderten App betrachtet er als Hemmschwelle. Er bittet die Verwaltung, die entwickelte Lösung für dieses Jahr rechtzeitig im Wirtschaftsausschuss vorzustellen.

 

rgermeisterin Kaphammel merkt an, dass die Papiergutscheine auch als Geschenkidee oder Maßnahme der Kundenbindung (bei Verkauf in Ladengeschäften) beliebt waren und bittet darum, das Angebot eines Tickets in Papierform künftig wieder in Betracht zu ziehen. Ratsfrau Jaschinski-Gaus weist darauf hin, dass die ausschließlich digitale Variante des Gutscheintickets nicht allen Bürgern bekannt war und bittet darum, das Angebot besser zu kommunizieren.

 

Wirtschaftsdezernent Leppa nimmt die Anregungen für die Prüfung eines künftigen Angebots auf.

 

 

3.1.2. Innenstadtentwicklung

 

Wirtschaftsdezernent Leppa berichtet zu aktuellen Sachverhalten und Veranstaltungen im Zusammenhang mit der Innenstadtentwicklung. Er geht hierbei insbesondere auf die jüngsten, sich positiv entwickelnden Zahlen der Passantenfrequenzen, die aktuellen Werte der Leerstandskartierung, die Antragssachstände in den Projekten Resiliente Innenstädte und Förderfonds Innenstadt sowie den Stand zur Umgestaltung der Burgpassage ein.

 

 

3.1.3. Sachstand Evaluationsgutachten zur Förderung der Kultur- und Kreativwirtschaft

 

Wirtschaftsdezernent Leppa berichtet über den Sachstand zum geplanten Gutachten über die künftige Ausgestaltung der städtischen Förderung der Kultur- und Kreativwirtschaft. Nach Prüfung der vorliegenden Angebote durch die Braunschweig Zukunft GmbH wurde das wirtschaftlichste Angebot des Planungs- und Beratungsbüros STADTart/Multiplicities ausgewählt. Die Auftragsvergabe durch die Stadt Braunschweig ist erfolgt. Aufgrund der parallelen Befassung des Beratungsbüros mit der Studie zur Urbanen Produktion in Braunschweig erhofft sich die Verwaltung Synergieeffekte. Die Fertigstellung des Gutachtens wird im 3. Quartal 2025 erwartet. Bezüglich der erheblichen zeitlichen Verzögerungen ist er selbst unzufrieden und bittet diese zu entschuldigen.

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Ergebnis:

Die mündlichen Mitteilungen werden zur Kenntnis genommen.

Erläuterungen und Hinweise