Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Auszug

07.10.2025 - 3.2 Vorstellung aktueller Schwerpunkte im Kultur- u...

Beschluss:
zur Kenntnis genommen
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Wortprotokoll

Frau Mielke, Geschäftsführerin des Kultur- und Kommunikationszentrums Brunsviga, bedankt sich für die Einladung und präsentiert; die Präsentation ist dem Protokoll angehängt.

Sie erläutert einleitend, dass sie seit 2018/2019 in der Funktion der Geschäftsführerin tätig sei und in ihrem Bericht den Fokus auf die Entwicklungen der letzten fünf Jahre sowie die zukünftigen Ausrichtungen der Brunsviga legen möchte. Sie hebt hervor, dass die Brunsviga als Kleinkunstbühne mit einem vielfältigen Kulturprogramm bekannt sei, jedoch auch als Ort der gelebten Demokratie fungiere. Sie betont, dass die Brunsviga Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit biete, aktiv an der Gestaltung kultureller Angebote mitzuwirken, und dass Inklusion, Nachhaltigkeit sowie die Förderung von Empathie, Respekt und Toleranz zentrale Ziele seien.

Frau Mielke berichtet, dass das Zentrum seit September erstmals eine FSJ-Kultur-Personalstelle eingerichtet habe. Die aktuelle FSJlerin habe in Teilen an der Präsentation mitgewirkt. Sie beschreibt die Brunsviga als einen Ort, an dem Laien und Profis gleichberechtigt zusammenarbeiteten, Bildungsarbeit geleistet und bürgerschaftliches Engagement gestärkt werde. Zudem sei das Zentrum ein Raum für kulturellen Austausch und ein Ort, der sich aktiv gegen Diskriminierung einsetze.

Frau Mielke führt aus, dass die Brunsviga über acht Seminarräume, ein Kinderhaus mit sechs Themenräumen, eine eigene Gastronomie sowie zahlreiche soziokulturelle Projekte verfüge. Sie hebt hervor, dass das Zentrum mit rund 90 Mitarbeitenden, von denen der Großteil im Kinderhaus tätig sei, eine der größten Einrichtungen dieser Art in Niedersachsen sei. Der Kulturbereich mache dabei etwa ein Drittel des Personals und des Haushalts aus. Sie erwähnt, dass das Zentrum eng mit der Lebenshilfe kooperiere und derzeit drei Mitarbeitende aus diesem Bereich beschäftige, um Inklusion auch im Arbeitsalltag zu fördern.

Sie erläutert, dass die Corona-Pandemie genutzt worden sei, um interne Strukturen zu modernisieren. So habe das Zentrum Fördermittel des Bundes erhalten, um die Website zu überarbeiten, ein Corporate Design zu entwickeln und die Zusammenarbeit innerhalb des Hauses zu stärken. Sie berichtet von Veranstaltungsformaten wie den „Hutkonzerten", die jungen und unbekannten Künstlerinnen und Künstlern eine Plattform böten, sowie von Angeboten wie das „Tanzen ins Wochenende" für die Zielgruppe ab 50 Jahren und das Kinderkulturfestival. Zudem habe man die Zusammenarbeit mit dem Stadtteil intensiviert, um sich stärker zu vernetzen und neue Zielgruppen zu erreichen.

Frau Mielke geht auf die internen organisatorischen Veränderungen ein. Sie beschreibt die Einführung eines Organigramms, die Digitalisierung der Raumvergabe und der Buchhaltung sowie die Entwicklung von Standards für alle Abteilungen. Diese Maßnahmen hätten zu einer effizienteren Arbeitsweise geführt. Sie hebt hervor, dass die Brunsviga auch in den Bereichen Datenschutz, Arbeitsschutz und Nachhaltigkeit Fortschritte gemacht habe. So sei ein Nachhaltigkeitskonzept entwickelt worden, das u.a. Maßnahmen wie LED-Beleuchtung, regionale und biologische Gastronomie sowie die Förderung klimaneutraler Mobilität umfasse.

Frau Mielke erläutert die finanzielle Situation des Zentrums. Der Kulturbereich verfüge über ein Budget von rund einer 1 Mio. Euro, wovon 36 Prozent aus der Kontinuitätsförderung der Stadt Braunschweig stammten. Weitere Einnahmen würden durch die Gastronomie, gewerbliche Vermietungen, Eintrittsgelder und Drittmittel generiert. Sie betont, dass die Brunsviga nicht nur Fördermittel empfange, sondern auch durch Steuerzahlungen einen Beitrag zum System leiste.

Stellvertretender Ausschussvorsitzender Stühmeier fragt nach der Vision der Brunsviga für die kommenden Jahre, insbesondere im Hinblick auf die Etablierung als „Dritter Ort".

Frau Mielke erklärt, dass die Brunsviga sich stärker im Sinne eines Nachbarschaftszentrums für den Stadtteil öffnen wolle. Sie betont, dass dies jedoch von der Verfügbarkeit zusätzlicher personeller Ressourcen abhänge. Derzeit sei die Förderung einer halben Personalstelle für diese Aufgabe beim Fachbereich (FB) 50 Soziales und Gesundheit der Stadt Braunschweig beantragt, jedoch noch nicht bewilligt worden.

Ratsherr Knurr erkundigt sich nach einer Diskrepanz in der Finanzpräsentation, bei der 500 Euro in der Gesamtbilanz fehlten.

Frau Mielke vermutet einen Tippfehler und versichert, dass die Jahresabschlüsse sowohl dem Finanzamt als auch der Stadtverwaltung vorlägen und keine Unregelmäßigkeiten festgestellt worden seien.

Ratsherr Flake hebt die Modernisierungsmaßnahmen und den Generationenwechsel in der Brunsviga hervor und fragt nach der Zusammenarbeit mit dem KufA Haus bzw. dem KufA e.V. - Kultur für alle sowie den Plänen für den ehemaligen Kinder- und Teeny-Klub (KTK) der Brunsviga.

Frau Mielke beschreibt die Kooperation mit der neuen Geschäftsführung des KufA Hauses bzw. mit dem neuen Vorstand des KufA e.V. als eng und konstruktiv, insbesondere in der Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen. Es seien viele gemeinsame Projekte geplant.

Sie erläutert weiter, das Konzept des Kinderhauses der Brunsviga beinhalte auch die Betreuung von Kindern direkt in inzwischen drei Grundschulen. Der von der Stadt Braunschweig geförderte, ehemalige KTK, inzwischen „Offener Kinder- und Teenie-Treff" der Brunsviga, werde derzeit renoviert und öffne nach den kommenden Herbstferien mit einem neuen Programm, das die Kinder- und Jugendarbeit stärker mit der soziokulturellen Arbeit verzahne. Geplant seien u.a. Theaterprojekte, Fotokurse und Kooperationen mit anderen Anbietern wie Radio Okerwelle.

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Die Mitteilung wird zur Kenntnis genommen.

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