Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Auszug

14.05.2025 - 4.1 Vorstellung Energiekonzept Wenden-West durch Dr...

Beschluss:
zur Kenntnis genommen
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Wortprotokoll

Herr Dr. Lang als Vorstand der BS|Energy stellt das Konzept zur Wärmeversorgung im Baugebiet Wenden-West anhand einer Präsentation vor.

 

Protokollnotiz: Auf Wunsch des Ausschussvorsitzenden Ratsherrn Kühn wurde die Präsentation diesem Protokoll als Anlage 1 beigefügt.

 

Auf Nachfrage von Ratsherrn Kühn teilt Herr Dr. Lang mit, dass das geplante Biomethanblockheizkraftwerk neu erbaut wird und noch nicht in diesem Bereich besteht.

 

Auf Nachfrage von Ratsfrau von Gronefeld erklärt Herr Dr. Lang, dass die Aufgabe des Besicherungskessels darin besteht, die Wärmeversorgung auch im Falle eines Ausfalls von 1 - 2 Anlagen sicherzustellen. Dazu wird in den Kesseln Biomethan eingesetzt, um Wärme zu erzeugen.

 

Ratsfrau Arning stellt Nachfragen zum Standort der Wärmepumpe, zur Warmwasserversorgung, zur Nutzung von Solarenergie, zum Anschlusszwang sowie zum Biomethanblockheizkraftwerk.

 

Herr Dr. Lang teilt daraufhin mit, dass die Wärmepumpe zentral unter einer Grünfläche gelagert sein wird, sodass die Fläche nutzbar ist. Die Warmwasserversorgung erfolgt integriert, ebenfalls über die Wärmepumpe. Voraussichtlich wird die Warmwasserversorgung durch Solarthermie auf Betriebsgebäuden ergänzt. Zudem ist denkbar Strom aus Freiflächen-Photovoltaikanlagen in direkter räumlicher Umgebung zu nutzen. Laut Herrn Dr. Lang besteht für die Gebäude, bei denen es energiewirtschaftlich sinnvoll ist, ein Anschlusszwang. Es gibt eine genaue Definition, wonach bestimmte Gebäude nicht angeschlossen werden müssen (z. B. Einfamilienhäuser). Hinsichtlich der Speisung des Biomethanblockheizkraftwerks teilt Herr Dr. Lang mit, dass diese über das allgemeine Gasnetz erfolgt.

 

Auf die Nachfragen von Ratsherrn Jonas zu geologischen Erkundungsbohrungen, den Energie- und Stromtarifen, der Einspeisung von Überschussenergie in das Bestandsnetz sowie zur Größe eines Besicherungskessels teilt Herr Dr. Lang, dass Sondierungen im Zuge der Vorbereitung auf die geplante mitteltiefe Geothermie (100 - 200 m) erfolgt sind. Er erklärt sodann, dass keine wirtschaftliche Verbindung mit dem Fernwärmenetz möglich wäre und daher auch keine Einspeisung von Überschussenergie möglich ist. Er unterstreicht, dass die Stromversorgung komplett getrennt stattfindet. Die Höhen der Energie- und Stromtarife werden ähnlich der Tarife außerhalb des Gebiets Wenden-West ausfallen. Hinsichtlich der Leistung eines Besicherungskessels geht Herr Dr. Lang von ca. 2 - 3 Megawatt aus.

 

Frau Dr. Goclik begrüßt das vorgestellte Konzept. Zu ihrer Nachfrage hinsichtlich der Rückführung von Wärme in den Erdboden teilt Herr Dr. Lang mit, dass die Wärme dem Boden über Sonden entzogen wird und es theoretisch passieren kann, dass so viel Wärme entzogen wird, dass die Temperatur in der Tiefe sinkt. Für einen solchen Fall, ist es möglich, die Wärme zurückzuführen. In dem geschlossenen System zirkuliert dabei Wasser.

 

Auf ihre weitere Nachfrage zur energetischen Anbindung weiterer Gebäude erklärt Herr Dr. Lang, dass ein Anschluss der Gewerbetreibenden denkbar ist und im weiteren Verlauf geprüft wird.

 

Ratsfrau Mundlos möchte wissen, inwieweit das Konzept ausbaufähig ist und auf andere Bereiche angewendet werden kann. Herr Dr. Lang erläutert, dass die Versorgung weiterer Liegenschaften grundsätzlich denkbar ist (z. B. Schulen), dies muss allerdings im Einzelfall geprüft werden. Erforderlich sind dazu Investoren und die Neuentstehung von Gebäuden.

 

Herr Dr. Lang teilt auf die Nachfrage von Ratsherrn Kühn zu den Tarifen der E-Ladestationen mit, dass Personen in Einfamilienhäusern den eigens produzierten Strom direkt benutzten können. Über ein Mieterstrommodell oder gemeinschaftliche Gebäudeversorgung bieten sich ähnlich Möglichkeiten auch für andere Wohnformen.

 

Auf die Nachfrage von Ratsherrn Jonas bestätigt Herr Dr. Lang, dass Biomethan-Zertifikate mit Nachhaltigkeitsnachweisen eingekauft werden, welche anschließend bilanziell eingesetzt werden. Eine Biogasanlage vor Ort ist nicht geplant. Ratsherr Jonas betont darauf hin, dass ein Gasgemisch verbrannt wird.

 

Zur Nachfrage von Bürgermitglied Jäger hinsichtlich der Wärmepreise für Personen die im komplexen Wohnungsbau leben, erklärt Herr Dr. Lang, dass die Wärmepreise in Abwägung verschiedener Aspekte (z. B. Bezahlbarkeit, Umweltfreundlichkeit, etc.) entstehen und voraussichtlich etwas über den Preisen des Fernwärmenetzes liegen werden.

 

Der überwiegende Teil der Wärmeversorgung wird über die Erdwärmesonden abgedeckt, ggf. wird es zusätzlich eine zentrale Wärmepumpe geben, von der keine Geräuschentwicklung zu erwarten ist, teilt Herr Dr. Lang auf die Nachfrage von Ratsherrn Wirtz mit.

 

Ratsfrau Kluth fragt allgemein nach, ob es eine gesamtgeologische Betrachtung für die Stadt Braunschweig gibt. Im Zusammenhang mit der kommunalen Wärmeplanung wäre das ihrer Meinung nach interessant. Stadtbaurat Leuer sagt eine Antwort dazu in einer der nächsten Sitzungen zu.

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Ergebnis:

Die Mitteilung wird zur Kenntnis genommen.

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