Rat und Stadtbezirksräte
05.02.2025 - 3.1 Vorstellung der Entwässerungsplanung im Plangeb...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 3.1
- Gremium:
- Ausschuss für Planung und Hochbau
- Datum:
- Mi., 05.02.2025
- Status:
- gemischt (Sitzung abgeschlossen)
- Uhrzeit:
- 15:02
- Anlass:
- Sitzung
- Beschluss:
- zur Kenntnis genommen
Wortprotokoll
Herr Dr. Schulz als Geschäftsführer der Ingenieurgesellschaft Dr.-Ing. Olaf Schulz mbH stellt die Entwässerungsplanung nach dem Schwammstadtprinzip im Plangebiet Jütenring HA 137 anhand einer Präsentation vor.
Auf Wunsch von Ratsfrau von Gronefeld ist diesem Protokoll die Präsentation sowie eine Flächenzusammenstellung als Übersicht beigefügt (s. Anlage 1).
Zur Nachfrage von Ratsfrau von Gronefeld hinsichtlich des 30-jährigen Regenereignisses erklärt Herr Dr. Schulz, dass die Eintrittswahrscheinlichkeiten bei der Berechnung unverändert bleiben. Die zugrundeliegenden Werte werden jedoch kontinuierlich fortgeschrieben, sodass bei neuen Planungen immer die aktuellsten Anforderungen berücksichtigt werden. Für den Fall, dass die Regenmengen über das 30-jährige Regenereignis hinausgehen, bestehen Überflutungspläne, durch die schützenswerte Güter abgesichert werden.
Auf Nachfrage von Frau Dr. Goclik zur Bevorzugung von Rigolen gegenüber Zisternen, weist Herr Dr. Schulz daraufhin, dass Zisternen im öffentlichen Raum aufgrund der notwendigen Vorbehandlung des Wassers immer nur die zweitbeste Lösung darstellen. Zur Entwässerung von Dächern auf privaten oder öffentlichen Gebäuden eignen sich Zisternen jedoch, da dieses Wasser weniger verschmutzt ist und so einer geringeren Vorbehandlung bedarf. So könnte das Wasser dann zur Pflanzenbewässerung oder Grauwassernutzung herangezogen werden.
Ratsherr Jonas begrüßt ausdrücklich die Vorstellung der Entwässerungsplanung.
Zur Nachfrage von Ratsfrau Kluth stellt Herr Dr. Schulz dar, dass kein Bedarf eines neuen Mischwasserkanals außerhalb des Plangebiets entsteht. Zu ihrer Nachfrage hinsichtlich der Wartung der Rigolen und Mulden erklärt Herr Dr. Schulz, dass je nach Bepflanzung eine regelmäßige Mahd erforderlich ist und der Schlammfang zu reinigen ist.
Herr Dr. Schulz erklärt auf Nachfrage von Frau Dr. Goclik zur Beschaffenheit der Versickerungsmulden, dass der Mutterboden eine belebte Bodenzone ist, die üblicherweise bis zu 30 cm tief reicht. Darunter liegen Sande und Kies mit großem Porenvolumen, sodass das Wasser dort gespeichert bzw. versickert werden kann. Zum Abbau von Schadstoffen reichen 30 cm Tiefe der belebten Bodenzone aus, wodurch weit mehr als 90 % der Schmutzfracht an der Oberfläche verbleiben.
Stadtbaurat Leuer bedankt sich für den Vortrag und wirbt bei den Ausschussmitgliedern für Verständnis, dass nicht jede Entwässerungsplanung vorgestellt werden kann.
Ratsherr Kühn stellt fest, dass der Vortrag die Essenz des Entwässerungsgutachtens darstellt, Herr Dr. Schulz bestätigt dies.
Ratsfrau Mundlos bittet darum, die Informationen auch dem Umwelt- und Grünflächenausschuss zur Kenntnis zur Verfügung zu stellen.
Auf die Nachfrage von Bürgermitglied Becker zur Anwendung der Technologien auf bestehende Baugebiete, bestätigt Herr Dr. Schulz, dass bestimmte Maßnahmen auch dort umsetzbar seien, es müsse aber immer eine Einzelfallbetrachtung stattfinden.
