Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Auszug

11.06.2025 - 7 Präsentation Stand der Digitalisierung im FB 32

Reduzieren

Wortprotokoll

Stadtrat Dr. Pollmann erläutert, dass er in der Digitalisierung eine zentrale wie aber auch dezentrale Aufgabe sieht, die die Belange aller Fachbereiche berührt. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem Fachbereich Bürgerservice, Öffentliche Sicherheit, da sich hier die am stärksten nachgefragten Bürgerleistungen bündeln. In diesem Zusammenhang sollen Prozesse effektiver gestaltet, der Bürgerservice erhöht und Bearbeitungszeiten verkürzt werden. Im Hinblick auf Datenaustausch und Informationsabgleich bedeute die Digitalisierung zudem einen Qualitätssprung bei den Arbeitsinhalten. Sie sei aber für die Verwaltung auch eine zusätzliche Arbeitsbelastung und bringe eine zunehmende Abhängigkeit von dem Funktionieren der Technik mit sich.

 

Städtischer Leitender Direktor Dr. Köhler teilt ferner mit, dass die Digitalisierung nicht kurzfristig abgeschlossen sein wird und neben dem Wunsch zur Optimierung von Vorgängen auch eine Arbeitserleichterung für alle Beteiligten erreicht werden soll. Optimalerweise sollen die Arbeitsergebnisse trotzt schwindender Ressourcen konstant bleiben. Durch eine gesteigerte Zufriedenheit der Mitarbeitenden soll auch der Fluktuation entgegengewirkt werden. Insgesamt wurden in der Vergangenheit bereits diverse Bürgerleistungen digitalisiert. Zur Veranschaulichung präsentiert er Übersichten zu den bereits digitalisierten Leistungen sowie zu denen, die sich aktuell in der Umsetzung befinden. Anschließend benennt er die Herausforderungen der Digitalisierung und geht dabei konkret auf die Vielfalt der Aufgaben, den Mangel an Personal, welches im Umgang mit IT geschult wurde und auf die Schwierigkeiten bei der vollständigen Digitalisierung von Vorgängen ein. Die vollständige Digitalisierung wird in Einzelfällen durch gesetzliche Vorgaben behindert. Mit dem Blick in die Zukunft hofft er auf eine intensivere Nutzung von digitalen Angeboten durch Bürgerinnen und Bürger. Auffällig ist, dass eine hohe Verfügbarkeit von Terminen zur analogen Nutzung von Bürgerleistungen die Nachfrage nach digitalen Leistungen senkt. Zuletzt weist er auf das hohe Potenzial bei der Nutzung von Künstlicher Intelligenz hin. Dies könnte beim Ausfüllen von Formularen eine große Erleichterung für Bürgerinnen und Bürger sein.

 

Ratsherr Swalve nimmt ab 16:30 Uhr an der Sitzung teil.

 

Ausschussvorsitzender Köster bestätigt die möglichen Herausforderungen beim Ausfüllen nicht alltäglich genutzter Formulare und fragt, inwieweit Formulare adressatengerecht aufgebaut sind. Darüber hinaus fragt er, durch welche Maßnahmen die Einhaltung des Datenschutzes beim Einscannen von Dokumenten sichergestellt wird und wie hoch die Termintreue der Bürger ist. Städtischer Leitender Direktor Dr. Köhler erklärt, dass grundsätzlich mehr Termine vergeben werden, als eigentlich verfügbar sind, um mangelnde Termintreue auszugleichen. Der Datenschutz beim Einscannen von Dokumenten muss der jeweilige Dienstleister sicherstellen. In der Nutzung Künstlicher Intelligenz zur Unterstützung beim Ausfüllen von Formularen sieht er große Chancen, erwartet jedoch keine kurzfristigen Lösungen.

 

Ratsherr Dr. Plinke fragt ob zur Authentifizierung für Online-Verwaltungsleistungen die BundID genutzt wird und wie mit Bürgerinnen und Bürgern umgegangen wird, die keine technischen Möglichkeiten zur Inanspruchnahme von Online-Verwaltungsleistungen haben. Städtischer Leitender Direktor Dr. Köhler erläutert, dass eine vollständige Umstellung auf digitale Leistungen nicht möglich ist, damit sichergestellt ist, dass alle Bürgerinnen und Bürger eine Möglichkeit der Inanspruchnahme haben. Die Nutzung der BundID ist verpflichtend, sofern ein entsprechendes Sicherheitserfordernis besteht. Stadtrat Dr. Pollmann ergänzt, dass die BundID einen Standard gewährleistet, der die Digitalisierung im Allgemeinen unterstützt.

Reduzieren

 

 

Reduzieren

 

 

Erläuterungen und Hinweise