Rat und Stadtbezirksräte
30.09.2025 - 3.2 Vortrag: Kommunale Wärmeplanung - Bedarfsanalyse
Grunddaten
- TOP:
- Ö 3.2
- Gremium:
- Umwelt- und Grünflächenausschuss
- Datum:
- Di., 30.09.2025
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:02
- Anlass:
- Sitzung
- Beschluss:
- zur Kenntnis genommen
Wortprotokoll
Stadträtin Hanusch leitet in den Vortrag ein. Herr Siemon vom Fachbereich Umwelt stellt die Bestands- und Bedarfsanalyse vor und beantwortet - unterstützt durch Herrn Gekeler und Stadträtin Hanusch - im Anschluss ausführlich die Fragen der Ausschussmitglieder. Kernpunkte der Diskussion stellen der Umstieg der Fernwärmenetze auf regenerative Energien, der Ausstieg aus den fossilen Energieträgern (insb. Gas), die Senkung des Wärmebedarfs bspw. durch energetische Gebäudesanierung sowie die Rolle der Kommunalen Wärmeplanung im Kontrast zur Rolle des Energieversorgers dar.
Protokollnotiz: Die Präsentation ist unter <https://www.braunschweig.de/leben/umwelt/klimaschutz/waermeplanung/index.php> auf der Homepage der Stadt Braunschweig verfügbar. Der Link zur Homepage wurde an die Ausschussmitglieder versendet.
Auf Nachfrage des Ausschussvorsitzenden Ratsherrn Jonas legt Herr Gekeler die Berechnungsgrundlagen für die Abschätzung der Wärmeenergieerzeugung durch Holzfeuerung dar. Zudem führt er aus, dass der Transformationsprozess zur regenerativen Erzeugung der Fernwärme Aufgabe des Energieversorgers sei.
Bezüglich der Frage des Ratsherren Schnepel - nach dem Zeitraum für die Veröffentlichung konkreter Ergebnisse - definiert Herr Siemon die Aufgabe der Verwaltung in der Kommunalen Wärmeplanung, welche lediglich Potentiale definiert, aber keine Verpflichtung zur Umsetzung durch den Energieversorger darstelle. Stadträtin Hanusch weist ergänzend auf die kontinuierliche Abstimmung in dem schrittweisen Transformationsprozess mit dem Energieversorger hin.
Ratsfrau Ohnesorge plädiert für die zeitnahe Information und Mitnahme der Öffentlichkeit mit Blick auf einen diskutierten Fernwärmeanschlusszwang in der Vergangenheit und die damit verbundenen potentiellen Einschränkungen. Herr Gekeler erläutert, dass die Nachfrage nach Fernwärme bereits breitgefächert vorhanden sei und vielmehr auf das konkrete Angebot für den Fernwärmeanschluss gewartet werde.
Protokollnotiz: Ratsherr Schnepel verlässt um 16:43 Uhr die Sitzung.
Ratsherr Wirtz erkundigt sich nach der Anzahl an Einfamilienhäusern, welche noch mit fossilen Energieträgern wie Erdgas und Öl beheizt werden.
Protokollnotiz: Bezüglich der Nachfrage von Ratsherrn Wirtz, kann die Verwaltung mitteilen, dass etwa 20.000 Einfamilienhäuser in Braunschweig mit Erdgas und etwa 4.000 mit Öl beheizt werden.
Aufgrund der Rückfragen durch Bürgermitglied Dr. Garbe und Ratsfrau Arning erläutert Herr Siemon die lückenhafte Datenlage durch den fehlenden Erfassungszwang der Wärmepumpen bis 2023 und die Rolle der Wärmepumpe in der kommunalen Wärmeplanung.
Protokollnotiz: Herr Lange ist von 16:47 bis 16:52 Uhr abwesend.
Weiterhin führt Herr Siemon auf Bitte von Ratsfrau Arning aus, warum und in welchen Aspekten sich der Einsatz von Geothermie und ein alter Baumbestand gegenseitig behindern können. Es werde versucht, einen Eingriff in den Wurzelraum der Altbäume im Zuge der geothermischen Wärmeerzeugung zu vermeiden.
Die Nachfrage des Ratsherrn Kühn nach der Erfassung vorhandener Nahwärmenetze in der vorliegenden Bestands- bzw. Bedarfsanalyse bejaht Herr Siemon (Fernwärmenetze inklusive der Subnetze seien enthalten).
Herr Siemon erläutert auf Rückfrage von Ratsfrau Johannes die Rolle der Frei- und Dachflächenphotovoltaik in der Bedarfsanalyse und den Einfluss des Freiflächen-Photovoltaik-Konzeptes. Die Entwicklung der letzten Jahre sei erfreulich positiv.
Protokollnotiz: Frau Räder ist von 16:53 bis 16:56 Uhr abwesend. Herr Siemon verlässt um 16:54 Uhr die Sitzung.
