Rat und Stadtbezirksräte
10.10.2025 - 2.4 Planung der dritten Veloroute in die Weststadt,...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 2.4
- Zusätze:
- Verantwortlich: Leuer
- Datum:
- Fr., 10.10.2025
- Status:
- gemischt (Sitzung abgeschlossen)
- Uhrzeit:
- 14:00
- Anlass:
- Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Mitteilung
- Federführend:
- 66 Fachbereich Tiefbau und Verkehr
- Beschluss:
- zur Kenntnis genommen
Wortprotokoll
Stadtbaurat Leuer erläutert die Mitteilung 24-24402-03.
Bürgermitglied Dr. Schröter thematisiert die Bewertungsmethode der Trassen und hinterfragt, warum immer die gesamte Trasse bewertet wurde, statt einzelne Abschnitte zu analysieren, um sehr gut bewertete Teilabschnitte gesondert zu identifizieren.
Stadtbaurat Leuer erklärt, dass auch Abschnittsbetrachtungen vorgenommen wurden, obwohl in der Darstellung die Gesamtstrecken gezeigt werden. Die entsprechenden Unterlagen werden von der Verwaltung zusammengestellt und den Ausschussmitgliedern im Nachgang dieser Sitzung zur Verfügung gestellt.
Ratsherr Dr. Plinke hebt hervor, dass die Entwicklung einer „Roadmap“ einen bedeutenden Fortschritt darstelle. Er verweist auf die Sitzung dieses Ausschusses im Dezember 2024, in der bereits ausführlich über bestimmte Problembereiche diskutiert worden sei, und betont, dass sich an den damals geäußerten Positionen grundsätzlich nichts geändert habe. Er geht zudem auf die Kritik des Stadtbezirksrats 221 Weststadt ein, der eine alternative Veloroute von Timmerlah über das Nordende von Broitzem, durch die südliche Weststadt und in die Innenstadt hinein vorschlage.
Weiter zeigt Ratsherr Dr. Plinke Verständnis für die Kritik, dass diese Route nicht ins Herz der Weststadt führe, und schlägt vor, parallel eine optimierte Anbindung der Weststadt zu prüfen und bestehende beliebte Routen in der Weststadt zu verbessern, anstatt sie auf dem aktuellen Standard zu belassen. Zum Thema Frankfurter Platz äußert Ratsherr Dr. Plinke Verständnis für die Bedenken des Stadtbezirksrats 310 Westliches Ringgebiet, der die Führung über diesen Platz kritisch sehe. Er erkennt jedoch die Schwierigkeiten an, alternative Routen über die Helenenstraße, den Cyriaksring oder die Hugo-Luther-Straße zu optimieren und schlägt vor, hier in der Feinplanung Optimierungsmöglichkeiten (Freigabe von Parkflächen auf dem Frankfurter Platz für den Radverkehr) zu prüfen, um Konflikte zu vermeiden.
Ratsfrau Kluth weist darauf hin, dass der Frankfurter Platz ein zentrales Element des Quartiers darstelle und fragt, ob die Helenenstraße und der Cyriaksring im Rahmen der Vorplanung als alternative Routenführungen geprüft werden könnten. Sie betont, dass dies eine Möglichkeit sei, Schwachstellen der aktuellen Routenführung zu beheben, insbesondere im Hinblick auf das hohe Verkehrs- und Busaufkommen in der Hugo-Luther-Straße.
Stadtbaurat Leuer antwortet, dass die nächste Bearbeitungsphase die Vorplanung sei, in der die genannten Aspekte detailliert geprüft würden. Er bestätigt, dass für die Straße Am Lehmanger eine Lösung erforderlich sei, die sowohl den Anforderungen des Radverkehrs als auch des Individualverkehrs gerecht werde. Er erklärt, dass die Vorplanung auch die Frage berücksichtigen werde, ob eine Führung ins Herz des Quartiers oder eine alternative Route sinnvoller sei und betont, dass die Sorgen und Bedenken der Beteiligten aufgenommen worden seien und in die Planungen einfließen werden. Er geht zudem auf die Anmerkungen von Ratsherr Dr. Plinke ein und erläutert, dass die Gradlinigkeit der Veloroute ein wichtiger Aspekt sei, um unnötige Umwege zu vermeiden. Gleichzeitig müsse geprüft werden, wie Zubringerstrecken aus anderen Teilen der Weststadt komfortabel an die Veloroute angebunden werden könnten. Er betont, dass weitere Optionen geprüft würden, um eine gute Erreichbarkeit der Veloroute sicherzustellen.
Herr Dr. Wendenburg merkt an, dass alle vorgeschlagenen Routenvarianten über die Ferdinandbrücke führen würden. Er weist darauf hin, dass die Umfeldgestaltung der Brücke aufgrund statischer und denkmalschutzrechtlicher Vorgaben eingeschränkt sei und hinterfragt, ob es vor diesem Hintergrund möglich sei, hier eine größere Veloroute zu führen, obwohl die Brücke nicht für zusätzliche Belastungen ausgelegt sei.
Stadtbaurat Leuer erläutert, dass die Brücke an der betreffenden Stelle aufgrund ihrer Konstruktion und statischen Gegebenheiten nur begrenzt belastbar sei. Insbesondere die Gehwege könnten nicht verbreitert werden, da dies sowohl aus statischen als auch aus konstruktiven Gründen nicht umsetzbar sei. Er betont, dass die Brücke zwar für den Verkehr geeignet sei, jedoch keine ausreichenden Flächen für Aufenthaltsbereiche oder Möblierungen biete.
Ratsherr Kühn hebt hervor, dass die vor einem Jahr beschlossene Vorzugsvariante weiterhin sinnvoll erscheint. Zudem betont er, dass die verschiedenen Varianten Hinweise auf künftige, sinnvolle Radwege zur Erschließung der Weststadt geben und regt an, bestehende Radwege zu ertüchtigen, beispielsweise durch den Verzicht auf wassergebundene Decken. Er spricht sich weiter für die Förderung von Fahrradstraßen aus und betont, dass eine sinnvolle Verknüpfung der Wege mit den umliegenden Vierteln den Radverkehr bündeln und weiterentwickeln könne.
Ratsfrau Kluth erkundigt sich, ob diese Veloroute bis in die Innenstadt weitergeführt werde und fragt auch nach dem Planungsfortschritt der Veloroute Wallring.
Stadtbaurat Leuer erklärt, dass die Veloroute nicht direkt in die Innenstadt führe. Er gibt zu bedenken, dass es problematisch sei, eine Vielzahl von Velorouten in die Innenstadt zu führen. Stattdessen solle der Wallring nach seiner Auffassung als Verteilerpunkt dienen, von dem aus akzeptable und komfortable Verbindungen in die Innenstadt ermöglicht würden. Stadtbaurat Leuer erläutert, dass sich die Wallringroute selbst weiterhin in Bearbeitung befindet. Die Querungsstellen Celler Straße und Am Wendentor seien bereits abgeschlossen bzw. der Abschluss stehe kurz bevor. Hinsichtlich der Querung am Staatstheater sei die Planung zwar fortgeschritten, jedoch sei der Bau an dieser Stelle aufgrund der Komplexität und der parallelen Arbeiten an der Veloroute Helmstedter Straße noch nicht begonnen worden. Er betont, dass Eingriffe in den Bereich um den Hagenmarkt derzeit nicht möglich seien, da dies die verkehrliche Erreichbarkeit der Innenstadt beeinträchtigen würde.
Anlagen zur Vorlage
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1
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(wie Dokument)
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5,5 MB
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2
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(wie Dokument)
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1,2 MB
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